Kein politisches Menschenschach

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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© kobinet/omp

Hannover (kobinet) Die SoVD-Jugend kämpft weiter für die Inklusion. Die Landesjugendkonferenz vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen verabschiedete die Resolution "Neue Herausforderungen: Gemeinsam für alle" und damit die Forderung, allen Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen – Flüchtlingen, Menschen mit Behinderungen, Frauen und Männern, Alten und Jungen. Sprecherin Kerstin Koch macht deutlich, dass ihr Verband nicht zulassen werde, dass Arme gegen Ärmere ausgespielt werden: „Hier darf kein politisches Menschenschach gespielt werden.“

Vielfältige soziale Probleme und Schieflagen bestünden seit langem und seien nicht erst durch die Flüchtlingsströme entstanden, formuliert die Resolution. Durch die zahlreichen Flüchtlinge würden bereits vorhandene Probleme zwar verstärkt, jedoch nicht neu geschaffen. "Wir sehen diese Verschärfung als Grund, endlich zu handeln und fordern die Politik auf, tätig zu werden und Hilfe dort zur Verfügung zu stellen, wo sie benötigt wird", so die SoVD-Jugend. Die Herausforderungen müssten gemeinsam angenommen werden, um gesellschaftliche Teilhabe für alle zu ermöglichen.

Konkret möchte der Jugendverband zum Beispiel die Situation in Kindertageseinrichtungen verbessern. Dort herrsche ein Mangel an qualifiziertem Personal. Außerdem seien die Betreuungszeiten für viele Eltern unzureichend. Auch die Schulassistenz für Schüler mit Unterstützungsbedarf müsse landesweit geregelt werden. Dies könne zwar nur eine Übergangsregelung auf dem Weg zur inklusiven Schule sein, könne aber temporär helfen. Wichtig sei weiterhin die bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen, auch, um dort in Sachen Barrierefreiheit Fortschritte zu machen.

Die Landesjugendkonferenz hat zudem einen neuen Jugendbeirat gewählt. Dies sind Kerstin Koch, Henrike Hillmer, Klaas Ehlers, Nina Kempe und Benedict Schmidt, Sprecher und Stellvertretung werden in der konstituierenden Sitzung am 10. April 2016 gewählt.

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