13 Millionen für bayerische Integrationsunternehmen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Geldscheine
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© kobinet/omp

Kaufbeuren (kobinet) "Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung integrieren und ihnen eine sichere Perspektive geben, wollen wir bestmöglich fördern", dies erklärte Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger. "Deshalb wird der Freistaat künftig rund 13 Millionen Euro pro Jahr in Integrationsfirmen investieren, drei Millionen mehr als in den Jahren zuvor.“

Johannes Hintersberger überzeugte sich gestern von der Wirkung der neuen Förderrichtlinien in Kaufbeuren bei der Integrationsfirma "Irseer Kreis Versand gGmbH". Das Unternehmen bietet Menschen mit psychischer Behinderung derzeit über 40 unbefristete Arbeitsplätze. Zudem hat es Ausbildungsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche geschaffen. Der "Irseer Kreis Handel" profitiert aber nicht nur von der Erhöhung der Förderung, sondern auch von einer wichtigen Umstellung: Seit Jahresanfang werden die geschaffenen Arbeitsplätze nicht mehr pauschal, sondern am jeweiligen Arbeitslohn orientiert gefördert. Geschäftsführer Bertram Sellner erklärte: "Integrationsunternehmen sind Wirtschaftsunternehmen am 1. Arbeitsmarkt. Sie müssen sich durch ihren wirtschaftlichen Erfolg am freien Markt behaupten. Die Entlohnung in unserer Firma erfolgt nach dem geltenden Tarif des bayerischen Einzelhandels. Das gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich, mit oder ohne Behinderung. Der Nachteilsausgleich (Förderung nach den neuen Richtlinien), orientiert sich an den tatsächlichen Lohnkosten und sichert damit nachhaltig bestehende und neu zu schaffende Arbeitsplätze."

Die "Irseer Kreis Versand gGmbH" wurde 1988 gegründet und ist damit eine der traditionsreichsten Integrationsfirmen in Bayern. Aktuell gibt es im Freistaat über 80 Integrationsunternehmen mit rund 1.700 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. "Jeder einzelne dieser Arbeitsplätze steht für ein Leben mit mehr Selbstbestimmung. Ich danke ganz ausdrücklich allen Führungskräften und Beschäftigten der Integrationsfirmen – Unternehmertum und soziale Verantwortung gehen hier auf einzigartige Weise Hand in Hand. Dieses Engagement ist vorbildlich und ich hoffe auf weitere Nachahmer", so der Staatssekretär.

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