550.000 US-Dollar Strafe für EU-Fluglinien

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Symbol für ein Flugzeug
Symbol für ein Flugzeug
Bild: domain public

Washington D.C./Wien (kobinet) Wozu es führen kann, wenn unterschiedliche Standards der Gleichstellung behinderter Menschen aufeinander treffen, macht nach Ansicht von Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eine aktuelle Entscheidung deutlich, wonach drei europäischen Fluggesellschaften wegen Verletzungen des Air Carrier Access Act, der behinderten Menschen in den USA Rechte im Flugverkehr garantieren soll, Strafen von insgesamt 550.000 Dollar auferlegt. BIZEPS hatte über diese Entscheidung berichtet.

Das US-Verkehrsministerium (Department of Transportation) teilte dem BIZEPS-Bericht zufolge in einer Pressemitteilung vom 14. April 2016 mit, dass die Fluggesellschaften Air France und Lufthansa zu je 200.000 Dollar und British Airways zu 150.000 Dollar Strafe verurteilt wurden. Außerdem müssen sie in Zukunft die Verstöße gegen die Richtlinien unterlassen. Den Fluggesellschaften wird vorgeworfen, von 2012 bis 2015 die Beschwerden behinderter Flugreisender nicht zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Deutschland müsse die derzeitige Reform des Behindertengleichstellungsrechts nutzen, um endlich auch hierzulande klare Regeln für die Barrierefreiheit der Dienstleistungen und Produkte privater Anbieter zu schaffen. Denn man sehe ja, was dabei heraus kommt, wenn sich deutsche Firmen wie die Lufthansa nicht gewohnt sind, an klare Standards im Umgang mit der Barrierefreiheit und entsprechenden Beschwerden halten.

Link zum BIZEPS-Bericht

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