Kampagne #unsschon wirbt für mehr Teilhabe

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Plakat: Sagt dir jemand, wieviel du sparen darfst? Uns schon
Plakat: Sagt dir jemand, wieviel du sparen darfst? Uns schon
Bild: LAG Selbsthilfe RLP

Mainz (kobinet) Eine Kampagne #unsschon hat die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz im Rahmen ihrer jährlichen Mitgliederversammlung gestartet. Mit anschaulichen Motiven und provokanten Fragen möchte der Dachverband der rheinland-pfälzischen Behindertenselbsthilfe auf Problemstellungen im Alltag von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen aufmerksam machen.

Ziel der Kampagne ist, mehr Bewusstsein für die Situation der Betroffenen in der Politik und auch der Öffentlichkeit zu erreichen. "Sagt Dir jemand, wieviel Du sparen darfst? Die Antwort auf diese Frage lautet für Menschen mit Behinderungen leider immer noch viel zu oft: Uns schon“, erklärt Stephan Heym, Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe. Zur Erklärung: Menschen mit Behinderungen dürften nicht mehr als 2.600 Euro ansparen, keinen Bausparvertrag und keine Lebensversicherung besitzen. Alles was über 2.600 Euro an Vermögen hinausgehe, müssten die Betroffenen für ihre Assistenzleistungen einsetzen. Auch das Einkommen und Vermögen der PartnerInnen werde herangezogen, falls die Person mit im Haushalt lebe. Altersarmut und die finanzielle Schlechterstellung einer Partnerschaft bzw. der Familie seien die Folge der aktuellen Gesetzeslage, so Heym weiter.

"Um diese Missstände sichtbar zu machen, haben wir eine Plakataktion entwickelt. Hier kann jeder mitmachen und weitere Plakatideen bei uns einreichen. Ziel der Kampagne ist es dabei, sowohl die Problemlagen der Betroffenen aufzuzeigen, als auch Lösungen und Auswege für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen anzubieten", so Stephan Heym. Infos zur Kampagne gibt's im Internet auf www.unsschon.de, www.facebook.de/unsschon und www.twitter.com/unsschon.

 

Lesermeinungen zu “Kampagne #unsschon wirbt für mehr Teilhabe” (1)

Von mheidelberg

Das ist eben falsch - genauso falsch wie die Petition von Constantin Grosch! Niemand verbietet Menschen mit Behinderung zu sparen!

Anders sieht es nur bei den - ich schätze mal 20-30 % - der Menschen mit Behinderung aus, die auf Assistenz oder andere personelle Hilfen angewiesen sind.

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