Teilhabe braucht Barrierefreiheit

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Irmgard Badura
Irmgard Badura
Bild: FOTOSTUDIO LAUER

München (kobinet) Teilhabe braucht Barrierefreiheit, betont heute die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung in einer Presseinformation über ihr gestriges Treffen mit Vertretern der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Irmgard Badura wollte schildern, "wie wichtig ein politisches Verankern von Barrierefreiheit im Gesetz ist, um wirklich für die gleichberechtigte Teilhabe von uns allen vorwärts zu kommen". Barrierefreiheit sei eine wesentliche Voraussetzung für gleichberechtigtes Miteinander. Der Abgeordnete Karl Holmeier lehnt dagegen gesetzliche Verpflichtungen für die Privatwirtschaft ab.

„Gerade für wenig sehende, blinde Menschen, wie auch mich selbst, ist es aufgrund ‚moderner' Menüsteuerung kaum noch möglich, ein Telefon, eine Waschmaschine oder ein Radiogerät selbständig zu bedienen. So stelle ich mir die Zukunft für uns alle nicht vor. Deshalb sehe ich auch die privaten Unternehmen in der Pflicht, barrierefreie, mindestens nach dem Zwei-Sinne-Prinzip arbeitende Angebote zu schaffen. Deshalb wünsche ich mir eine gesetzliche Verpflichtung von privaten Unternehmen und ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen", so Badura.

Der Abgeordnete Karl Holmeier meinte dagegen, mit der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes verpflichte sich der Bund in den Bereichen, für die er verantwortlich ist, Barrierefreiheit umzusetzen. "Im Bereich der Privatwirtschaft setzen wir auf konsensuale Lösungen. Inzwischen hat dort bereits ein Umdenken stattgefunden, Produkte und Dienstleistungen barrierefrei oder zumindest barrierearm anzubieten. Gesetzliche Verpflichtungen für die Privatwirtschaft wird es nicht geben", so Holmeier.

Lesermeinungen zu “Teilhabe braucht Barrierefreiheit” (2)

Von Demmler

Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit sondern ein Geschenk, das jedem Menschen in unserer Geselschaft,jederzeit genommen werden kann.
Barierefreiheit, ist generell in erster Linie eine haltungsfrage, im Bezug auf ein Positives Menschenbild.
Die einzigartigkeit jedes Menschen, in unserer Gesellschaft, zu Respektieren , Achten und zu Akzeptieren. Ist ein großes Problem in unserem Schubladen System in Deutschland. Wir legen uns selbst Steine in den Weg, denn es kann und darf nicht sein das wir die Achtung und den Respekt voreinander von der Höhe unserer Gehälter,den Ranglisten im Berufszweig, Menschen damit abhängig zu machen ob sie Ausgegrenzt ,(Menschen mit Behinderungen, Alte und kranke Menschen, Menschen die in der Pflege, Hauswirtschaft, Müll, usw.arbeiten ), oder Annerkennung ( Beamte, Manager, Führungskräfte, Arbeitgeber, Regierungen in Politik und Wirtschaft usw.) werden. Ausgrenzung, Akzeptanzlosigkeit, Missgunst,Heuchelei,Missgunst,Diskriminierung,Mobbing,Intoleranz, Hochmut, sind in erster Linie Haltungen, im Bezug auf ein Negatives Menschenbild. Diese Menschen die dies Täglich anderen Menschen zufügen, merken sind sich ihrer eigenen Behinderung nicht bewußt. Und dagegen sollte dringend etwas getan werden in unserer Gesellschaft. Zb. Wolfgang Schàuble, wenn er als Mensch mit Behinderung, kein Beamter währe würde er auch anders handeln. Stichwort Rente mit 70 Jahren.

Von SabSa

Wann werden es die Noch-nicht-Behinderten verstehen? Natürlich muss man die "Privaten" verpflichten. so wie in USA, Österreich, Japan zum Beispiel. Da hat es ja auch geklappt.
Bei der CSU hat es mit mehr Weiblichkeit in den Parteigremien ja auch erst nach Einführung der 40% Frauenquote geklappt :-)

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