Das Wutwort des Protesttages

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Am Brandenburger Tor, 4. Mai 2016, unten Sigi Arnade vor ihrem Statement
Am Brandenburger Tor, 4. Mai 2016, unten Sigi Arnade vor ihrem Statement
Bild: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Am Brandenburger Tor moderierte heute am Protesttag der blinde Radiomann Sascha Lang das politische Bühnenprogramm, bei dem ein Wort immer den stärksten Beifall bekam: "Wir lassen uns nicht länger verarschen!" Das begründeten in ihren knapp und präzise auf den Punkt gebrachten Statements Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, Raul Krauthausen von den Sozialhelden in Berlin und Dominik Peter vom Berliner Behindertenverband.

Bei der traditionellen "Runde mit den behindertenpolitischen SprecherInnen" der Fraktionen im Deutschen Bundestag ging es weniger einvernehmlich zu. Sozialdemokratin Kerstin Tack hatte nach den Reaktionen aus dem Publikum "wieder mal rumgeeiert" zum Teilhabegesetz. Darum beschlossen an die 100 Frauen und Männer, nach dem Protesttag noch zum Bundesministerium für Arbeit und Soziales weiter zu ziehen. Unter dessen Federführung war der massenhaft kritisierte Referentenentwurf erarbeitet worden, ohne die Vorschläge der im Gesetzgebungsprozess angeblich beteiligten "Experten in eigener Sache" ernst zu nehmen.

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