Einkommens- und Vermögensanrechnung erklärt

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: kobinet/omp

Berlin (kobinet) Es gibt nicht viele, die die genauen Regeln zur Anrechnung des Einkommens und Vermögens genau kennen, geschweige denn anderen verständlich erklären können. stern TV hat sich die Mühe gemacht, anhand der Beispiele von Nancy Poser und Raul Krauthausen ganz praktisch aufzuzeigen, wie die Regeln sind und wie ungerecht diese für behinderte Menschen und ihre PartnerInnen im Alltag sind.

Dabei machte Raul Krauthausen auch deutlich, dass diese Regelungen jeden treffen können, die im Laufe des Lebens eine Behinderung bekommen und auf Unterstützung angewiesen sind.

Link zum Fernsehbeitrag in stern TV vom 4. Mai 2016

Lesermeinungen zu “Einkommens- und Vermögensanrechnung erklärt” (4)

Von Dagmar B

Einen Vorgeschmack auf die viel beschworene große Lösung V III, die uns ja auch noch droht, kann man hier bekommen:
http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Streit-um-Sozialleistungen-mit-Jugendamt,sozialleistungen102.html
https://www.schulberatung.bayern.de/imperia/md/content/schulberatung/pdfobwest/dienstbesprechungen/db10_11/bay_jugendamt_mttbl_3_und_4_12_schulbegleitung.pdf
Zitat:
Was ist zu tun? Dabei zeichnen sich für die bayerischen Jugendämter auch zukünftig eine Vielzahl von Möglichkeiten ab. Eine Variante liegt in dem Versuch, Schulbegleitung als Eingliederungshilfe nur als Übergang zu gewähren und zusätzliche eine Hilfe zur Erziehung zu installieren. Damit kann zu einem späteren Zeitpunkt leichter eine Überführung in das eigene System mit besseren Steuerungsmöglichkeiten erfolgen. "
Zitat Ende
.......Förderschulzwang,Heimeinweisung und Zwangseinweisung in die Psychiatrie "inklusive "......
Tolle Inklusion!

Von Dagmar B

Es ist ein Problem, das das neue Gesetz von Frau Nahles einerseits als maßgebliche Verbesserung für Menschen mit Behinderung angekündigt wurde und gleichermaßen sofort die entstehenden Kosten mit aufgelisted wurden.Es ist auch ein Problem, wenn ein Gesetz, das in vielen Bereichen das Wunsch und Wahlrecht deutlich einschränkt und in keiner Weise die BRK umsetzt, überhaupt verabschiedet werden soll und Kosten verursachen soll, das ist rausgeschmissenens Geld.Leistungen zur sozialen Teilhabe gibt es nicht mehr, wenn der Bedarf durch Leistungen der medizinischen Rehabilitation oder Leistungen zur Arbeit erbracht werden können und der Bedarf identisch ist.Leistungen zum Erwerb praktischer Kenntnisse werden beschnitten auf Verselbstständigung und Arbeitsfähigkeit.Schulbegleiter können gepoolt werden , dadurch würde wieder massiv versucht werden, das Schulwahlrecht( also die Inklusion) zu unterwandern. Mit dem Gesetz werden Leistungen an die herkömmlichen Leistungserbringer( Lebenshilfe und Co) gebunden, individuelle Bedarfe ausgeschlossen.Bzw. individuelle Bedarfe müssen zukünftig noch mehr über den Rechtsweg erstritten werden.Persönliche Budgets in den Bereichen dürften noch mal schwieriger zu erreichen sein als ohnehin jetzt schon.Was vorwiegend in des Gesetz einfließt sind die Vorschläge des Landkreistages ,das Wunsch und Wahlrecht zur Kostendämmung massiv einzuschränken und der Leistungserbringer, möglichst ungehindert Geld aus den behinderten Menschen rauszuziehen.Ich kann verstehen, wenn Stern TV die Komplexität nicht sofort durchblickt, das wird jedoch auch an den Protagonisten liegen, die keine vernünftigen Informationen zur Verfügung stellen und dauerhaft stereotyp und selbstfixiert ausschließlich ein Thema abarbeiten.Von einer Juristin würde ich da deutlich mehr erwarten.

Von Ellen Herrmann

Wieder einmal werden wir Menschen mit Behinderung auf irgendwelche Kosten reduziert. Als bestünde der Wert eines Menschen nur aus dem was er kostet. Von einem Magazin wie Stern TV hätte ich mehr Differenzierung, mehr Niveau erwartet. Unser Staat und damit unsere Gesellschaft schämt sich nicht, Menschen ihr wohlverdientes Gehalt wegzunehmen. Welcher nicht behinderte Richter würde für 808 Euro auch nur eine Verhandlung führen? Keiner von uns hat es sich ausgesucht, Assistenz zu benötigen.

Von Gisela Maubach

Nur ist bedauerlicherweise auch bei stern TV schon wieder der Eindruck entstanden, dass der Entwurf zum Bundesteilhabegesetz nur aus den Regelungen der Anrechnung von Einkommen und Vermögen bestehen würde.
Ein Hinweis darauf, dass mit diesem Bundesteilhabegesetz ganze Personengruppen von vornherein von der Sozialen Teilhabe und von Assistenzleistungen ausgeschlossen bleiben sollen, fehlte da leider.

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