Geduld am Ende

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Ursula Lehmann
Ursula Lehmann
Bild: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Seit Jahren warten ehemalige Heimkinder von Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien, die dort Unrecht und Leid erfahren haben, auf eine angemessene Anerkennung und Hilfe ähnlich den Regelungen für ehemalige Heimkinder in der Kinder- und Jugendhilfe. Ursula Lehmann aus Berlin ist eine von vielen, die im Vorfeld des Treffens der MinisterpräsidentInnen mit der Kanzlerin am 16. Juni dafür kämpft, dass endlich eine gleichberechtigte Hilfe und Anerkennung beschlossen wird. Das Hin und Her der Zuständigkeiten nervt sie dabei besonders.

"Dem gegenwärtigen Stillstand Ihres Entscheidungsprozesses möchte ich entgegen treten und Sie mit dem beigefügten Presseartikel der TAZ vom 01.04.16 auffordern, endlich initiativ zu werden, sich an dem Fond HEIMERZIEHUNG zu beteiligen, um die Berliner misshandelten, ehemaligen Heimkinder in den stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe noch rechtzeitig vor dem Ableben zu entschädigen. Wir werden die politische Verzögerungstaktik nicht länger dulden und erwarten von Ihnen wirkungsvolle Schritte", schrieb Ursula Lehmann vor kurzem an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Die Reaktion, dass für die Heime der Behindertenhilfe die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales zuständig ist, empörte Ursula Lehmann, da sie das ewige Hin- und Herschieben der Zuständigkeiten satt hat. Denn seit Jahren hake es ständig daran, dass irgend wer mögliche Kompromisse blockiere. "Das muss endlich ein Ende haben", so Ursula Lehmann.

 

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