Veröffentlicht am 14.07.2026 05:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des Buches „Frech + Frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ von Udo Sierck Foto: Verlag Assoziation A
Hamburg Leipzig (kobinet) Das Deutsche Institut für barrierefreies Lesen hat das Buch von Udo Sierck mit dem Titel „Frech und Frei“ als Hörbuch übernommen. Zudem steht steht das Buch auf der hotlist für die Wahl zum Buch des Jahres aus deutschsprachigen unabhängigen Verlagen. Dies teilte Udo Sierck den kobinet-nachrichten mit. Zudem werde an einer Version des Buches in einfacher Sprache gearbeitet.
Veröffentlicht am 14.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Nancy Frind Foto: privat
Berlin (kobinet) Am 6. und 7. Juli 2026 fanden die Inklusionstage in Berlin statt. Für Nancy Frind, die sich u.a. für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen und die Rechte behinderter Frauen stark macht, waren es zwei bereichernde, inspirierende und impulsreiche Tage. Um an der Veranstaltung teilnehmen und ihrem ehrenamtlichen Engagement nachgehen zu können, hat sie bewusst Urlaub genommen. Vor Ort war ich gleich in mehreren Rollen vertreten: als Vertreterin des Landesverbandes Frauen mit Behinderung in Thüringen (LaFit) sowie als Mitwirkende im Projekt Budgetkompetenz, wie es im Rückblick auf die Inklusionstage von Nancy Frind heißt, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.
Veröffentlicht am 14.07.2026 04:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo zur Mailingliste pluspunkt Foto: Retina plus
Bonn (kobinet) Mit Pluspunkt hat der Verein Retina plus ein neues Selbsthilfeangebot ins Leben gerufen. Die kostenlose Mailingliste richtet sich an Menschen mit Netzhauterkrankungen, fortschreitendem Sehverlust und Sehbehinderungen sowie an Angehörige und Interessierte. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern und Betroffenen einen geschützten Raum für Fragen, gegenseitige Unterstützung und praktische Alltagstipps zu bieten.
Veröffentlicht am 13.07.2026 09:53 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Abseilaktion gegen Kürzungen und für Barrierefreiheit mit Rollstuhl in Berlin mit Transparent Foto: Fight Ableismus
Berlin (kobinet) „Krüppel die kämpfen, sind Krüppel die leben“. So steht es auf einem Transparent, das Aktivist*innen, die sich von einer Brücke im Berliner Regierungsviertel mit ihren Rollstühlen abgeseilt haben, bei ihrer Protestaktion am 8. Juli 2026 aufgehängt haben. „Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!“ heißt es dementsprechend auf der Internetseite von Fight Ableismus mit Informationen und Bildern von der Aktion, die in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause durchgeführt wurde. Am 9. Juli 2026 wurde dann von der Gruppe für direkte Aktion gegen Barrieren eine Meldung mit der Überschrift „Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen“ auf deren Internetseite und in den sozialen Medien verbreitet. Diese Aktionen machen den Ärger vieler behinderter Menschen über den schlechten Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz und über die unsäglichen Kürzungsdiskussionen auf dem Rücken der Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen deutlich.
Veröffentlicht am 13.07.2026 09:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wahlzettel mit Kreuz Foto: ISL
BERLI)N (kobinet) Im Herbst dieses Jahres stehen wieder einige Wahlen auf den Terminplänen der Politik. Dann wird auch die Barrierefreiheit der Wahllokale und des Wahlvorgangs insgesamt wieder stärker in den Fokus rücken. In einer Kleinen Anfrage haben Abgeordnete der Fraktion „Die Linke“ die Bundesregierung nach den barrierefreien Zugängen zu Wahlen für blinde und sehbehinderte Menschen gefragt. Die Antwort der Bundesregierung enthält neben der Auskunft, Blindenvereinen, welche die Herstellung und Verteilung von Stimmzettelschablonen übernommen haben, die hierfür aufgewandten notwendigen Ausgaben zu erstatten, weitere Angaben zur Verantwortlichkeit für die Barrierefreiheit von Wahllokalen und kann unter diesem Linknachgelesen werden.
Veröffentlicht am 13.07.2026 07:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat Randgruppenkrawall 2026 Foto: Randgruppenkrawall
München (kobinet) Dass der diesjährige Sommer nicht frei von Protesten behinderter Menschen für ihre Selbstbestimmung und Gleichstellung sein wird, ist angesichts der derzeitigen Debatten um Kürzungspläne und längst überfällige gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit vorprogrammiert. Den Disability Pride Monat, der im Juli begangen wird, nutzen auch die Organisator*innen des mittlerweile traditionellen Randgruppenkrawall, während dem am Samstag, den 18. Juli 2026 ab 15 Uhr in München auf dem Marienplatz laut gegen die geplanten Kürzungen der Regierung im sozialen Bereich und für die Unterstützung und das Rechte auf Selbstbestimmung protestiert wird. Redner*innen sind u.a. die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen, Daniela Maier, Mirko Bialas, Nancy Frind, Beate Jenkner, Brigitte Bührlen, Max Schwarz, Claudia Regemann, Jens Möllenhoff, Sabina Ahmed, Florian Schlund, Stefan Jagel, Chris Lily Kiermeier, Stefan Jagel, Bernd Endress, Brigitte Ziegler und natürlich die Veranstalterin Patricia Koller, wie es in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 13.07.2026 07:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Logo Nitsa 287×121 Foto: NITSA e. V.
Ulm (kobinet) Droht die Rückkehr zur alten Einkommens- und Vermögensanrechnung und warum jetzt Wachsamkeit gefragt ist? Darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Harry Hieb, Vorstandsmitglied im Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) sowie Sprecher für Fragen der Einkommens- und Vermögensanrechnung bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Denn auch das Thema der Anrechnung des Einkommens und Vermögens bei Leistungen der Eingliederungshilfe und Assistenz wird bei der derzeitigen Diskussion um Einsparungen nicht ausgenommen, wie im Interview mit Harry Hieb, der selbst Persönliche Assistenz nutzt, deutlich wird.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung Juli 2026 Foto: IGEL-Media
Schorndorf (kobinet) „Der Traum vom Schnupper-Tag als Bahn-Kundenbegleiterin“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 15. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Leire Waidmann. „Seit ihren Kindertagen hatte Leire Waidmann einen Traum: Einen Tag als Zugbegleiterin erleben. In dieser Folge von Lust auf Zukunftsplanung erzählt die Schweizerin von diesem eindrücklichen Schnuppertag, wie sie an ihrem Traum festhielt, wer alles zu ihrem Unterstützungskreis gehört und wohin sie eine Reise in Deutschland mit dem Zug unternommen hat“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Pride Parade am 13.7.2024 in Berlin Foto: Bündnis Pride Parade
Berlin (kobinet) Am 19. September 2026 findet wieder die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade in Berlin statt. Ab 15:00 Uhr werden an diesem Tag behinderte Menschen, Menschen mit und ohne psychiatrische Diagnosen und ihre Unterstützer*innen unterwegs sein. „Wir werden uns selbstbewusst so zeigen, wie wir sind, und gegen Diskriminierung demonstrieren. Mit dem diesjährigen Motto ’selbstbestimmt und laut!‘ wollen wir auf die Straße gehen und gesehen und gehört werden: Seit 1994 steht im Grundgesetz, dass niemand wegen seiner Behinderungen benachteiligt werden darf. Unser Alltag ist aber oft noch ein ganz anderer. Gerade angesichts der neueren politischen Entwicklungen, die vor allem ohnehin marginalisierte Personen gefährden, freuen wir uns über viele Unterstützer*innen, die mit uns laut sind!“ So heißt es in einer Ankündigung des Organisationsteams der Berliner Pride Parade.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Poster zu den anstehenden Podiumsdiskussionen Foto: ZSL Nord
KIel (kobinet) Am Mittwoch, den 15. Juli 2026, findet von 17:00 bis 18:30 Uhr die nächste Online-Podiumsdiskussion aus der Reihe „Meine Rechte durchsetzen! Rechtsvertretung für Menschen mit Behinderungen“ statt. Im Mittelpunkt stehen Barrieren in der Sozialverwaltung, insbesondere der Zugang zu Leistungen der Eingliederungshilfe. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem im SGB IX vorgesehenen Verfahren und der Praxis? Liegt das an personeller Unterbesetzung, oder steckt dahinter auch eine paternalistische Grundhaltung? Und was lässt sich verbessern? Zu Gast sind Jenny Bießmann und Uwe Frevert. Beide beraten seit vielen Jahren zu Teilhaberechten und kennen die Praxis der Sozialverwaltung aus eigener Erfahrung. Darauf hat Heiner Popken vom Zentrum für selbsbestimmtes Leben Norddeutschland (ZsL Nord), hingewiesen.
Veröffentlicht am 12.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sport ist für alle ein Erlebnis Foto: DBSJ
FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und das Nationale Paralympische Komitee begrüßen die im Bundeshaushalt 2027 vorgesehenen zusätzlichen Investitionen in den Spitzensport. Insbesondere die Stärkung der direkten Athletenförderung, die Mittel für den Aufbau des Zentrums für Safe Sport sowie die Anschubfinanzierung der Spitzensport-Agentur seien laut DBS-Vorstandsvorsitzendem Idriss Gonschinska wichtige Signale für die Weiterentwicklung des deutschen Leistungssports. Der Para Sport hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Internationale Erfolge, steigende Professionalisierung und eine wachsende gesellschaftliche Sichtbarkeit unterstreichen seine Bedeutung innerhalb des deutschen Spitzensports.
Veröffentlicht am 12.07.2026 05:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Die Evaluation des BeB-Modellprojekts „Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment im Teilhabe-/Gesamtplanverfahren“ bestätigt die Wirksamkeit einer guten Vorbereitung auf das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren. Zugleich verweisen sie auf den erheblichen Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Teilhaberechten im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes. Von 2023 bis 2026 unterstützte das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich auf ihr Teilhabe- beziehungsweise Gesamtplanverfahren vorzubereiten. Gemeinsam mit Expert*innen in eigener Sache, Fachkräften aus der Praxis und Theoretiker*innen, wurden Schulungen sowie barrierefreie Handbücher entwickelt. Die Materialien vermitteln Wissen über Rechte und Verfahrensabläufe und unterstützen dabei, eigene Wünsche, Ziele und Bedarfe zu formulieren. So heißt es in einer Presseinformaiton des evangelischen Fachverband für Teilhab (BeB).
Veröffentlicht am 11.07.2026 07:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Side view of an ambulance parked outdoors in Dresden, Germany. Foto: Oscar Ritter
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht im parlamentarischen Verfahren zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wichtige Verbesserungen, hält die finanziellen Probleme damit aber nicht für langfristig gelöst. Zwar wurden einige Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege aufgegriffen. Insgesamt bleibt das Gesetz aus Sicht des DRK jedoch hinter dem Notwendigen zurück und schafft keine verlässliche Grundlage für eine dauerhaft gute Versorgung. „Wir begrüßen, dass die Kritik der Wohlfahrtspflege im parlamentarischen Verfahren Gehör gefunden hat. Das zeigt, dass viele der vorgesehenen Kürzungen zu weit gingen. Die beschlossenen Änderungen reichen aber nicht aus, um Krankenhäuser, Pflegedienste, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen für Mütter, Väter und Kinder sowie andere Gesundheitsangebote dauerhaft wirtschaftlich abzusichern“, sagt Christian Reuter, DRK-Generalsekretär.
Veröffentlicht am 11.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Der Bundestag hat gestern das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beraten und verabschiedet. Der Bundesrat diskutierte ebenfalls intensiv über das Gesetz und verzichtete auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand erklärte dazu in Berlin: „Mit einem Kopf-durch-die-Wand-Verfahren hat die Bundesregierung in den vergangenen Tagen mehr als deutlich gemacht: Diese Reform soll trotz aller berechtigter Kritik jetzt durchgezogen werden. Die Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte deshalb leider absehbar nicht zu weiteren Verbesserungen, sondern nur zu weiteren Verzögerungen geführt. Klar ist: Die GKV-Finanzen müssen dringend stabilisiert werden. Wir wollen und dürfen nicht riskieren, dass die Krankenkassenbeiträge weiter steigen. Der Bund ist uns in den Verhandlungen über die GKV-Reform zwar auf den letzten Metern in einigen Punkten entgegengekommen. In der Summe bleibt das Gesetz aus meiner Sicht aber weit hinter dem zurück, was die Länder mit Blick auf die Krankenhäuser, Beitragszahlenden, Leistungserbringenden und Beschäftigten im Gesundheitswesen zu Recht eingefordert haben.“
Veröffentlicht am 11.07.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
Hamburg (kobinet) „Nach fast 20 Jahren haben wir entschieden aus den Kooperationen mit drei speziellen Sonderschulen auszusteigen. Im Schuljahr 2026/27 werden wir keine Anschluss- und Ferienbetreuung mehr anbieten. Unser Engagement an den Schulen endet mit den Sommerferien. Wir bedauern sehr diesen Weg gehen zu müssen. Für Leben mit Behinderung Hamburg ist ein guter Ganztag eine wichtige Voraussetzung, um Kinder und Jugendliche mit Behinderung bei ihrem Start in ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft zu begleiten. Seit 2024 sind wir mit der Schulbehörde im Gespräch, weil wir insbesondere für die Ferienbetreuung einen angemessenen Betreuungsschlüssel brauchen und um, für die Mitarbeitenden faire Arbeitsverträge nach Tarif zu erwirken. Die Schulbehörde zeigt sich nicht verhandlungsbereit und will unseren Vorschlägen nicht folgen.“ Dies teilte der Verein Leben mit Behinderung Hamburg mit.
Veröffentlicht am 10.07.2026 22:00 von Stephan Laux in der Kategorie Kolumne
Fußball im Netz Foto: gemeinfrei
Fladungen (kobinet) Das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026 ist nicht nur sportlich, sondern auch politisch gesehen eine Katastrophe. Hatte doch die Merz-Regierung inständig auf das Erreichen, mindestens des Halbfinales gehofft. Das Volk hätte gebannt an den Empfangsgeräten gehockt und man hätte überwiegend unbeobachtet ein Paket an sozial ungerechten Reformen durchwinken können.
So wird es schon wieder nichts mit einem „Sommermärchen“. Ein Begriff, der 2006 bei der WM im eigenen Land („Das Geld zu Gast bei Freunden“) geprägt wurde und der nun seine eigentliche Bedeutung offenbart.
Ein Märchen. Alles gelogen! Wie die Mär vom bösen Wolf, der bösen Stiefmutter und den ungehorsamen Kindern. Von inklusiven Paralympics, Special Olympics und der UN-BRK.
Aus der kobinet-Sportredaktion meldet sich unser Fußballexperte Stephan Laux. Selbst ein miserabler Fußballer verfügt er jedoch über ein hervorragendes Fachwissen und erklärt uns, was in der deutschen Nationalmannschaft und überhaupt in der Welt schiefläuft. Bert Vogts sollte neuer Bundestrainer werden und Sepp Maier die neue Nr. 1!
Veröffentlicht am 10.07.2026 11:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gruppenfoto der deutschen Sitzvolleyball-Nationalmannschaften Foto: DBS
FRECHEN (kobinet) Mit unterschiedlichen Voraussetzungen, aber viel Zuversicht starten die deutschen Sitzvolleyball-Nationalmannschaften in die Weltmeisterschaften vom 10. bis 17. Juli in Hangzhou (China). Insgesamt kämpfen jeweils 16 Männer- und Frauen-Teams um die Medaillen. Während die deutschen Herren erneut den Sprung unter die besten vier Nationen schaffen wollen, sehen die Frauen die WM als Standortbestimmung auf dem Weg zur Europameisterschaft 2027.
Veröffentlicht am 10.07.2026 10:55 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
BERLIN (kobinet) Der Bundestag hat am gestrigen Donnerstag den Gesetzentwurf zur Haftung bei Unfällen mit Elektrokleinstfahrzeugen im Straßenverkehr beschlossen (BT-Drs. 21/5871). Dazu erklärte die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Susanne Hierl: „Die Unfallzahlen mit E-Scootern sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Nach einem Unfall bleiben Geschädigte bislang aber zu oft auf ihrem Schaden sitzen. Denn bisher haftet in der Regel nur die Fahrerin oder der Fahrer. Gerade bei Mietrollern lässt sich nachträglich häufig nicht mehr feststellen, wer gefahren ist und den Roller gefährlich abgestellt hat. Das ist ungerecht. Deshalb schließen wir diese Lücke im Haftungsrecht. Künftig gilt bei E-Scootern die Halterhaftung“. Der Verbraucherschutzbeauftragten der Fraktion, Sebastian Steineke ergänzt:“Mit dem gestrigen Beschluss schließen wir eine Schutzlücke im Haftungsrecht. Wer durch einen E-Scooter geschädigt wird, soll künftig seine berechtigten Schadensersatzansprüche einfacher und verlässlicher durchsetzen können. Das stärkt den Opferschutz und sorgt für mehr Rechtssicherheit.“
Veröffentlicht am 10.07.2026 10:50 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
gb Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
DÜSSELDORF (kobinet) Nach Einschätzung des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen wird das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung nicht nachhaltig lösen, sondern die Belastungen zunehmend auf die Krankenkassen und Versicherten verlagern. Die Rückmeldungen der 425.000 Mitglieder in NRW zeigen: „Immer häufiger entstehen erhebliche Eigenanteile für Patientinnen und Patienten oder ihnen wurden kostenpflichtige Zusatzleistungen angeboten. Das gefährdet die Akzeptanz der solidarischen Krankenversicherung“, betont Horst Vöge.
Veröffentlicht am 10.07.2026 07:27 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) Die Redakteure Weis (für die kobinet-Nachrichten) und Kachelmann (für BILD) kommen zum selben Urteil: Ein „Scheißsommer“, so Meteorologe Kachelmann und „kriminelle Temperaturen“,(Willis Blick vom 1.Juli), bringen auf den Punkt, wofür einem im ersten Moment die Worte fehlen. Und lustig ist an dieser neuen BILD-kobinet-Einigkeit in puncto aktueller Klima-und Wetterkatastrophen-Diagnose gar nichts! Denn das Geschehen ist „tödlich“, für Menschen, Pflanzen, Tiere, sagt Kachelmann und auch darin muss ich meinem Redaktionskollegen bei der BILD-Zeitung leider zustimmen.
Veröffentlicht am 10.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Hublift am Bahnsteig mit einfahrendem Zug Foto: ISL Alexander Ahrens
BERLIN (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL hat den Rechtsstreit gegen die Deutsche Bahn (DB) verloren. Die ISL wollte erreichen, dass Ein- und Ausstiegshilfen nach entsprechender Voranmeldung zu allen Zeiten zur Verfügung gestellt werden, zu denen Züge rollen. Zwei Verwaltungsgerichte in Berlin gaben jedoch der Gegenseite Recht. „Das bedeutet, dass wir als behinderte Fahrgäste weiterhin vom guten Willen der DB abhängig sind und nicht reisen können wie alle anderen auch“, kritisiert die ISL-Geschäftsführerin Wiebke Schär. Seit März 2017 kämpft die ISL dafür, dass behinderte Reisende zu allen Zeiten, zu denen Züge fahren, diese auch nutzen können. Da die DB es bislang versäumt habe, barrierefreie Züge aufs Gleis zu setzen, seien ersatzweise Hublifte als angemessene Vorkehrungen vorgesehen.
Veröffentlicht am 10.07.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast zur Kraft in der Hand Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Die Kraft der Teilhabe steckt in deiner Hand“, so lautet die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei spricht der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Konstanze Hager, Gründerin und Geschäftsführerin von Exxomove, einem Unternehmen, das intelligente Assistenzsysteme entwickelt, die den Alltag von Menschen mit neurologischen oder körperlichen Einschränkungen nachhaltig verbessern sollen.
Veröffentlicht am 10.07.2026 05:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) „Hände weg vom IFG! – Retten Sie die Informationsfreiheit“, so lautet der Titel eines Offenen Briefs von 110 Organisationen an die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium und die Bundestagsabgeordneten im Innenausschuss. „Wir fordern, die im Koalitionsausschuss beschlossenen Pläne zur Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) zu stoppen“, heißt es in dem offenen Brief auf den die Humanistische Union die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 10.07.2026 04:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des Inklusical-Podcast Foto: Inklusical-Podcast
Berlin (kobinet) Pünktlich zum Disability Pride Month ist die erste Folge des neuen Musical-Podcasts Inklusical erschienen. Laura Mench und Melanie Eilert sprechen darin über Aspekte von Inklusion und Barrierefreiheit im Kontext von Musical- und Theateraufführungen. In der neu erschienenen ersten Folge dreht sich alles rund um das Thema Ticketkauf. Alle Folgen können auf Zencastr sowie auf Spotify und Apple Podcasts angehört werden, heißt es in einer Presseinformation zum neuen Podcast.
Veröffentlicht am 09.07.2026 12:34 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Menschenrechtsversprechen unter Vorbehalt? Foto: Ralph Milewski / KI
BERLIN (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe legt heute, einen Tag vor der parlamentarischen Sommerpause, ihre Bewertung zu den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und des Bundeskanzlers vom 25. Juni sowie des Bundessozialministeriums und der Sozialministerkonferenz vom 12. Juni 2026 vor. Diese haben weitreichende Reformvorschläge zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung sowie zur Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. „Alle Reformen müssen sich daran orientieren, was in der UN-Behindertenrechtskonvention und im Grundgesetz für Deutschland verbindlich festgelegt ist.“, erläutert Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a.D. „Es geht hierbei auch um die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, zum Beispiel wenn Wohnplätze einfach zugewiesen werden sollen. Daher ist es dringend nötig, Menschen mit Behinderung und ihre Verbände in den weiteren Prozess einzubeziehen.“
Veröffentlicht am 09.07.2026 12:27 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Emoji Inklusion Foto: Aktion Mensch
DÜSSELDORF (kobinet) Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Inklusionspreis 2026 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Der Preis zeichnet Projekte, Initiativen oder Organisationen aus Nordrhein-Westfalen aus, die zeigen, wie das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gut und vorbildlich gelingen kann. Der Bewerbungsschluss ist am 28. August 2026. Die Preise werden in den Kategorien „Inklusion und Arbeit“, „Inklusion und Sport“ und „Inklusion und Gesellschaft“ vergeben. Der 1. Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, der 2. mit 5.000 Euro und der 3. mit 4.000 Euro. Eine Jury, deren Mitglieder die preisvergebenden Organisationen sowie ein breites Spektrum des täglichen Lebens von der Selbstvertretung über Medien, Forschung, Politik bis hin zur Wirtschaft vertreten, entscheidet über die Preisvergabe. Darüber hinaus hat die Nordrhein-Westfalen-Stiftung den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis „Heimat ohne Hindernisse“ ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 4. November 2026 statt. Weiterführende Informationen zum Inklusionspreis, den Preiskategorien und zur Online-Bewerbung gibt es auf dieser Internetseite.
Veröffentlicht am 09.07.2026 12:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo zum Diskriminierungsschutz des NETZWERK ARTIKEL 3 Foto: NW3, Michael Möller
BERLIN (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und das Land Hessen haben eine Vereinbarung für gerechte Teilhabe und gegen Diskriminierung unterzeichnet. Hessen ist das zehnte Land, das gemeinsam mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung ein stärkeres Engagement gegen Benachteiligung vereinbart hat. Mit der Vereinbarung erklären sich beide Seiten dazu bereit, das gemeinsame Vorgehen gegen Diskriminierung zu stärken. Das Land macht es sich künftig verstärkt zur Aufgabe, die zivilgesellschaftliche Beratung vor Ort zu stärken. Um Erfolge transparent zu machen, veröffentlichen die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung und die Länder künftig pro Legislatur einen gemeinsamen Bericht über die Entwicklung der Antidiskriminierungsberatung in Deutschland.
Veröffentlicht am 09.07.2026 07:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logoi des Hessischen Koordinationsbüros Frauen mit Behinderung Foto: HKFB
FRANKFURT (kobinet) In Hessen leben rund 300.000 Frauen mit Behinderung, deren Lebensbedingungen sich, trotz eines in vielen Bereichen verbesserten Umfelds, oft von denen nichtbehinderter Frauen unterscheiden – aber auch von denen behinderter Männer. Das Hessische Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderungen (HKFB), das sich in Trägerschaft des Paritätischen Hessen befindet, setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Situation dieser Frauen ein. Die Hessische Landesregierung unterstützt daher auch die Arbeit des HKFB. Staatssekretärin Manuela Strube hat dem Büro am Dienstag in Frankfurt einen Zuwendungsbescheid über rund 90.000 Euro für das Jahr 2026 übergeben. „Das Koordinationsbüro leistet seit mehr als 30 Jahren wertvolle Arbeit für Frauen mit Behinderung. Das ist so wichtig wie wertvoll – für die Betroffenen, die Hilfe erfahren, aber auch im Sinne einer offenen, vielfältigen Gesellschaft, die Teilhabe ermöglicht. Deshalb freue ich mich, dass wir die Tätigkeit des HKFB weiter unterstützen können“, sagte Strube.
Veröffentlicht am 09.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Team D Award Foto: DBS
FRECHEN (kobinet) Nach der Premiere 2022 verleihen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr zum dritten Mal die Team D Awards. Mit den Awards werden Athlet*innen ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben. Dabei werden sowohl sportliche Leistungen als auch das Auftreten der Athletinnen und Athleten abseits des Wettkampfes berücksichtigt. Ab sofort können Fans und Mitglieder von Team D und Team D Paralympics noch bis zum 15. Juli in einer öffentlichen Wahl auf den Websites der Teams abstimmen. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt am 24. Juli im Rahmen eines Team D Abends in Hannover.
Veröffentlicht am 09.07.2026 06:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen Niedersachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
Hannover (kobinet) Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat vor kurzem gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Inklusion im Arbeitsleben vorgestellt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken und bestehende Hürden weiter abzubauen. Denn trotz des Fachkräftemangels sind im Juni 2026 allein in Niedersachsen etwa 15.800 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig belegen Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass sie auch bei geeigneter Qualifikation noch immer deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Menschen ohne Behinderung.
Veröffentlicht am 09.07.2026 05:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Am 12. Juni 2026 fand die Veranstaltung „Den Sozialstaat ökonomisch neu denken – Social Return on Investment“ in Berlin statt, die in Kooperation von Sozialverband VdK Deutschland (VdK), Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) organisiert wurde. Zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, einen fundierten Beitrag zur Diskussion um den Sozialstaat zu leisten und den ökonomischen und gesellschaftlichen Nutzen von Sozialleistungen herauszustellen. Welche Wirkung Sozialleistungen haben, wurde über den noch zu wenig angewendeten Ansatz des Social Return on Investment (SROI) erörtert. Von der Tagung liegt nun die Dokumentation vor.
Veröffentlicht am 09.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet) „Organisiert von Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen für Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen ist es Informationsveranstaltung und Community-Treffen in einem. Als Besucher*in hast du hier auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeit, dich zu verschiedenen Themen zu informieren und mit Gleichgesinnten auszutauschen. Den ganzen Tag über kannst du mit Unternehmen sowie Selbsthilfegruppen über verschiedene Krankheitsbilder und krankheitsspezifische Themen ins Gespräch kommen. Parallel dazu kannst du dich in vielfältigen Vorträgen und Workshops noch vertiefter über Themen wie z.B. Ernährung, mentale Gesundheit oder die Antragsstellung für einen Schwerbehindertenausweis informieren. Am Abend erwartet dich als Highlight des Tages eine Abendveranstaltung.“ Darum und um einiges mehr geht es beim Kämpferherzen-Treffen, das am 25. Juli 2026 im Kongress-Palais Kassel stattfindet und zu dem über 2.000 Teilnehmer*innen erwartet werden.
Veröffentlicht am 09.07.2026 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet) Die Vereine Weibernetz, Selbstbestimmt Leben in Nordhessen (SliN), das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen und eigenMächtig veranstalten am 14. Juli 2026 um 17.30 Uhr im Großes Bali Kino Kassel gemeinsam mit dem Bali Kino Kassel die Vorführung des Films LUISA mit anschließendem Gespräch. Darauf hat Martina Puschke vom Weibernetz die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 08.07.2026 16:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sören Pellmann – 2021-NEU Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag
BERLIN (kobinet) „Die Bundesregierung erklärt die Beteiligung zur bloßen Fassade. Beim Aufbau des Kompetenzzentrums sollen die betroffenen Verbände nicht verbindlich mitwirken, sondern nur informiert und angehört werden. Das ist kein ernst gemeintes Verständnis von Teilhabe.“, erklärt der Abgeordnete Sören Pellmann, Vorsitzender und behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag. Bundestagsabgeordneter Pellmann stellt in dem Zusammenhang weiter fest, dass das dies bei der Frage der Stellenbesetzungen und der organisatorischen Ausrichtung besonders deutlich wird. „Die Bundesregierung behält die Kontrolle über die wesentlichen Entscheidungen in der eigenen Hand. Selbstvertretungsorganisationen der gehörlosen Menschen werden damit auf einen Randplatz verwiesen, obwohl es gerade um ihre Sprache, ihre Lebenswirklichkeit und ihre fachliche Expertise geht.“, so Pellmann. Auch die Zusammenlegung von Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache ist aus seiner Sicht politisch falsch begründet. Statt die unterschiedlichen Anforderungen ernst zu nehmen, verweist die Bundesregierung vor allem auf Wirtschaftlichkeit und Synergieeffekte. Sören Pellmann: „Das ist Verwaltungsdenken von oben herab. Die Deutsche Gebärdensprache ist keine Nebensache und kein Anhängsel, sondern eine eigenständige Sprache mit eigener Kultur, eigener Geschichte und eigener Fachlichkeit.“
FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) blickt am 4. Juli auf seinen 75. Geburtstag – und wie relevant das Wirken des an Mitgliedern größten Behindertensportverbands der Welt ist, zeigt neben der Begeisterung rund um Paralympische Spiele auch ein Blick auf eine aktuelle Studie der Aktion Mensch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bemerkenswert ist, dass Sportvereinen der größte Stellenwert beigemessen wird, wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt geht – insbesondere von Menschen mit Behinderung. Das unterstreicht die Wichtigkeit des Engagements des DBS für Teilhabe und Inklusion auch über das Jubiläumsjahr hinaus. Der Deutsche Behindertensportverband sieht sich darin bestärkt, weiterhin einen Schwerpunkt seines Engagements darauf zu legen, dass Menschen mit Behinderung einen besseren Zugang zum Sport erhalten und es noch viel mehr möglichst wohnortnahe Angebote gibt.
BERLIN (kobinet) Der Bundestag stimmt am Freitag über die geplante Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung ab (GKV). Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht unter anderem vor, dass Tariferhöhungen in Krankenhäusern, in der häuslichen Krankenpflege und in der medizinischen Rehabilitation- und Versorgung künftig nicht mehr voll durch die GKV refinanziert werden. Eine ähnliche Regelung ist auch für die Pflegeversicherung geplant. Dazu erklären die Diakonie Deutschland, der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) und der Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch stellt in diesem Zusammenhang fest: „Freigemeinnützige ambulante Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen sind eine tragende Säule der wohnortnahen pflegerischen Versorgung. Mit ihren Reformplänen verschärft die Bundesregierung deren wirtschaftliche Lage massiv. Denn gerade dort ist die Tarifbindung besonders hoch. Die Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegedienste werden deshalb ihre Leistungen sehr wahrscheinlich großflächig einschränken müssen, um nicht in Insolvenzgefahr zu geraten. Das kann nicht das Ziel einer verantwortungsvollen und nachhaltig ausgerichteten Politik sein.“
Veröffentlicht am 08.07.2026 11:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Die Bundesregierung will den monatlichen Sofortzuschlag von 25 Euro für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche streichen. Dazu stellt die VdK-Präsidentin Verena Bentele fest: „Jetzt reicht es! Die Sparwut der Bundesregierung nimmt Kindern echte Startchancen. Ausgerechnet bei den Kindern zu kürzen, die am wenigsten haben, ist sozial- und familienpolitisch das völlig falsche Signal. Wer das tut, hat wirklich nichts verstanden. Ständig moniert die Bundesregierung, die Ausgaben für das Sozialsystem seien zu hoch. Doch wer vermeiden will, dass viele Erwachsene in die Grundsicherung rutschen, muss bei den Jüngsten ansetzen. Denn Statistiken zeigen: Aus armen Kindern werden arme Erwachsene. Statt Zuschläge zu streichen, sollte die Bundesregierung endlich wirklich etwas gegen Kinderarmut tun.“
Veröffentlicht am 08.07.2026 07:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Paketstation in Österreich Foto: BIZEPS
Wien (kobinet) Die von der österreichischen Post zugesagte Hinterlegung von Paketen in für Menschen mit körperlichen Einschränkungen gut erreichbaren Fächern ist ab sofort möglich. Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet. „Ab sofort sind Rollstuhlnutzende und andere Menschen mit körperlichen Einschränkungen mit einer Barriere weniger konfrontiert. Sie standen bisher oft vor dem Problem, dass ihre Paketsendungen in hoch gelegenen Fächern landeten, die ohne fremde Unterstützung unerreichbar waren. Ab sofort können ihre Lieferungen gezielt nur noch in Fächern im unteren Bereich hinterlegen lassen“, heißt es u.a. in dem Bericht.
Veröffentlicht am 08.07.2026 06:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Die geplante Finanzreform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht in dieser Woche in die letzte Beratungsrunde. Bevor der Bundestag darüber abstimmt, muss die Regierungskoalition noch deutlich nacharbeiten, fordert der Sozialverband VdK Deutschland. „Die Anfang der Woche bekannt gewordenen Nachbesserungen bei der Reform reichen nicht aus. Sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bundesregierung versucht, auf Kosten der Versicherten ihr Haushaltsloch zu stopfen“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Das GKV-Sparprogramm löst keine Probleme – dafür schafft es viele neue.“