Preisverleihung für Theaterwettbewerb zu "Euthanasie"-Opfern

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Logo: anders gedenken ON STAGE
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Bild: anders gedenken ON STAGE

Berlin (kobinet) Eine Preisverleihung des bundesweiten Theaterwettbewerbs zu Biographien von Opfern der NS-"Euthanasie" mit einer Aufführung des Siegerbeitrags findet am 1.Oktober um 18.30 Uhr im Kulturcentrum Die Weisse Rose, Martin-Luther-Straße 77 in 10825 Berlin statt. andersartig gedenken on stage ist ein Theaterwettbewerb der AG gedenkort-T4.eu zu Biographien von NS-"Euthanasie-Opfern. Bundesweit wurden dafür im Herbst 2015 Jugendtheater und inklusive Theatergruppen angesprochen, Bühnenstücke zu entwickeln und aufzuführen, die das Leben von Menschen ins Zentrum stellen, die aufgrund ihrer Behinderung oder ihrer psychischen Erkrankung in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.

Die Stiftung Parität gehört neben der Stiftung EVZ, der Bundesvereinigung Lebenshilfe und der Lebenshilfe Berlin zu den Wettbewerbsförderern. Eine unabhängige Jury wählte Anfang Juni 2016 aus 14 Einreichungen die sieben Preisträger aus. Am 1. Oktober 2016 um 18.30 Uhr findet im Kulturcentrum Die Weisse Rose die feierliche Preisverleihung mit Grußworten von Ulla Schmidt (Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags), Prof. Barbara John (Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Berlin) und Günther Saathoff (Vorstand der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"). Im Anschluss an die Vergabe der Preise wird der Siegerbeitrag "KÄTHE" live zu sehen sein.

KÄTHE – ein Opfer der Euthanasie in Nationalsozialismus

Grundlage der von Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Geschwister Scholl aus Bremerhaven entwickelten Produktion ist die Biographie Käthe Spreens, einer jungen Frau, die in Bremerhaven und Beverstedt gelebt hat. Käthe hatte, vermutlich nach einer versuchten Vergewaltigung, psychische Probleme und wurde aufgrund dessen mehrmals in die Heilanstalt in Lüneburg eingewiesen. 1941 wurde sie nach Hadamar gebracht und dort im Rahmen der Euthanasie-Tötungsaktionen ermordet. Ihr Tod war in der Familie lange ein Tabu, erst 2010 erfuhr die Kusine Henrita Lindner die traurige Wahrheit. Das Stück KÄTHE veranschaulicht sowohl das Schicksal Käthes als auch die Perspektive Henritas, die immer wieder nachfragt, was mit ihrer Kusine passiert sei, heißt es in der Ankündigung. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=grF8YPaO6V4&feature=youtu.be

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Melden Sie möglichen Unterstützungsbedarf an. Um Anmeldung bis zum 26. September wird gebeten per E-Mail an: stana.schenck@gedenkort-t4.eu

www.andersartig-gedenken.de

 

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