Blindenhilfe sozialhilfeunabhängig gestalten

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Symbol: Mensch mit Blindenstock
Symbol: Mensch mit Blindenstock
Bild: domain public

Berlin (kobinet) Das Thüringer Kabinett hat vor kurzem die Novelle des Landesblindengeldes gebilligt. Der von der Thüringer Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) vorgelegte Gesetzentwurf sieht die Erhöhung des Landesblindengeldes und die Einführung einer zusätzlichen Leistung für taubblinde Menschen vor. So wichtig dieser Schritt sei, so sehr sei auch der Bund gefordert, nicht nur die Eingliederungshilfe, sondern auch die Blindenhilfe sozialhilfeunabhängig zu gestalten, fordert der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

"Dass die Politik die Ungerechtigkeit der ungleichen Blindengeldleistungen in den verschiedenen Bundesländern erkennt, ist ein gutes Zeichen", kommentiert DBSV-Präsidentin Renate Reymann. "Selbstverständlich begrüßen wir die Thüringer Entscheidung. Wir sehen allerdings auch den Bund in der Verantwortung für einen auskömmlichen Nachteilsausgleich. Insofern erwarten wir, dass mit dem Bundesteilhabegesetz nicht nur die Eingliederungshilfe, sondern auch die Blindenhilfe sozialhilfeunabhängig wird."

Das Thüringer Landesblindengeld soll dem Kabinettsbeschluss zufolge in drei Stufen auf 400 Euro monatlich erhöht werden. In der ersten Stufe wird das Blindengeld rückwirkend zum 1. Juli 2016 auf 320 Euro angehoben. Die weiteren Erhöhungen erfolgen am 1. Juli 2017 auf 360 Euro und am 1. Juli 2018 auf 400 Euro. Taubblinde Menschen erhalten ab dem 1. Juli 2016 zusätzlich 100 Euro pro Monat.

 

 

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