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Senkung der Regelsätze eine Absage erteilen

Logo des Gesamtverband des Paritätischen
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Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Zu den Vorschlägen von Alexander Dobrindt, die Regelsätze im Bürgergeld zu senken, stellt Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Joachim Rock, fest, dass er dieses Gedankenspiele als sozial ignorant bewertet, da diese Vorschläge die Lebenssituation der Betroffenen verkennen. „Die Regelsätze wurden seit 2024 nicht erhöht,“ so Joachim Roch, „die Lebenshaltungskosten sind seitdem deutlich gestiegen sind. Menschen in der Grundsicherung verfügen in aller Regel über keine nennenswerten Rücklagen. Preissteigerungen treffen sie deshalb unmittelbar und mit voller Wucht. Das Existenzminimum ist verfassungsrechtlich garantiert. Es darf nicht zur Verfügungsmasse für Haushaltskonsolidierung werden. Schon heute sind die Regelsätze unzureichend und werden durch die geltende Berechnungsmethode systematisch kleingerechnet. Wer Leistungen weiter kürzt, verschärft Armut, erhöht die soziale Verwundbarkeit von Millionen Menschen und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für Kürzungen gibt es weder sozialpolitisch noch verfassungsrechtlich einen Spielraum. Notwendig ist vielmehr eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze. Sollte die Bundesregierung tatsächlich Kürzungen auf den Weg bringen, werden diese unmittelbar Gegenstand der sozial- und verfassungsrechtlichen Prüfung sein, zu recht.“

Schlichtungsstelle BGG legt Jahresbericht 2025 vor

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Der neunte Jahresbericht der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) – kurz Schlichtungsstelle BGG – ist veröffentlicht. Die Zahl der eingegangenen Anträge bei der Schlichtungsstelle BGG ist 2025 weiter stark angestiegen: Im Berichtsjahr gingen 436 Anträge auf Schlichtung ein, das ist ein Anstieg um 32 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die steigende Tendenz aus den Jahren davor fort. Die Schlichtungsstelle BGG bietet Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, in Konflikten vor allem mit öffentlichen Stellen des Bundes konkret zu helfen – vor allem wenn es um Fragen der Barrierefreiheit und Benachteiligung geht – und sich ohne Gericht zu einigen. Mittlerweile hat sie seit ihrem Bestehen 2016 insgesamt mehr als 2.150 Anträge (Stand Juni 2026) bearbeitet.

Menschen mit Behinderung sind besonders von Kürzungen in der humanitären Hilfe betroffen

Abgemagerter dunkelhäutiger junger Mann sitzt auf einem Stein an einer Wand gelehnt. Vor ihm liegen eine leere Flasche und weiteres Gerümpel
In Uganda leben hunderttausende Geflüchtete aus Sudan oder DR Kongo. Vor allem Menschen mit Behinderung bekommen weniger Unterstützung.
Foto: Infomercial Media / HI

MÜNCHEN (kobinet) Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni warnt die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) : Menschen mit Behinderung, die fliehen müssen und in einem Flüchtlingslager leben, sind besonders von den massiven Kürzungen in der humanitären Hilfe betroffen. Es fehlen Hilfsmittel, medizinische Versorgung oder barrierefreie Angebote. Viele Geberländer haben ihre Beiträge zur humanitären Hilfe drastisch gekürzt, während der Bedarf weiter steigt. Internationale Hilfe ist für Menschen mit Behinderungen, die oft zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen gehören, überlebenswichtig. Beispiel Uganda: Es gibt weniger Lebensmittel für Menschen mit Behinderung. Vor Ort sehen die Teams von Handicap International, dass Projekte mit Maßnahmen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen eingestellt werden mussten. Als direkte Folge der gekürzten Mittel bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf gefährliche Alternativen zurückzugreifen: Verzicht auf Mahlzeiten, Kinderarbeit, Betteln oder sogar Prostitution.

Lebenshilfe: Behindertengleichstellungsgesetz im parlamentarischen Verfahren nachbessern

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet) Anlässlich der Anhörung zur Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes am 22. Juni 2026 fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe die Mitglieder des Bundestages nachdrücklich auf: „Nutzen Sie das parlamentarische Verfahren, um die bestehenden Schutzlücken im Gesetzentwurf zu schließen!“ Mit den Neuregelungen wollte die Bundesregierung die Barrierefreiheit stärken und dabei erstmals auch private Unternehmen einbeziehen. Der aktuelle Entwurf bleibt jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Zwar sollen Menschen mit Behinderung gegen private Unternehmen nun endlich einen ausdrücklichen Rechtsanspruch auf die im Einzelfall benötigte Hilfe haben, um bestehende Barrieren zu überwinden (sogenannte „angemessene Vorkehrungen“). Der Anspruch umfasst jedoch keine Veränderungen an Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen, unabhängig davon, wie einfach und preisgünstig sie umgesetzt werden könnten.

Aktion Mensch ruft auf: Jetzt gemeinsam laut werden – komm zur Demo gegen die BGG-Reform

Logo: Aktion Mensch
Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, an der jede*r gleichberechtig teilhaben kann. Dein Engagement ist dabei ein wichtiger Faktor. Nur dadurch konnten wir gemeinsam mit unserer Förderung schon so viel bewegen! Diese Leidenschaft für Inklusion benötigen wir nun noch an anderer Stelle. Denn auf politischer Ebene fallen die aktuellen Entwicklungen leider weniger positiv aus: Die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Sie droht, echte Barrierefreiheit im privaten Bereich weiter aufzuschieben. Statt klarer Verpflichtungen setzt der Entwurf vor allem auf Freiwilligkeit. Ohne wirksame Sanktionen für Unternehmen. Das reicht nicht! Für viele Menschen mit Behinderung bedeutet das weiterhin Ausgrenzung im Alltag. Deshalb formiert sich unter dem Hashtag #NichtMeinGesetz aktuell breiter Protest, den auch wir als Aktion Mensch unterstützen: Am 22. Juni (14.00 – 17.00 Uhr) findet eine Demonstration vor dem Paul-Löbe-Haus in Berlin statt – parallel zur Anhörung im Bundestag. Es ist eine der letzten Chancen, Einfluss auf den Gesetzentwurf zu nehmen, bevor er im Juli beschlossen werden soll.“ So heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Komm vorbei, setz ein Zeichen und bring deine Perspektive ein! Gemeinsam können wir laut und sichtbar für echte Barrierefreiheit eintreten.“

bifos-Tagung: Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen

Tagungsplakat des bifos
Tagungsplakat des bifos
Foto: bifos

Kassel (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) und das Projekt „Aktiv Teilhabe gestalten“ des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) laden am 16. und 17. Oktober 2026 nach Kassel zur Tagung „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen“ ein. „Wir erleben derzeit, wie ausgrenzende, ableistische und rechte Einstellungen wieder stärker werden. In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskussionen geraten Teilhabe, Selbstbestimmung und Rechte zunehmend unter Druck. Viele Aktivist*innen und Selbstvertreter*innen berichten außerdem von Anfeindungen im Alltag, in sozialen Medien oder bei öffentlichen Events. Mit unserer zweitägigen Veranstaltung wollen wir Raum schaffen, um über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und darüber diskutieren, wie wir uns gegenseitig stärken und solidarisch handeln können“, heißt es in der Ankündigung der bundesweiten Veranstaltung, für die nun die Anmeldung möglich ist.

Die Pflegereform geht an der Realität vorbei

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Foto: ht

Bremen (kobinet) „Die Pflegereform geht an der Realität vorbei“, so titelt Julia Jung, Pflegedienstleitung des Martinsclub Bremen, einen Pressekommentar, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen. „Menschen mit Behinderung dürfen nicht die Leidtragenden der Pflegereform sein, meint Julia Jung.

Bewohnenden-Selbstvertretung stärken: 101 Teilnehmende bei landesweiter Konferenz in Mainz

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Foto: Susanne Göbel

Mainz (kobinet) Mit 101 Teilnehmenden aus ganz Rheinland-Pfalz stößt die Konferenz der Bewohnenden-Vertretungen auf großes Interesse. Am 2. und 3. Juli 2026 treffen sich Bewohnenden-Vertretungen und ihre Unterstützungspersonen im Erbacher Hof in Mainz, um sich zu Selbstvertretung, Mitbestimmung und Teilhabe auszutauschen. Bewohnenden-Vertretungen sind die gewählten Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen, die in besonderen Wohnformen leben. Als Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter setzen sie sich für die Anliegen ihrer Mitbewohnerinnen und Mitbewohner ein und wirken an Entscheidungen im Wohnalltag mit. Die Konferenz wird im Rahmen des dreijährigen Projekts „Bewohnenden-Vertretungen stärken und vernetzen“ der LAG Selbsthilfe Rheinland-Pfalz durchgeführt und von der Aktion Mensch gefördert. Ziel des Projekts ist es, Bewohnenden-Vertretungen in besonderen Wohnformen zu stärken, ihre Vernetzung auszubauen und die Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen zu fördern.

An der Demokratie spart man nicht!

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Foto: Pressefoto MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet) „Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen – das sind keine ideologischen Spielwiesen, sondern Kernaufgaben unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Projekte, die sich dieser unverzichtbaren Arbeit widmen, verdienen die verlässliche Unterstützung unseres Staates. Umso schädlicher ist die schwelende Debatte über die Streichungen von bewilligten Mitteln beim Förderprogramm ‚Demokratie leben!‘. Die Einstellung von bisherigen Programmbereichen und die intransparente Kommunikation zu geplanten Änderungen durch das Bundesministerium lösen spürbar Unruhe aus.“ Das betont die rheinland-pfälzische Frauenministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich der heute am 18. Juni 2026 beginnenden Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) in Dresden. Dort stehen das Förderprogramm und die Kritik an den Kürzungsplänen von Seiten der Bunderegierung auf der Tagesordnung.

Studie soll unsichtbare Not von MSA-Familien und Hinterbliebenen beleuchten

Buchstaben MSA in gelber Farbe geschrieben, dahinter das Wort leben in dunklen Buchstaben
Logo von MSA-Leben
Foto: MSA Leben

BREMEN (kobinet) Während die Nervenkrankheit Parkinson gesellschaftlich präsent ist, trifft die neurodegenerative Erkrankung Multisystematrophie (MSA) statistisch nur fünf von 100.000 Menschen in Deutschland. Sie ist somit 85-mal seltener. Hinter den bundesweit rund 4.200 Betroffenen steht jedoch immer ein ganzes, oft hochbelastetes Familiensystem: schätzungsweise 15.000 Angehörige und im Haushalt lebende Personen sowie eine in der Sozial- und Pflegepolitik fast völlig vergessene Gruppe – die Hinterbliebenen, die die schwere Pflege über viele Jahre hinweg im Hintergrund getragen haben.  Weil die Erkrankung so extrem selten ist, fehlen im deutschen Gesundheits- und Pflegesystem flächendeckend Daten zur Realität der Betroffenen. Um diese Lücken bei Pflegegrad-Verfahren, Hilfsmittelversorgung und Alltagsunterstützung systematisch sichtbar zu machen, führt die Initiative MSA Leben aktuell die bundesweite Erhebung „MSA Bedarfs-Spiegel 2026“ durch. Ab sofort können Betroffene, pflegende Angehörige und ehemalige Pflegende an einer DACH-weiten Online-Befragung teilnehmen. Das ist über separate Fragebogenversionen für Erkrankte, Pflegende und ehemalige Pflegende über diese Internetseite möglich.

LiGA Selbstvertretung fordert wirksame Regelungen zur Barrierefreiheit

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Im Vorfeld der Anhörung des Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales zu Änderungen des Behindertengleichstellungsgesetz fordert die LIGA Selbstvertretung von den Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD wirksame Änderungsanträge zur Verbesserung des mangelhaften Gesetzentwurfs der Bundesregierung. Vor allem müssten die Abgeordneten sich klar dazu bekennen, dass Unternehmen zukünftig zu konkreten Maßnahmen zur Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen zur Teilhabe behinderter Menschen gesetzlich verpflichtet werden.

Demonstration zur Anhörung des Behindertengleichstellungsgesetz am 22. Juni 2026 in Berlin

Plakat zur Demo am 22. Juni 2026 zur BGG-Reform
Plakat zur Demo am 22. Juni 2026 zur BGG-Reform
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) „Drinnen wird über das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) gesprochen. Draußen zeigen wir: Dieses Gesetz ist nicht unser Gesetz“, so heißt es auf dem Plakat zur für den 22. Juni 2026 von 14:00 bis 17:00 Uhr geplanten Demonstration vor dem Paul-Löbe-Haus in Berlin. Auch wenn es an diesem Tag bei der Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales darum geht, welche Änderungsanträge zum heftig kritisierten Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz letztendlich von den Bundestagsfraktionen gestellt werden, geht es bei der Demonstration um weit mehr als die Frage, ob private Unternehmen zukünftig zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen verpflichtet werden. „Denn der Angriff kommt von 3 Seiten gleichzeitig! Barrierefreiheit bleibt freiwillig, Assistenz wird gekürzt, Pflegende Angehörige werden belastet“ heißt es dazu auf dem Plakat zur Demo auf das René Schaar die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Online-Fachtag: Inklusion über den Tellerrand: Globale Teilhabe gestalten – Vernetzen, austauschen, kooperieren

Weltkarte
Weltkarte
Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Essen (kobinet) Das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) und weitere Kooperationspartner*innen laden ein zum digitalen Fachtag „Inklusion über den Tellerrand: Globale Teilhabe gestalten – Vernetzen, austauschen, kooperieren“, der am 25. Juni 2026 von 10:00 – 14:00 Uhr, stattfinden wird. Das Programm kann über folgenden Link erreicht werden: Fachtag Inklusion über den Tellerrand. „Wie können wir Inklusion und globale Gerechtigkeitsarbeit stärker miteinander verbinden? Mit dem Online-Fachtag bringen wir interessierte Menschen aus Inklusion und Eine Welt-Arbeit zusammen. Ziel ist es, sich zu vernetzen, Erfahrungen zu teilen und neue Kooperationen anzustoßen“, heißt es in der Ankündigung.

PARAVAN auf der IRMA

Messestand mit einem dunklen großen Auto mit geöffneten Türen. Am Messestand sind Besucherinnen und Besucher mit und ohne Rollstuhl zu sehen
Am Messestand der PARAVAN GmbH
Foto: PARAVAN GmbH

KARLSRUHE (kobinet) Mit dem umgebauten VW New Caravelle Extended präsentiert Paravan auf der IRMA seinen neuesten Fahrzeugumbau für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Das Fahrzeug kann sowohl als Selbstfahrer- als auch als Mitfahrlösung eingesetzt werden und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten moderner Fahrzeuganpassungen – vom Einstieg über einen Kassettenlift bis hin zum tiefergelegten Fahrzeugboden und der Extended-Version mit zusätzlicher Innenhöhe. Dieses Fahrzeug präsentiert Paravan auf der vom 18. bis zum 20. Juni 2026 stattfindenden Messe IRMA in Hamburg und informiert über seine ganzheitlichen Mobilitätslösungen für Menschen mit Behinderung. Neben der neuen VW New Caravelle Extended gibt es Informationen zur Paravan Fahrschule mit Fahrproben vor Ort sowie individuellen Fahrzeuganpassungen und Mobilitätsberatung. Das steht alle im Mittelpunkt des Messeauftritts des Unternehmens in Halle A3, Stand G02.

Uber Assist – Neuer Dienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität startet in Nordrhein-Westfalen

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Foto: Susanne Göbel

Düsseldorf (kobinet) Uber, die Plattform für Mobilität, weitet ihr Engagement für barrierearme Fortbewegung aus und bringt Uber Assist nach Nordrhein-Westfalen. Nach dem erfolgreichen Start in Berlin und München können nun auch Düsseldorfer*innen und Kölner*innen mit eingeschränkter Mobilität auf Knopfdruck Unterstützung für ihren Alltag buchen – ohne Aufpreis zum klassischen UberX, heißt es in einer Presseinformation von Uber.

REHADAT kompakt zu Integrationsbetrieben

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Köln (kobinet) Die neueste Ausgabe von REHADAT kompakt zu Integrationsbetrieben enthält einen kurz gefassten Überblick und richtet sich an alle Betroffenen und am Thema „berufliche Teilhabe“ Interessierten. Darauf hat Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten hingewiesen.

Sächsische Verfassung jetzt auch in Leichter Sprache

Wappen Bundesland Sachsen
Wappen Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Der Landtagspräsident Alexander Dierks und der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, haben gemeinsam die Sächsische Verfassung in Leichter Sprache vorgestellt. Sachsen ist somit nach Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das vierte Bundesland, das seine Verfassung auch in Leichter Sprache herausgegeben hat. Die Verfassung in Leichter Sprache wurde in einer Auflage von 5.000 Stück herausgegeben und kann bei der Publikationsdatenbank des Freistaates kostenlos bestellt werden. Die barrierefreie PDF-Version ist auf den Internetseiten des Sächsischen Landtags sowie des Landesinklusionsbeauftragten unter diesem Link abrufbar.

Betroffenenperspektive zeigt Mängel deutlicher

Portrait eines jungen Mannes mit dunklen Haaren Bart und Brille im blauen Hemd und grauem Jacket
Leon Benjamin Fuchs
Foto: Leon Benjamin Fuchs

BONN (kobinet) Wenn im Leben von den vielfältigen Barrieren betroffen ist, macht häufig die Erfahrung: „Gut gewollt, aber nicht gut gemacht“. Dies bestätigt auch Leon Benjamin Fuchs. Er ist Inhaber der Beratung Barrierefrei Fuchs in Bonn und ist selbst Rollstuhlnutzer. Seit Mai 2026 ist er mit seinem Unternehmen in der operativen Phase. Mit dem HotelBarriereCheck und dem GastroBarriereCheck besucht er Betriebe als Gast oder in offener Absprache, dokumentiert Barrieren und liefert einen schriftlichen Bericht mit Handlungsempfehlungen auf Grundlage der DIN 18040. Die fachliche Bewertung nimmt er dabei selbst vor – keine Checkliste ohne Kontext, keine Delegation an Externe. So analysiert er Hotels, Restaurants und andere Betriebe persönlich auf ihre Zugänglichkeit. Sein Maßstab ist nicht allein die Norm, sondern die gelebte Erfahrung: Was bedeutet es, täglich auf Barrieren zu stoßen, die auf dem Papier gar nicht existieren sollten. So vermittelt er seinen Kunden nicht nur ein umfassendes Verständnis für Barrierefreiheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, sondern bietet auch engagierte Unterstützung auf dem Weg zu inklusiveren Lebens- und Arbeitswelten.

Bundesarbeitsgemeinschaft fordert finanzielle Entlastung durch den Bund

Geldscheine
gb Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

KÖLN / MÜNSTER (kobinet) Die Hauptversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) hat ihren Vorsitzenden Dirk Rist, Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Die Delegierten der 23 Mitgliedsorganisationen sprachen Rist in ihrer Hauptversammlung in Münster erneut das Vertrauen aus und setzen damit auf Kontinuität an der Spitze des Verbandes. Die diesjährige Hauptversammlung stand insbesondere im Zeichen der aktuellen Reformdiskussionen auf Bundesebene zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe und der Pflege. Die BAGüS sieht dabei mit großer Sorge, dass neue gesetzliche Regelungen zu erheblichen Mehrbelastungen für die kommunale Ebene und Länder führen und fordert den Bund dazu auf, die Leistungsträger finanziell spürbar zu entlasten und sich an den Kosten zu beteiligen.

Die Spiele sind eröffnet

Ein junger Mann und eine junge Frau mit grüner Sportkleidung entzünden das Feuer an einer Feuerschale
Jesse Veit und Hanna Hohe entzünden die Flamme der Hoffnung
Foto: SOD/ Sascha Klahn

SAARBRÜCKEN (kobinet) Am Montagabend um 21.34 Uhr haben die Basketballspieler Hanna Hohe und Jesse Veit und ein Unified Partner im Saarbrücker Ludwigsparkstadion vor rund 16.000 Zuschauern das Feuer, die Flamme der Hoffnung, entzündet. Gut zehn Minuten davor hatte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland für eröffnet erklärt. Stellvertretend für die 4.300 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland und weiteren zwölf Nationen legten Hanna Hohe und Jesse Veit den Special Olympics Eid ab und versprachen: „Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ Den Eid für die Trainerinnen und Trainer sprach Michaela Haupenthal, den für die Kampfrichterinnen und Kampfrichter legte Frank Bischoff ab. Zum Song „We are familiy“ liefen die Vertretungen der Bundesländer und der internationalen Delegationen aus zwölf Ländern ins Stadion, zum Schluss der Gastgeber Saarland. Die 27 Sportarten wurden mit Symbolen und den jeweils ausrichtenden Städten vorgestellt. Schwimmen wird im französischen Forbach ausgerichtet, keine zehn Kilometer Luftlinie von Saarbrücken entfernt. So werden Grenzen überwunden: Das Saarland denkt europäisch.

Lebenshilfe: Noch ein Spargesetz ist eins zu viel

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Besorgt blickt die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf die Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, die nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht wurden. Hierin sind die Ergebnisse eines im Koalitionsvertrag vereinbarten Dialogprozesses zwischen Bund, Ländern und Kommunen festgehalten. Die Empfehlungen bereiten eine Reform der Eingliederungshilfe vor, mit denen Menschen mit Behinderung neben der Pflegereform weiter belastet würden. Insgesamt sollen individuelle Leistungen der Eingliederungshilfe nur noch die Ausnahme sein. Überdies soll die tarifliche Entlohnung in der Eingliederungshilfe auf den Prüfstein – wie aktuell auch in der Pflegereform vorgesehen, heißt es vonseiten der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Seit längerem wird über mögliche Reformen der Eingliederungshilfe diskutiert. Hierzu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit der Arbeits- und Sozialminister*innenkonferenz (ASMK) einen sogenannten Dialogprozess durchgeführt. Nun hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite die mit großem Interesse erwarteten „Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe“ veröffentlicht. In dem 17seitigen Ergebnispapier des Dialogprozess Eingliederungshilfe wurden Empfehlungen in den Bereichen Leistungen, Verwaltungsverfahren/Gesamtplanverfahren/Bedarfsermittlung, Vertragsrecht und Steuerung erarbeitet. Die Vorschläge für die notwendigen Rechtsänderungen sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Die Ergebnisse der Prüfaufträge werden ebenfalls in diesem Jahr an die Teilnehmenden berichtet, wie es in der Einleitung des Papiers haißt.

Aktion Mensch schlägt Alarm: Gesellschaftlicher Zusammenhalt bröckelt – Menschen mit Behinderung trifft es zuerst

Logo: Aktion Mensch
Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Menschen mit Behinderung erleben in nahezu allen Lebensbereichen weniger Zugehörigkeit als die Gesamtbevölkerung. Sie verfügen seltener über stabile Unterstützungsnetzwerke und nehmen die Gesellschaft deutlich stärker als gespalten wahr. Das belegt eine Studie der Aktion Mensch unter Menschen mit Behinderung zu ihren Erfahrungen in Bezug auf Teilhabe, Vertrauen und Demokratie. Inhaltlich orientiert sich die Erhebung an der bevölkerungsrepräsentativen Zusammenhaltsstudie von ARD, ZDF und Deutschlandradio, um die Ergebnisse, mit denen der Gesamtbevölkerung vergleichen zu können. Denn: „Wer wissen will, wie es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, muss auf diejenigen schauen, die strukturell benachteiligt werden und damit marginalisiert sind. Die Befragung zeigt: Inklusion ist kein Nischenthema, sondern zentral für eine stabile Demokratie. Wo Menschen sich nicht zugehörig fühlen, gerät der Zusammenhalt insgesamt unter Druck“, erklärte Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch.

VdK-Umfrage: Mehrheit fordert strengere Regeln für E-Scooter

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

Berlin (kobinet) Anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Reform der Haftungsregeln für E-Scooter, die am 11. Juni 2026 im Deutschen Bundestag stattfand, hat der Sozialverband VdK die Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage veröffentlicht. Die Befragung zeigt: Die Menschen in Deutschland erwarten von der Politik deutlich strengere Regeln für E-Scooter. E-Scooter sorgen in vielen Städten zunehmend für Aufregung. Der Sozialverband VdK hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer Umfrage beauftragt, um herauszufinden, wie die Menschen in Deutschland die aktuelle Situation einschätzen und welche Maßnahmen sie von der Politik erwarten. Demnach bevorzugen 57 Prozent der Befragten zusätzliche Regulierungen bei der Nutzung von  E-Scootern, für ein komplettes Verbot sind weitere 18 Prozent. Ein gutes Drittel der Befragten (36 Prozent) spricht sich für eine „etwas stärkere“ Regulierung aus, zum Beispiel für feste Parkzonen für E-Scooter, während 21 Prozent sich sogar eine „deutlich stärkere“ Regulierung wünschen. Damit ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag für die Politik.

Bundesweite Kampagne #NichtamMenschensparen gestartet

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

Berlin (kobinet) Mitglieder des evangelischen Bundesfachverbandes für Teilhabe (BeB) in Baden-Württemberg haben die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe initiiert. Der BeB trägt diese Initiative auf die Bundesebene und ruft gemeinsam mit seinen Mitgliedern dazu auf, sich aktiv gegen Leistungskürzungen einzusetzen. Kürzungen gefährden die Teilhabe: In allen Bundesländern stehen Leistungen für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung unter Druck. Teilweise wurden bereits Kürzungen vorgenommen, andernorts werden sie diskutiert. Diese Entwicklung gefährdet die gesellschaftliche Teilhabe und hat gravierende Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen. Gleichzeitig bleibt übermäßige Bürokratie als zentraler Kostentreiber des Bundesteilhabegesetzes weitgehend unberücksichtigt, heißt es in einer Presseinformation des Verbands.

therapie MÜNCHEN 2026 mit gewachsenem Angebot

Foto mit einem Blick auf die Innenstadt von München
Stadtansicht von München
Foto: Pixabay/12019

LEIPZIG / MÜNCHEN (kobinet) Praxisnah, interaktiv und deutlich gewachsen: Die therapie MÜNCHEN geht ihren nächsten Entwicklungsschritt und startet am 19. und 20. Juni 2026 erstmals im MOC München in ihre dritte Ausgabe. Mit 208 Ausstellern verzeichnet die Veranstaltung ein Wachstum von 30 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung 2024. Für das therapeutische Fachpublikum verbindet sie konkrete Anregungen für die tägliche Arbeit mit zertifizierter Fortbildung und fachlichem Austausch. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Themen aus Therapie, Rehabilitation und Rehasport. Workshops, Aktivbeiträge und Kurzvorträge liefern zudem Einblicke in Behandlungsansätze und ermöglichen das direkte Ausprobieren von Produkten und Anwendungen. Inhaltlich setzt das Event ebenfalls neue Akzente. Der 2. Deutsche Rehasport-Kongress erweitert das Fortbildungsangebot und zeigt, wie Rehasport in Therapiepraxen zusätzliche Perspektiven eröffnen kann. Weitere Einzelheiten sind dazu im Internet zu erfahren.

Antrag zur Kassenzulassung nicht-invasiver Pränataltests am 25. Juni 2026 im Bundestag

Bundesadler im Plenarsall
Bundestag Adler
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Noch vor der Sommerpause werden im Deutschen Bundestag eine Reihe von Anträgen und Gesetzesinitiativen beraten und beschlossen, die für behinderte Menschen wichtig sind. So geht es voraussichtlich am 25. Juni 2026 uner Tagesordnungspunkt 13 vor allem um das Monitoring der kassenzugelassenen nicht-invasiven Pränataltests. „Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Corinna Rüffer, Michael Brand, Simone Fischer, Max Lucks, Dr. Stephan Pilsinger, Sören Pellmann, Dagmar Schmidt, Stefan Schmidt, Stefan Schwartze, Emmi Zeulner und weiterer Abgeordneter Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“, heißt es in der kurzen Erläuterung zu dem Tagesordnungspunkt, der bisher für den 25. Juni von 15:10 Uhr bis 15:45 Uhr zur Debatte und Beschlussfassung vorgesehen ist.

Topnachricht zur Monatsmitte: Sascha fordert Feindbild-Abrüstung

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Foto: ht

Staufen (kobinet) „Müssen wir derzeit wirklich massiv in Waffen investieren für einen Feind, den es derzeit nach meinem Empfinden nicht gibt“, fragt Podcaster Sascha Lang (im Gespräch mit Jennifer Sonntag vom 17. Mai) und liefert die Antwort gleich mit: „Wir bewaffnen uns gegen einen Feind, den es nicht gibt.“ Folglich gegen einen eingebildeten Feind, ein Feindbild mit anderen Worten. Nur ein Bild also, das als Bild zwar nicht die Realität wiedergibt, abbildet, doch nichtsdestoweniger schlimme Folgen in der Wirklichkeit zeitigt. Nämlich (noch einmal Sascha), „Milliarden, die in Waffen investiert werden, die dann auch wieder in Krieg investiert werden …“

NeuroDem stärkt neurodivergente Jugendliche als Gestalter einer inklusiven Demokratie

Grafik NeuroDem
Neurodem
Foto: Neurodem

Erfurt – Juni 2026 (kobinet) Europäisches Erasmus+-Projekt fördert Selbstvertretung, gesellschaftliche Teilhabe und Innovation

Wie können neurodivergente junge Menschen ihre Interessen wirksam vertreten und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „NeuroDem – Empowering Neurodivergent Youth to act as Changemakers for Inclusive Democratic Advocacy and Innovation“. Der Projektname NeuroDem steht dabei für die Verbindung von Neurodivergenz und Demokratie.

Bayern muss das Gebärdensprachverbot aufarbeiten

Frau zeigt an einem Bild mit einem Baum die Gebärde für Baum
Gebärdensprache
Foto: Pixabay/Elf-Moondance

MÜNCHEN (kobinet) Über Jahrzehnte hinweg wurde gehörlosen Kindern an bayerischen Schulen der Gebrauch ihrer natürlichen Sprache – der Gebärdensprache – unter Androhung und Anwendung physischer und psychischer Gewalt systematisch verboten. Die verheerenden, irreversiblen Folgen dieser Praxis (Sprachdeprivationssyndrom) wurden im Januar 2026 im Abschlussbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) umfassend wissenschaftlich belegt. Während der Sonderschullehrer-Berufsverband (BDH) am 25. April 2026 die historische Verantwortung für den Oralismus übernommen und die Gebärdensprachgemeinschaft offiziell um Entschuldigung gebeten hat, verharrt die bayerische Staatsregierung in einer defensiven Haltung.

Österreichische Behindertenbewegung blickt mit Sorge auf Positionen der AfD in Deutschland

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Foto: Susanne Göbel

Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland blicken behinderte Menschen und ihre Verbündeten mit Sorge auf das Erstarken und die Positionen der AfD. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist beispielsweise auch in Österreich auf großes Interesse gestoßen. Einem Kommentar des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS zufolge zeige diese klar, „dass die AfD eine Gefahr für Menschenrechte ist. Die Partei hat eine klare Vorstellung einer homogenen Volksgemeinschaft. Personengruppen, die nicht in diese Vorstellung passen, werden systematisch abgewertet und offen angegriffen. Menschen mit Behinderungen passen nicht in das Menschenbild der AfD. Die AfD und andere rechtsgerichtete Parteien, die nach denselben Mustern handeln, sind eine klare Gefahr für Menschen mit Behinderungen. Die Ergebnisse der Analyse sind somit nicht nur für Deutschland relevant“, wie Katharina Müllebner im Fazit ihres Kommentars über die Positionen der AfD in einem aktuellen BIZEPS-Beitrag schreibt.

Aktion Mensch ruft auf: Inklusions Partner*in werden

Logo: Aktion Mensch
Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen brauchen verlässliche Informationen, starke Netzwerke und gute Zugänge zu Unterstützung. Genau dafür stehen unsere Plattformen inklusion.de und der Familienratgeber. Um diese Angebote regional sichtbar zu machen, suchen wir engagierte Inklusions-Partner*innen. Hast du Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte? Dann sei dabei! Hier erfährst du mehr über die Aufgaben, Anforderungen und Vorteile für dich und deine Organisation als Inklusions-Partner*in.“ So heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Als Inklusions-Partner*in setzt du dich aktiv für Teilhabe ein, stärkst Netzwerke vor Ort und wirst Teil eines bundesweiten Zusammenschlusses für Inklusion und Barrierefreiheit. Du bringst Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung mit, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte: Respekt, Vielfalt und Teilhabe. Wir unterstützen dich dabei mit Materialien, Austausch, Sichtbarkeit, Qualifizierungsmaßnahmen und einer Honorierung“, heißt es weiter auf der Internetseite der Aktion Mensch.

Sport ist ein starker Motor für mehr Inklusion

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SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

SAARBRÜCKEN (kobinet) Heute beginnen im Saarland die Nationalen Sommer-Spiele von Special Olympics Deutschland. Vom 15. bis 20. Juni werden über 4.000 Sportlerinnen und Sportler, darunter viele aus Vereinen und Einrichtungen der Lebenshilfe, an den Sommer-Spielen von Special Olympics teilnehmen. Auch fast 500 Unified Partner gehen an den Start. Sie haben keine Behinderung und spielen gemeinsam mit den Athleten mit kognitiver Beeinträchtigung zum Beispiel in einer Fußball-Mannschaft oder einem Tischtennis-Doppel. Zur Eröffnungsfeier im Saarbrücker Ludwigsparkstadion werden auch der Bundesvorstand und die Landesvorsitzenden der Lebenshilfe teilnehmen. Am Rande der Spiele ist zudem ein Treffen mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger geplant. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesministerin für Gesundheit, ist ein großer Fan der Sportlerinnen und Sportler mit sogenannter geistiger Behinderung: „Wer wie ich vor drei Jahren die Weltspiele in Berlin miterlebt hat, weiß, wie leidenschaftlich und gleichzeitig fair es bei den Special Olympics zugeht.“ Schmidt hofft sehr, dass zahlreiche Sportbegeisterte aus dem Saarland und darüber hinaus die Athletinnen und Athleten anfeuern und die Medien über diese besonderen Wettbewerbe ausführlich berichten werden. Zudem appelliert sie an alle Sportvereine, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Türen zu öffnen: „Der Sport hat die Kraft, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu verbinden. Er ist ein starker Motor für mehr Inklusion in unserem Land.“

Abstimmung über Reform des Behindertengleichstellungsgesetz wohl am 9. oder 10. Juli 2026

Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Nachdem der Termin für die Anhörung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), in dem es unter anderem darum geht, ob Unternehmen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen zur Teilhabe behinderter Menschen verpflichtet werden, am 22. Juni 2026 von 15:00 bis 16:30 Uhr fest steht, ist noch offen, wann das Gesetz endgültig im Bundestag debattiert und beschlossen wird. Da die Vorschau auf die Tagesordnung für die nächste Sitzungswoche des Bundestages vom 24. bis 26. Juni die zweite und dritte Lesung der Reform des BGG nicht vorsieht, dürfte das Gesetz voraussichtlich am 9. oder 10. Juli 2026 im Bundestag debattiert und beschlossen werden. So bleibt denjenigen, die am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr vor dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages protestieren und sich für Änderungen des heftig kritisierten Gesetzentwurfs der Bundesregierung durch den Bundestag einsetzen noch bis Anfang Juli Zeit, Druck für entsprechende Änderungsanträge zu machen.

Rampe abgebaut: Ärger am Bahnhof in Laaber

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Foto: BR24

Laaber (kobinet)

„Eigentlich soll der Bahnhof in Laaber im Landkreis Regensburg barrierefrei werden. Doch beim Umbau hat die Bahn Rampen in einer Unterführung ohne Ersatz abgebaut. Der Bahnhof bleibt so für Rollstuhlfahrer kaum nutzbar.“ So heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks, auf den Albin Göbel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Eigentlich soll der Bahnhof barrierefrei umgebaut werden.

Informations- und Erfahrungsaustausch zur Persönlichen Assistenz

Bild von der Gründung des ZsL Sachsen
Bild von der Gründung des ZsL Sachsen
Foto: ZsL Sachsen

Dresden (kobinet) Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZSL-Sachsen) möchte das Thema Persönliche Assistenz bekannter machen – für Assistenznehmer*innen als auch für Assistenzgeber*innen. Sören Haak berichtet für die kobinet-nachrichten über zwei Austauschtreffen zum Thema und die verschiedenen Herausforderungen und Chancen, die mit der Nutzung Persönlicher Assistenz verbunden sind.

Gut über die Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 informiert

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

BERLIN (kobinet) Vom 15. bis 20. Juni 2026 finden die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 statt. Mehr als 4.300 Athletinnen und Athleten treten dann in 27 Sportarten bei Deutschlands größtem inklusiven Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung an. Fans können die Wettbewerbe und Höhepunkte der Spiele bundesweit live im Fernsehen, per Stream und über digitale Kanäle verfolgen. Dies wird durch die Medienallianz von Special Olympics Deutschland möglich gemacht. Die Medienpartner ARD, BILD, DAZN, Deutsche Telekom mit MagentaTV, ProSiebenSat.1, RTL, Sky und ZDF begleiten die Nationalen Spiele mit umfangreicher Berichterstattung und Live-Angeboten.

Momentaufnahmen 436

Holunderblume
Holunder
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Sommer macht den Menschen zum Träumer.

IGEL-Podcast zu zur Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern

Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) „Versorgungswert – Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Episode des IGEL-Podcast getitelt. Dabei spricht Sascha Lang mit Christiana Hennemann, der Geschäftsführerin von RehaKind, über die Herausforderungen und Chancen der Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Infos zum Budget für Arbeit in Leichter Sprache der Aktion Mensch

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Bonn / Berlin (kobinet) Bei der Online-Veranstaltung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Wie geht es weiter mit dem Teilhabegesetz“ hat sich auch Dagmar Greskamp von der Aktion Mensch in der Diskussion zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Aktion Mensch Informationen zum Budget für Ausbildung und zum Budget für Arbeit in Leichter Sprache veröffentlicht hat. Es sei wichtig, dass behinderte Menschen, die in Werkstätten arbeiten bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten wollen, verständliche Informationen über Fördermöglichkeiten bekommen, betonte Dagmar Greskamp. Neben der Möglichkeit, die Infos herunterzuladen sollen auch bald wieder gedruckte Exemplare des Infoblattes bestellt werden können.