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SoVD Niedersachsen fordert konsequenten ÖPNV-Ausbau trotz Bahnstrecken-Reaktivierung

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Foto: Sozialverband Deutschland

Hannover (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen begrüßt die Pläne des Landes, vier stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren, mahnt jedoch gleichzeitig dringende Verbesserungen im bestehenden ÖPNV an. Die Reaktivierung sei ein Schritt zu sozial gerechterer Mobilität, besonders im ländlichen Raum, erklärte Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD Niedersachsen, am 25. August 2026. Doch dies dürfe nicht zu einer Vernachlässigung des aktuellen Nahverkehrs führen.

Diskussion über Nutzung von barrierefreien Toiletten

Toilette mit Euroschlüssel im Bild
Toilette mit Euroschlüssel im Bild
Foto: KSL Düsseldorf

München (kobinet)

Die barrierefreie Toilette ist nur für Menschen mit Behinderung – oder?“ So lautet der Titel eines Beitrags des Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 20. August 2026. „Unser Leser arbeitet in einem Konzerthaus. Die Schlangen vor den Toiletten sind oft lang, deshalb weichen Gäste ohne Behinderung auf das barrierefreie WC aus. Wie soll er damit umgehen?“ ist die Ausgangsfrage, auf die die Journalistin Johanna Adorjan so antwortet, dass Marta Berndorfer einen verärgerten Leserbrief darauf verfasst hat, den sie den kobinet-nachrichten mit dem Hinweis auf den Beitrag zur Veröffentlichung zugesandt hat.

VdK zu Linnemanns Plänen: Rentenansprüche pflegender Angehöriger sollen nicht gekürzt werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ angekündigt, die geplante Kürzung der Rentenansprüche für pflegende Angehörige um 30 Prozent zurückzunehmen. Der Sozialverband VdK begrüßt dies als „wichtiges Signal“, mahnt jedoch eine verbindliche Finanzierungszusage an. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: „Die Anerkennung der Leistung pflegender Angehöriger ist überfällig. Dass Minister Linnemann die Kritik an den geplanten Kürzungen aufgreift und so früh nach seinem Amtsantritt eine Korrektur angekündigt hat, ist ein positives Signal für viele Millionen Menschen.“ Gleichzeitig bleibe die Finanzierungsfrage offen, so Bentele. Linnemann habe lediglich von einem Spielraum gesprochen, den er prüfen wolle. Der VdK fordert eine verbindliche Klärung aus Steuermitteln, da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele.

Inklusion am Strand: Neuer barrierefreier Strandabschnitt in Travemünde eröffnet

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Foto: Unbekannt

Travemünde (kobinet)

Am 21. August 2026 wurde der neue barrierefreie Strandabschnitt auf der Travemünder Stadtseite am Strandzugang Treppe Nr. 7 vor dem ATLANTIC Grand Hotel offiziell eröffnet. Mit den umgesetzten Maßnahmen stärkt Travemünde die Inklusion im Tourismus und verbessert die Strandnutzung für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen. Für die Maßnahmen auf der Stadtseite und dem Priwall wurden insgesamt rund 150.000 Euro investiert. So heißt es in einer Presseinformation der Hansestadt Lübeck, auf die Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Lebenshilfe: Jetzt auch die Verhinderungspflege erhalten

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Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Berlin (kobinet)

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt den Vorstoß von Gesundheitsminister Carsten Linnemann, pflegenden Angehörigen die Rentenbeiträge nicht kürzen zu wollen. Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Gesundheitsministerin: „Wir sind froh, dass Herr Linnemann den Vorschlag aus dem aktuellen Entwurf nicht übernehmen will. Eltern, die ihr Kind mit Behinderung über viele Jahre pflegen, dürfen dafür nicht auch noch bestraft werden. Meistens sind es die Mütter, die ihre Berufstätigkeit einschränken und zu Hause die Pflege übernehmen. Jetzt muss der Minister außerdem dafür sorgen, dass die Verhinderungspflege erhalten bleibt. Familien mit einem Angehörigen mit Unterstützungsbedarf haben einen sehr belastenden Alltag und brauchen auch mal eine Auszeit, in der sie die Pflege in vertrauenswürdige Hände geben können. Wenn diese Leistung – wie geplant – gestrichen wird, wäre das fatal.“

Hamburg: Über 87.000 Menschen fordern Stopp der Kürzungen in der Schulbegleitung

Bild zur Petition gegen Kürzungen bei der Schulbegleitung in Hamburg
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Foto: change.org

Hamburg (kobinet)

Anlässlich des Schulstarts in Hamburg warnen Betroffene vor den Folgen geplanter Kürzungen in der Schulbegleitung. Mehr als 4.000 Kinder in der Stadt sind auf eine individuelle Begleitung angewiesen. Ab diesem Schuljahr soll jedoch eine Begleitperson mehrere Kinder gleichzeitig betreuen. Die Schulbegleiterin Nicole Singh hat dazu eine Petition auf Change.org gestartet, die bereits über 87.000 Unterstützende verzeichnet.

VdK fordert Grundgesetzanpassung für verbindlichen Hitze- und Klimaschutz

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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung am 25. August 2026, bei der Hitzeschutz und Klimaanpassung beraten werden, fordert der Sozialverband VdK, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Dadurch sollen Kommunen finanziell besser in die Lage versetzt werden, effektiven Hitzeschutz umzusetzen. „Wir brauchen flächendeckend kommunale Hitzeaktions- und einrichtungsbezogene Hitzeschutzpläne, etwa für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – und zwar verbindlich, nicht nur optional“, sagte Horst Vöge, Vizepräsident des Sozialverbands VdK Deutschland.

Kommunen am Limit: Was die Haushaltskrise für soziale Einrichtungen bedeutet

Symbol Prozentzeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet)

„Kommunen am Limit: Was die Haushaltskrise für soziale Einrichtungen bedeutet“, so lautet der Titel eines Beitrags, der auf baito, der Jobplattform für erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, NGOs & Social Impact veröffentlicht wurde und auf den Max Ernst Stockburger die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Aus einer Umfrage vom Februar 2026 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, unter deren Dach rund 120.000 Einrichtungen und Dienste arbeiten, geht hervor, dass 82 Prozent der befragten Einrichtungen damit rechnen, ihre Angebote künftig einschränken zu müssen. 28 Prozent gehen davon aus, ein Angebot komplett zu streichen. Und ein Fünftel hat bereits ganz geschlossen, ein Sprung von 14,7 Prozent im Jahr 2024, wie es in dem Beitrag u.a. heißt.

Simone Fischer zu Linnemanns Ankündigung des Stopps der Rentenkürzung: Eine Korrektur reicht nicht

Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Foto: Simone Fischer

Berlin (kobinet)

Simone Fischer MdB, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hat sich zur Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige stoppen zu wollen, zu Wort gemeldet: „Es ist richtig und überfällig, dass Carsten Linnemann die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige stoppen will. Wer Angehörige pflegt, darf dafür nicht mit weniger Rente bestraft werden. Wer pflegende Angehörige als Alltagshelden bezeichnet, darf ihnen nicht die Rentenbeiträge kürzen. Das haben wir Grünen von Beginn an gefordert. Jetzt muss aus der Ankündigung eine verbindliche Korrektur des Gesetzentwurfs werden. Doch eine einzelne Korrektur macht aus einem schlechten Entwurf noch keine gute Pflegereform“, betonte Simone Fischer.

Mein Nasophon deckt brutale Ausbeutung auf: Undercover in einer Behindertenwerkstatt

Symbol Ausrufezeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet)

Am 8. Mai 2026 hat Jan Böhmermann im ZDF-Magazin Royale die Ausbeutung in Werkstätten für behinderte Menschen ins Visier genommen und für viele Diskussionen bezüglich der geringen Entlohnung von Werkstattbeschäftigten mit durchschnittlich ca. 230 Euro und der geringen Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gesorgt. Nun geht ein Beitrag auf YouTube mit dem Titel „Mein Nasophon deckt brutale Ausbeutung auf: Undercover in einer Behindertenwerkstatt“, von Marvin viral. Seit der Veröffentlichung des knapp 20minütigen Videos wurde dieses bereits über 800.000 mal aufgerufen. Der YouTuber Marvin geht dabei der Frage nach, warum behinderte Menschen in Werkstätten so wenig verdienen und spricht mit Sophie, die von ihrem Werkstattentgelt so gut wie keine finanziellen Spielräume hat.

tagesschau berichtet über Forderung für Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen

Titelbild der tagesschau
Titelbild der tagesschau
Foto: ARD tagesschau

Berlin (kobinet)

„In Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind Frauenbeauftragte seit 2017 bundesweit verpflichtend. Für Wohneinrichtungen fehlt eine solche Regelung. Auf Anfrage des SWR teilt das Bundessozialministerium (BMAS) mit: Die Einführung von Frauenbeauftragten in Wohnformen sei ‚grundsätzlich Sache der Landesgesetzgeber‘. Eine bundesgesetzliche Regelung, die Frauenbeauftragte in allen Wohneinrichtungen verbindlich vorschreibt, sei nicht geplant.“ So heißt es in einem Bericht der tagesschau. „Für Jürgen Dusel, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, ist die bisherige Umsetzung unzureichend. Im Interview mit dem team.recherche des SWR sagte er, die Bundesländer seien ‚gut beraten‘, in ihren Heimgesetzen oder Verordnungen Normen aufzunehmen, die Heimbetreiber verpflichten, Frauenbeauftragte ‚beispielsweise in stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe einzusetzen“, heißt es weiter im tagesschau-Bericht.

Inklusive Regatta auf der Regattastrecke Grünau

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Foto: Sozialverband Deutschland

BERLIN (kobinet)

Am 23. August 2026 veranstaltet der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg zusammen mit dem Ruderclub Rapid Berlin e. V. im Rahmen des SoVD-Aktionstages „tag des wir“ die jährliche Inklusionsveranstaltung auf der Regattastrecke Grünau. Die Veranstaltung beginnt um 12.00 Uhr. Höhepunkt ist die 6. Inklusive Regatta, bei der Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung in gemischten Teams eine Strecke von 500 Metern zurücklegen. Die Regatta steht für gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion. Neben den Rennen gibt es ein buntes Rahmenprogramm und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

5 Gründe, warum die Alternative für Deutschland (AfD) für Menschen mit Behinderungen gefährlich ist

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

Berlin (kobinet)

Heute in zwei Wochen, also am 6. September 2026 findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Dort, aber auch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wo am 20. September Wahlen zum Abgeordnetenhaus bzw. Landtagswahlen anstehen, blickt man mit Spannung darauf, wie die AfD abschneidet und vor allem, was dies konkret für unsere Demokratie bedeuten könnte. In einem Beitrag, der auf der Plattform Die Neue Norm mit dem Titel „5 Gründe, warum die Alternative für Deutschland (AfD) für Menschen mit Behinderungen gefährlich ist“, beschreibt Florian Preußger von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in verständlicher Sprache, worum es geht.

Der gute Tod und die gute Aufbewahrung

Schwarz-Weiß-Bild eines monumentalen Einfahrtstores mit der Aufschrift „WORLD OF INCLUSION – THE MOST SECLUDED PLACE ON EARTH“ über einer leeren Straße.
World of inclusion
Foto: Ralph Milewski / KI

Fladungen (kobinet)

Jennifer Sonntags Kolumne „Sie wünschen uns wieder den guten Tod“ hat mich beschäftigt. Nicht, weil ich ihrer Warnung vor rechter Behindertenfeindlichkeit widersprechen würde. Im Gegenteil. Wer Menschen mit Behinderung nationalsozialistische Vernichtung nachruft, wer „Euthanasie ist die Lösung“ auf einen Stein schreibt und ihn auf eine Einrichtung der Lebenshilfe wirft oder wieder mit Begriffen wie Eugenik hantiert, überschreitet Grenzen, die eine demokratische Gesellschaft niemals hinnehmen darf.

Immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten

12 Euro
12 Euro
Foto: omp

FRANKFURT am Main (kobinet)

In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen auch im Ruhestand: 2025 waren 14 Prozent der Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren erwerbstätig, 2024 lag ihr Anteil noch bei 13 Prozent. Auf die Zahlen des Statistischen Bundesamts, die das belegen, verweist der Sozialverband Hessen / Thüringen. Den neuen Daten zufolge arbeiteten 73 Prozent als abhängig Beschäftigte, knapp zwei Drittel (65 Prozent) davon waren in einem Mini- oder Ein-Euro-Job geringfügig tätig. Der größte Teil (40 Prozent) ging einer Beschäftigung bis zu 10 Stunden pro Woche nach, für 13 Prozent hatte die Arbeitswoche aber sogar mehr als 40 Stunden.

Badekappen für 5-Seen-Challenge

Vier Erwachsene und zwei Kinder an einem Schwimmbecken mit blauen Badekappen in den Händen
Bei der Übergabe der Badekappen an der Lindenschule Bautzen am 20.08.2026
Foto: Landkreis Bautzen

SENFTENBERG (kobinet)

Tourismusverband Lausitzer Seenland unterstützt Schwimmunterricht und hat 1.460 Badekappen für Förderschulen im Landkreis Bautzen übergeben. Die blaue Badekappe war das prägende Symbol der 5-Seen-Challenge zur Eröffnung des schiffbaren Seenverbundes im Lausitzer Seenland am 29. Juni 2026. Nun erhalten die Badekappen einen nachhaltigen Nutzen. Die blaue Badekappe war während der 5-Seen-Challenge zentrales Erkennungsmerkmal aller Teilnehmenden. Sie sorgte für eine bessere Sichtbarkeit im Wasser und erhöhte damit die Sicherheit während der Veranstaltung. Gleichzeitig wurde sie zum Symbol für Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Verbundenheit mit dem Lausitzer Seenland. Auch im Schulalltag bieten Badekappen zahlreiche Vorteile. Sie erleichtern Lehrkräften und Aufsichtspersonen die Orientierung im Wasser, da Kinder schneller erkannt und im Blick behalten werden können. Darüber hinaus tragen sie zum Wärmeschutz bei und schaffen durch einheitliche Regeln zusätzliche Struktur und Sicherheit. Mit der Übergabe der Badekappen setzt der Tourismusverband Lausitzer Seenland ein Zeichen für Schwimmförderung, Sicherheit und Teilhabe. Gleichzeitig lebt der Gedanke der 5-Seen-Challenge weiter: Menschen miteinander zu verbinden und die Begeisterung für das Lausitzer Seenland zu teilen.

Aktion „Babys für Barrierefreiheit“ am 6. September in Hannover

Bild zeigt eine Kopfsteinpflasterstraße, die mit einem betonierten Querweg gut barrierefrei zu überqueren ist
Querung durchs Kopfsteinpflaster baut Barrieren ab
Foto: Zeynep Ipek

HANNOVER (kobinet)

Am 6. September 2026 findet in Hannover eine Aktion für Barrierefreiheit statt. Das Projekt „Babys für Barrierefreiheit“ von Sick People e.V. lädt um 11.00 Uhr am Kröpcke zur Kundgebung ein. Mit dabei sind Menschen mit Kinderwagen, Rollstühlen, Rollatoren oder Laufrädern sowie alle, die sich für eine inklusive Gesellschaft engagieren.

Teilhabe und Entlastung in Gefahr

Logo Lebenshilfe Berlin
Logo Lebenshilfe Berlin
Foto: Lebenshilfe Berlin e.V.

BERLIN (kobinet)

Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz könnte für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien deutliche Verschlechterungen bringen. Besonders kritisch sieht die Lebenshilfe Berlin den geplanten Wegfall der Verhinderungspflege und Einschränkungen beim Entlastungsbetrag. Diese Leistungen ermöglichen heute unter anderem betreute Reisen, Freizeitangebote und stundenweise Unterstützung. Die Folgen könnten erheblich sein: Reisen und Freizeitangebote für Menschen mit Assistenzbedarf könnten reduziert werden oder ganz wegfallen. Gleichzeitig würden Familien wichtige Möglichkeiten zur Entlastung verlieren. Auch pflegende Angehörige wären betroffen: Geplante Änderungen bei den Rentenbeiträgen könnten ihre Rentenansprüche spürbar verschlechtern und das Armutsrisiko erhöhen. Dabei wird ihr gesamtgesellschaftlicher Beitrag schon heute massiv unterschätzt. Schlussfolgernd daraus stellt die Lebenshilfe Berlin fest: „Wir lehnen diese Kürzungen ab. Menschen mit Behinderungen brauchen mehr Möglichkeiten zur Teilhabe – nicht weniger. „

Karin Klingen – Fachfrau mit MS ohne Versteckspiel

Karin Klingen
Klingen_Karin
Foto: RHvB/UNey

Berlin (kobinet)

Prof. Dr. Sigrid Arnade ist aus ihrem Urlaub zurück und hat die kobinet-nachrichten nicht nur darauf hingewiesen, dass Karin Klingen heute, am 22. August 2026, ihren 60. Geburtstag feiert, sondern hat einen Gratulationsbeitrag mitgeliefert, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen. Karin Klingen arbeitet als Präsidentin des Landesrechnungshofs Berlin und erhebt seit Jahren mahnend ihre Stimme, wenn Berlin über seine Verhältnisse lebt und unterbreitet Vorschläge zum besseren Umgang mit Steuergeldern.

Bei der Rollstuhlrugby-WM Ziel verfehlt

Drei Männer mit Sportrollstühlen, einer im dunklen Trikot, zwei im weißen Trikot beim Spiel
Marco Herbst im Spiel gegen Dänemark
Foto: Florian Schwarzbach / DBS

FRECHEN (kobinet)

Der Traum vom Viertelfinale bei der Rollstuhlrugby-Weltmeisterschaft ist geplatzt: Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft unterliegt Dänemark im letzten Vorrundenspiel mit 51:57 und verpasst den Einzug in die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft. Die Mannschaft ist in diesem Spiel unterlegen, hat jedoch ihr Potenzial gezeigt. Als Fünfter der Gruppe geht es für das Team von Cheftrainer Christoph Werner nun in die Platzierungsspiele. Der knappen Niederlage zum Trotz sieht Werner viel Potenzial in seiner Mannschaft und ruft bereits ein neues Ziel aus.

Bewerbungsfrist zum Sächsischen Inklusionspreis endet am 31. August

Im oberen Teil bunte und mehrfarbiege Kreise darunter der Text Inkluion in Sachsen ich bin die Gesellschaft Du bist
Im oberen Teil bunte und mehrfarbiege Kreise darunter der Text Inkluion in Sachsen ich bin die Gesellschaft Du bist
Foto: Integrationsnetzwerks Sachsen

DRESDEN (kobinet)

Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV) und der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (SBV) rufen gemeinsam dazu auf, Endspurt bei den Bewerbungen um den Sächsischen Inklusionspreis 2026 einzulegen. Noch bis zum 31. August 2026 können sich Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen und Organisationen aus Sachsen mit ihren gelungenen Inklusionsprojekten online bewerben. Gesucht werden vorbildliche Praxisbeispiele für gelebte Inklusion in den drei Kategorien Sport, Arbeiten und »So geht sächsisch inklusiv!«. Die Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

LVR verleiht Präventionspreis „Vorbild Prävention!“ an fünf Arbeitgeber

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

RHEINLAND / KÖLN (kobinet)

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnet 2026 fünf Arbeitgeber aus dem Rheinland mit dem Präventionspreis „Vorbild Prävention!“ aus. Die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Arbeitgeber, die Prävention und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) über die gesetzlichen Vorgaben hinaus umsetzen.

FlixBus lässt Fahrgast mit Behinderung um 5.50 Uhr in Bozen Süd zurück

Gefaltetes Fahrrad
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Foto: Mirko Gragnato

Bozen (kobinet)

Wer eine Reise tut, kann viel erleben. Das gilt zuweilen besonders für diejenigen, die mit einer Behinderung, einem Hilfsmittel oder einfach nur umweltfreundlicher Reisen. „Intermodalität verweigert: FlixBus lässt einen Fahrgast mit Behinderung um 5.50 Uhr in Bozen Süd zurück“, so lautet ein Bericht, den die kobinet-nachrichten heute, am 21. August 2026, von Mirko Gragnato bekommen haben und den wir im Folgenden dokumentieren. Ihm wurde die Mitfahrt im FlixBus von Bozen aus verweigert, weil sein zusammengefaltetes Brompton-Faltrad nicht zur Mitnahme akzeptiert wurde.

Kassels Oberbürgermeister testete Verständlichkeit der Durchsagen im Kasseler Nahverkehr

Sven Schoeller
Schoeller_Sven
Foto: Stadt Kassel, Foto: Bernd Schoelzchen

Kassel (kobinet)

Zur Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr gehören auch wahrnehmbare und verständliche Informationen und Ansagen, beispielsweise zur nächsten Haltestelle des Busses oder der Bahn. Hierfür streiten beispielsweise blinde und sehbehinderte Menschen seit Jahren in Kassel. „Andreas Loose kann die Ansagen in Kassels Straßenbahnen kaum verstehen. Deshalb testete Oberbürgermeister Sven Schoeller mit ihm und der KVG den öffentlichen Nahverkehr“, berichtete vor kurzem die in Kassel erscheinende Hessisch Niedersächsische Allgemeine. Und weiter heißt es in dem Bericht: „Schon seit über drei Jahren kämpfe er darum, dass die Ansagen der Straßenbahnen besser zu verstehen seien, sagt Andreas Loose. Als Mann mit Sehbehinderung sei das für ihn wichtiger als für andere Menschen. ‚Manchmal rufe ich dann in die Bahn, wohin die fährt, aber da reagiert auch niemand‘, erzählt er. Nach vielen Anläufen und Telefonaten wandte er sich an Oberbürgermeister Sven Schoeller, der mit ihm nun den öffentlichen Nahverkehr in Kassel daraufhin getestet hat.“

Neue Norm-Beitrag: Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet)

Noch schlummert die Behindertenpolitik im Sommerloch. Doch im Herbst stehen wichtige Entscheidungen im Bundestag an, so auch die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). „Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet“, so lautet der Titel eines Beitrags von Karina Sturm auf der Plattform Die Neue Norm. „Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags auf der Plattform Die Neue Norm.

Inklusive Modelle und neue App im Haus der Geschichte

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Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet)

Eine 20 Personen starke Arbeitsgruppe von Menschen mit und ohne Behinderung haben über zwei Jahre hinweg im Haus der Geschichte in Bonn Modelle zum Tasten erarbeitet. Per App kann man sich nun auch als blinder Mensch durch das Museum führen lassen. Die App ist einem Bericht des WDR zufolge in Deutschland bisher einzigartig und navigiert per Piep-Töne und Stimme, wo es lang geht, was dort ausgestellt und was man erfühlen kann. Auf diese Entwicklung und den WDR-Bericht hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Hör hin-Webinar zum Arbeitsschutz am 3. September 2026

Plakat zum Hör hin Webinar
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Foto: DSB

Berlin (kobinet)

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) hat sein neues Projekt „Hör hin! Hörprävention für hörbeeinträchtigte Menschen – Sensibilisierung und Prävention über Gesundheitsthemen im Hinblick auf Hörschädigungen“, bei welchem eine Reihe von Webinaren durchgeführt werden sollen, gestartet. Mit Hilfe des Projektes sollen vermeidbare Hörschädigungen und Präventivmaßnahmen zum Schutzverhalten im Alltag aufgezeigt werden und dem Abbau von Stigmatisierung sowie zum Wissenstransfer und Austausch zwischen Referent*innen und Teilnehmenden dienen. Das dritte Webinar, das am 3. September 2026 von 18:00 – 19:30 Uhr via Zoom online stattfindet, wird das Thema „Arbeitsschutz und gesetzliche Rahmenbedingungen“ behandeln, in welchem dargelegt werden soll, wie man gut am Arbeitsplatz bzw. im Job hören kann.

Klare Worte von Jürgen Dusel zum Hitze- und Katastrophenschutz

Sharepic von Jürgen Dusel: Hitzeschutz muss alle schützen
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Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet)

Menschen mit Behinderungen sind von extremer Hitze in besonderer Weise betroffen – daher ist es nach Ansicht des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, ein wichtiges Signal, dass derzeit über eine Verankerung von Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz diskutiert wird. „Zum einen leiden Menschen mit Behinderungen besonders stark während der Hitzeperioden, die immer häufiger werden: aufgrund chronischer Erkrankungen, bestimmter Medikamente oder eingeschränkter Mobilität. Zugleich haben sie aufgrund ihrer Beeinträchtigungen oder geringer finanzieller Ressourcen oft nur wenig eigenen Handlungsspielraum, sich vor Hitze zu schützen. Deshalb brauchen wir Förderprogramme, die zeitnah Hitze- und Klimaschutz in sozialen Einrichtungen – zum Beispiel in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Werkstätten und Pflegeheimen – ermöglichen“, heißt es in einem Facebook-Post von Jürgen Dusel.

In vier Wochen wählt Berlin

Abgeordnetenhaus Berlin
Abgeordnetenhaus Berlin
Foto: Peter Thieme

BERLIN (kobinet)

Am 20. September wählt Berlin. Für die Lebenshilfe Berlin ist klar: Berlin muss eine Stadt für alle sein. Deshalb begleitet der Verband die Wahl mit einer Kampagne für eine inklusive Stadtgesellschaft. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres rückt ein weiteres drängendes Thema in den Fokus: Noch immer werden viele Kinder und Jugendliche in Berlin gar nicht oder nur verkürzt beschult. Das darf nicht sein. Das Recht auf Bildung gilt für alle. Deshalb fordern wir: Kein Kind in Berlin darf ohne Beschulung bleiben! Auch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz beschäftigt die Mitglieder der Lebenshilfe. Sollte es in der vorliegenden Form umgesetzt werden, drohen erhebliche Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien. Warum wir die Pläne kritisch sehen und was jetzt wichtig ist, lesen Sie weiter unten. Viele weitere Informationen zu den Standpunkten zur Wahl in Berlin sowie hilfreiche Unterlagen zur Wahl gibt es auf dieser Internetseite.

Bewerbung für Beirat für Menschen mit Behinderungen in Charlottenburg-Wilmersdorf möglich

Gezeichnetes Gruppenbild mit vielfältigen Menschen
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Foto: BACW

Berlin (kobinet)

Für die Wahlperiode 2026 bis 2031 sucht das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf engagierte Bürgerinnen und Bürger für den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Interessierte können sich 31. Oktober 2026 bewerben. Als Mitglied im Beirat werden Bürgerinnen und Bürger zur zentralen Stimme für Menschen mit Behinderungen und beraten das Bezirksamt sowie die Bezirksverordnetenversammlung direkt bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen. Der Aufruf richtet sich ausdrücklich an alle: Menschen, die selbst eine Behinderung haben, ihre Angehörigen und Begleitpersonen, aber auch an Fachkräfte oder Ehrenamtliche aus der Selbsthilfe und sozialen Teilhabe. Ziel ist es, ein Gremium zu bilden, das die gesamte Bandbreite an Erfahrungen im Bezirk widerspiegelt und so eine umfassende Interessenvertretung ermöglicht, wie es in einer Presseinformation des Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf heißt.

Sendungen Nachgefragt zur Kommunalwahl in Hannover jetzt online

Bild von der Sendung Nachgefragt mit OB-Kandidaten von Hannover
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Foto: h1 Hannover – Christian Draheim

Hannover (kobinet)

In Niedersachsen finden am 13. September 2026 Kommunalwahlen statt. Gewählt wird unter anderem der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Beeinflusst durch die radikalen Sparmaßnahmen der Bundesregierung – insbesondere in der Sozialpolitik – rückt das Thema Inklusion bei dieser Wahl besonders in den Fokus. Um herauszufinden, wie die Spitzenkandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover sowie die Spitzenkandidat*innen zur Wahl des bzw. der Regionspräsident*in sich in Sachen Inklusion positionieren, hatte der Arbeitskreis Inklusion vom Verein Janun Hannover zu einem Inklusionstalk in die Sendung „Nachgefragt“ bei h1-Fernsehen eingeladen. Nun wurden die auf h1 ausgestrahlten Sendungen auf YouTube eingestellt, wie deren Moderator Christian Draheim den kobinet-nachrichten mitteilte.

Neue Bahnstation in Rüdesheim: barrierefrei und näher an der Innenstadt

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Rüdesheim (kobinet)

Rüdesheim erhält eine neue, barrierefreie Bahnstation in zentralerer Lage. Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori hat sich am Mittwoch vor Ort über den Stand der Bauarbeiten informiert. In Höhe des Hafenparks entstehen derzeit zwei jeweils 210 Meter lange Bahnsteige. Die neue Station, deren Planung ursprünglich vom Land initiiert worden war, soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb gehen. „Ein attraktiver öffentlicher Verkehr beginnt mit einem guten Zugang zur Bahn. Die neue Station bringt den Zug näher an die Menschen, schafft Barrierefreiheit und verbessert die Verknüpfung mit Bus, Fahrrad und Auto. Das ist für die Menschen in Rüdesheim im Alltag eine deutliche Verbesserung und mit Blick auf die Bundesgartenschau 2029 eine wichtige Investition in die Zukunft der gesamten Region“, sagte Mansoori.

Vielfältige Angebote zur SportWoche für Alle 2026

Gruppe von Sportlerinnen und Sportlern in gelbem oder roten Dress laufen vorbei oder passieren mit Rollstuhl
Gruppe von Sportlerinnen und Sportlern in gelbem oder roten Dress laufen vorbei oder passieren mit Rollstuhl
Foto: Kevin Voigt / DBS

FRECHEN (kobinet)

Die Initiative des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) geht vom 19. bis zum 26. September in die vierte Runde und möchte auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam machen sowie für neue Angebote werben. Mehr als 360 Angebote werden dieses Jahr Teil der SportWoche für Alle sein. Sportarten ausprobieren, eigene Stärken entdecken und diese gemeinsam im Sportverein weiterentwickeln – genau dafür steht die SportWoche für Alle. Die SportWoche für Alle zeigt die vielfältigen Möglichkeiten im gemeinsamen Sport für Menschen mit und ohne Behinderung auf. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der DBS auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam und wirbt gleichzeitig für neue. Wer die passende Aktion in der Nähe sucht, findet im Internet eine ausführliche Übersicht über alle Termine und Events.

Schlichtungsstelle: Medizinische Rehabilitation in geeigneter Klinik

Sharepic zu Fällen der Schlichtungsstelle BGG
260819_Schlichtungsstelle
Foto: Schlichtungsstelle BGG

Berlin (kobinet)

„Eine medizinische Rehabilitation kann nur dann ihr Ziel erreichen, wenn sie in einer geeigneten Klinik stattfindet. Die Wahl der entsprechenden Klinik muss daher zur Erkrankung und zu den Bedürfnissen der Betroffenen passen.“ Darauf weist der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel in einem Facebook-Post hin und berichtet über einen aktuellen Fall aus der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG): „Ein sehbehinderter Mann mit psychischer Erkrankung wandte sich an die Schlichtungsstelle BGG, nachdem ihm für seine bewilligte Rehabilitation eine Klinik für Alterserkrankungen (mit geriatrischem Schwerpunkt) zugewiesen worden war. Diese hielt er für seine Erkrankung für ungeeignet. Sein Widerspruch wurde zunächst mit der Begründung abgelehnt, dass die von ihm gewünschte spezialisierte Klinik eine zu lange Wartezeit habe. Im Schlichtungsverfahren wurde der Fall erneut geprüft. So konnte erreicht werden, dass der Antragsteller zeitnah eine Rehabilitation in einer auf seine Erkrankung spezialisierten und barrierefreien Klinik antreten konnte.“

Sozialminister Hildenbrand zieht 100-Tage-Bilanz für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

STUTTGART (kobinet)

Anlässlich der 100-Tage-Bilanz der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg am 19. August 2026 hat Sozialminister Oliver Hildenbrand erste zentrale Vorhaben seines Ressorts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgestellt. „Wir sorgen dafür, dass die Menschen in unserem Land miteinander leben, füreinander da sein und sich umeinander kümmern können“, erklärte Hildenbrand in Stuttgart.

Wirst Du behindert ?

Bild mit blauem Rahmen und blauem Unterteil in dem sich auch ein blaues Kamel befindet. Darin ein gelbes Feld mit dme Titel und dem Termin der Veranstaltung
Plakat zu dieser Veranstaltung
Foto: Aktionsbündnis „Das Blaue Kamel“

BERLIN (kobinet)

Das Berliner Aktionsbündnis „Das Blaue Kamel“ plant zum Thema „Wirst Du behindert, habe ich gefragt“ im Kesselhaus der Kulturbrauerei in der Schönhauser Allee wieder eine Wahlinformationsveranstaltung mit den Berliner Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten. Menschen mit Behinderungen können hier die Spitzenkandidatinnen der Berliner Parteien treffen. Sie können ihnen Fragen stellen und erfahren, welche Pläne die Parteien für die nächsten Jahre haben. Auf der Tagesordnung werden dabei unter anderem Themen wie Barrierefreiheit, Inklusion, Wohnen und Arbeit für Alle, Mobilität sowie Assistenz und Unterstützung stehen. Weitere Einzelheiten zu dieser Veranstaltung können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

Soziale Gerechtigkeit beginnt vor Ort

Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Foto: VdK Niedersachsen-Bremen

HANNOVER (kobinet)

Am 13. September 2026 sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Nach Einschätzung des Sozialverbandes VdK ist das ein richtungsweisender Tag für das Miteinander vor Ort in den Gemeinden, Städten und Landkreisen. Mit einem Forderungspapier zeigt der Verband, in welchen Bereichen die Kommunen aktiv werden müssen. Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. stellt dazu fest: „Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden damit ganz konkret über ihre Lebensqualitäten vor Ort: Finde ich noch einen Arzt oder eine bezahlbare Wohnung vor Ort? Wie barrierefrei sind Rathäuser? Und gibt es Busse, die auch auf dem Land regelmäßig fahren?“ Die Forderungen des Sozialverbandes zur Kommunalwahl 2026 sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Land fördert Einrichtungen der Tagespflege

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet)

In Baden-Württemberg sind mehr als 600.000 Menschen pflegebedürftig. Rund 85 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt, etwa zwei Drittel davon ausschließlich durch Angehörige. Das stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund richtet das Innovationsprogramm Pflege des Ministeriums für Soziales, Arbeit und Gesundheit in diesem Jahr einen besonderen Fokus darauf, das häusliche Umfeld zu stärken und zu entlasten. Rund 2,5 Millionen Euro stellt deshalb die Landesregierung dafür zur Verfügung und investiert in acht konkrete Projekte im Land. Dies teilte Sozial- und Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand in Stuttgart mit. Mit unserer Förderung werden in diesem Jahr insgesamt rund 150 neue Plätze in Einrichtungen der Tagespflege in Baden-Württemberg geschaffen“, so Minister Hildenbrand.