Foto: H.-Günter Heiden
Berlin / München (kobinet)
„Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?“ So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast „Die Neue Norm“. „In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip ‚Nichts über uns ohne uns‘ überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch ‚Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.




