Ein bisschen mehr Teilhabe

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Constantin Grosch mit 338.912 Unterschriften in der Box
Constantin Grosch mit 338.912 Unterschriften in der Box
Bild: change.org

Hameln (kobinet) Fast 350.000 Menschen haben die von Constantin Grosch gestartete Petition für ein Recht auf Sparen unterstützt, die als ein Fokus für die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz diente. Vier Jahre nach dem Start der Petition hat sich Constantin Grosch nun per Video und mit einem Danke-Schön-Beitrag an die UnterstützerInnen zum Abschluss der Petition gewandt. Ein bisschen mehr Teilhabe sei erreicht worden.

"Nun ist es 2017, fast vier Jahre nach dem Start dieser Petition. Am 23. Dezember 2016 hat Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesteilhabegesetz unterschrieben. Es ist damit in Teilen zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten. Für uns ist es daher Zeit, diese Petition zu schließen. In den vergangenen Jahren und insbesondere im letzten Jahr haben wir alle Großartiges geleistet. Wir haben der Politik und den Menschen dieses Landes aufgezeigt, welche Probleme für Menschen mit Behinderungen in Deutschland bestehen. Wir haben ihnen auch gezeigt, dass wir uns unserer Rechte bewusst sind, für diese kämpfen und nicht locker lassen werden. Darauf können wir stolz sein, es ist aber auch Verpflichtung für die Zukunft. Denn schon heute lassen die ersten Reaktionen von Behörden und Ämtern nicht viel Gutes vermuten. Die ersten Bescheide über weniger Leistungen, neue Bedarfsermittlungen oder einem höheren Eigenanteil sind längst verschickt. Wir werden und müssen daher gerade in diesem Jahr beobachten und handeln", schreibt Constantin Grosch auf der Petitionsplattform change.org, wo die Petition eingestellt und begleitet wurde.

Link zur Botschaft von Constantin Grosch

Lesermeinungen zu “Ein bisschen mehr Teilhabe” (2)

Von Cyra2003

Die Signe soll erst mal was auf die Beine stellen wie unser Raúl. Von ihr hört man nur gegen jeden und alles zu sein. Egal woher Raúl das Geld hätte um Demos zu veranstalten er tut was ohne solche Kämpfer währe das BTHG in seiner ersten Fassung rechtsgräftig geworden. Ich war 2 mal mit Raúl vor dem Band in Berlin zur Mahnwache habe mich in einer allein Aktion in Ketten gelegt vor dem Landtag in Saarbrücken. Konte an weiteren Aktionen nicht teilnehmen weil mich Menschen mit Behinderungen die ihr euch kaum vorstellen könnt gebraucht haben. Die Sorgfaltspflicht muss in Deutschland erst mal bei unseren Behinderten menschenrechtlich vertretbar sein !

Von Gisela Maubach

Ich bin der Meinung, dass die Überschrift nicht so ganz zutrifft.
Wenn sich die Einkommens- und Vermögenssituation derer verbessert hat, die bereits bedarfsdeckende Teilhabeleistungen erhalten, bedeutet das nun leider nicht, dass diejenigen, die bisher von personenzentrierter Teilhabe ausgeschlossen waren, nun auch von mehr Teilhabe profitieren würden.
Für diesen Personenkreis ist bisher weder die Möglichkeit der Selbstbestimmung noch die Möglichkeit der Inklusion erkennbar.

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