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Bei der Rollstuhlrugby-WM Ziel verfehlt

Drei Männer mit Sportrollstühlen, einer im dunklen Trikot, zwei im weißen Trikot beim Spiel
Marco Herbst im Spiel gegen Dänemark
Foto: Florian Schwarzbach / DBS

FRECHEN (kobinet)

Der Traum vom Viertelfinale bei der Rollstuhlrugby-Weltmeisterschaft ist geplatzt: Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft unterliegt Dänemark im letzten Vorrundenspiel mit 51:57 und verpasst den Einzug in die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft. Die Mannschaft ist in diesem Spiel unterlegen, hat jedoch ihr Potenzial gezeigt. Als Fünfter der Gruppe geht es für das Team von Cheftrainer Christoph Werner nun in die Platzierungsspiele. Der knappen Niederlage zum Trotz sieht Werner viel Potenzial in seiner Mannschaft und ruft bereits ein neues Ziel aus.

Bewerbungsfrist zum Sächsischen Inklusionspreis endet am 31. August

Im oberen Teil bunte und mehrfarbiege Kreise darunter der Text Inkluion in Sachsen ich bin die Gesellschaft Du bist
Im oberen Teil bunte und mehrfarbiege Kreise darunter der Text Inkluion in Sachsen ich bin die Gesellschaft Du bist
Foto: Integrationsnetzwerks Sachsen

DRESDEN (kobinet)

Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV) und der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (SBV) rufen gemeinsam dazu auf, Endspurt bei den Bewerbungen um den Sächsischen Inklusionspreis 2026 einzulegen. Noch bis zum 31. August 2026 können sich Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen und Organisationen aus Sachsen mit ihren gelungenen Inklusionsprojekten online bewerben. Gesucht werden vorbildliche Praxisbeispiele für gelebte Inklusion in den drei Kategorien Sport, Arbeiten und »So geht sächsisch inklusiv!«. Die Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

LVR verleiht Präventionspreis „Vorbild Prävention!“ an fünf Arbeitgeber

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

RHEINLAND / KÖLN (kobinet)

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnet 2026 fünf Arbeitgeber aus dem Rheinland mit dem Präventionspreis „Vorbild Prävention!“ aus. Die mit jeweils 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Arbeitgeber, die Prävention und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) über die gesetzlichen Vorgaben hinaus umsetzen.

FlixBus lässt Fahrgast mit Behinderung um 5.50 Uhr in Bozen Süd zurück

Gefaltetes Fahrrad
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Foto: Mirko Gragnato

Bozen (kobinet)

Wer eine Reise tut, kann viel erleben. Das gilt zuweilen besonders für diejenigen, die mit einer Behinderung, einem Hilfsmittel oder einfach nur umweltfreundlicher Reisen. „Intermodalität verweigert: FlixBus lässt einen Fahrgast mit Behinderung um 5.50 Uhr in Bozen Süd zurück“, so lautet ein Bericht, den die kobinet-nachrichten heute, am 21. August 2026, von Mirko Gragnato bekommen haben und den wir im Folgenden dokumentieren. Ihm wurde die Mitfahrt im FlixBus von Bozen aus verweigert, weil sein zusammengefaltetes Brompton-Faltrad nicht zur Mitnahme akzeptiert wurde.

Kassels Oberbürgermeister testete Verständlichkeit der Durchsagen im Kasseler Nahverkehr

Sven Schoeller
Schoeller_Sven
Foto: Stadt Kassel, Foto: Bernd Schoelzchen

Kassel (kobinet)

Zur Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr gehören auch wahrnehmbare und verständliche Informationen und Ansagen, beispielsweise zur nächsten Haltestelle des Busses oder der Bahn. Hierfür streiten beispielsweise blinde und sehbehinderte Menschen seit Jahren in Kassel. „Andreas Loose kann die Ansagen in Kassels Straßenbahnen kaum verstehen. Deshalb testete Oberbürgermeister Sven Schoeller mit ihm und der KVG den öffentlichen Nahverkehr“, berichtete vor kurzem die in Kassel erscheinende Hessisch Niedersächsische Allgemeine. Und weiter heißt es in dem Bericht: „Schon seit über drei Jahren kämpfe er darum, dass die Ansagen der Straßenbahnen besser zu verstehen seien, sagt Andreas Loose. Als Mann mit Sehbehinderung sei das für ihn wichtiger als für andere Menschen. ‚Manchmal rufe ich dann in die Bahn, wohin die fährt, aber da reagiert auch niemand‘, erzählt er. Nach vielen Anläufen und Telefonaten wandte er sich an Oberbürgermeister Sven Schoeller, der mit ihm nun den öffentlichen Nahverkehr in Kassel daraufhin getestet hat.“

Neue Norm-Beitrag: Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet)

Noch schlummert die Behindertenpolitik im Sommerloch. Doch im Herbst stehen wichtige Entscheidungen im Bundestag an, so auch die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). „Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet“, so lautet der Titel eines Beitrags von Karina Sturm auf der Plattform Die Neue Norm. „Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags auf der Plattform Die Neue Norm.

Inklusive Modelle und neue App im Haus der Geschichte

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Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet)

Eine 20 Personen starke Arbeitsgruppe von Menschen mit und ohne Behinderung haben über zwei Jahre hinweg im Haus der Geschichte in Bonn Modelle zum Tasten erarbeitet. Per App kann man sich nun auch als blinder Mensch durch das Museum führen lassen. Die App ist einem Bericht des WDR zufolge in Deutschland bisher einzigartig und navigiert per Piep-Töne und Stimme, wo es lang geht, was dort ausgestellt und was man erfühlen kann. Auf diese Entwicklung und den WDR-Bericht hat Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Hör hin-Webinar zum Arbeitsschutz am 3. September 2026

Plakat zum Hör hin Webinar
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Foto: DSB

Berlin (kobinet)

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) hat sein neues Projekt „Hör hin! Hörprävention für hörbeeinträchtigte Menschen – Sensibilisierung und Prävention über Gesundheitsthemen im Hinblick auf Hörschädigungen“, bei welchem eine Reihe von Webinaren durchgeführt werden sollen, gestartet. Mit Hilfe des Projektes sollen vermeidbare Hörschädigungen und Präventivmaßnahmen zum Schutzverhalten im Alltag aufgezeigt werden und dem Abbau von Stigmatisierung sowie zum Wissenstransfer und Austausch zwischen Referent*innen und Teilnehmenden dienen. Das dritte Webinar, das am 3. September 2026 von 18:00 – 19:30 Uhr via Zoom online stattfindet, wird das Thema „Arbeitsschutz und gesetzliche Rahmenbedingungen“ behandeln, in welchem dargelegt werden soll, wie man gut am Arbeitsplatz bzw. im Job hören kann.

Klare Worte von Jürgen Dusel zum Hitze- und Katastrophenschutz

Sharepic von Jürgen Dusel: Hitzeschutz muss alle schützen
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Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet)

Menschen mit Behinderungen sind von extremer Hitze in besonderer Weise betroffen – daher ist es nach Ansicht des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, ein wichtiges Signal, dass derzeit über eine Verankerung von Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz diskutiert wird. „Zum einen leiden Menschen mit Behinderungen besonders stark während der Hitzeperioden, die immer häufiger werden: aufgrund chronischer Erkrankungen, bestimmter Medikamente oder eingeschränkter Mobilität. Zugleich haben sie aufgrund ihrer Beeinträchtigungen oder geringer finanzieller Ressourcen oft nur wenig eigenen Handlungsspielraum, sich vor Hitze zu schützen. Deshalb brauchen wir Förderprogramme, die zeitnah Hitze- und Klimaschutz in sozialen Einrichtungen – zum Beispiel in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Werkstätten und Pflegeheimen – ermöglichen“, heißt es in einem Facebook-Post von Jürgen Dusel.

In vier Wochen wählt Berlin

Abgeordnetenhaus Berlin
Abgeordnetenhaus Berlin
Foto: Peter Thieme

BERLIN (kobinet)

Am 20. September wählt Berlin. Für die Lebenshilfe Berlin ist klar: Berlin muss eine Stadt für alle sein. Deshalb begleitet der Verband die Wahl mit einer Kampagne für eine inklusive Stadtgesellschaft. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres rückt ein weiteres drängendes Thema in den Fokus: Noch immer werden viele Kinder und Jugendliche in Berlin gar nicht oder nur verkürzt beschult. Das darf nicht sein. Das Recht auf Bildung gilt für alle. Deshalb fordern wir: Kein Kind in Berlin darf ohne Beschulung bleiben! Auch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz beschäftigt die Mitglieder der Lebenshilfe. Sollte es in der vorliegenden Form umgesetzt werden, drohen erhebliche Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien. Warum wir die Pläne kritisch sehen und was jetzt wichtig ist, lesen Sie weiter unten. Viele weitere Informationen zu den Standpunkten zur Wahl in Berlin sowie hilfreiche Unterlagen zur Wahl gibt es auf dieser Internetseite.

Bewerbung für Beirat für Menschen mit Behinderungen in Charlottenburg-Wilmersdorf möglich

Gezeichnetes Gruppenbild mit vielfältigen Menschen
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Foto: BACW

Berlin (kobinet)

Für die Wahlperiode 2026 bis 2031 sucht das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf engagierte Bürgerinnen und Bürger für den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Interessierte können sich 31. Oktober 2026 bewerben. Als Mitglied im Beirat werden Bürgerinnen und Bürger zur zentralen Stimme für Menschen mit Behinderungen und beraten das Bezirksamt sowie die Bezirksverordnetenversammlung direkt bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen. Der Aufruf richtet sich ausdrücklich an alle: Menschen, die selbst eine Behinderung haben, ihre Angehörigen und Begleitpersonen, aber auch an Fachkräfte oder Ehrenamtliche aus der Selbsthilfe und sozialen Teilhabe. Ziel ist es, ein Gremium zu bilden, das die gesamte Bandbreite an Erfahrungen im Bezirk widerspiegelt und so eine umfassende Interessenvertretung ermöglicht, wie es in einer Presseinformation des Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf heißt.

Sendungen Nachgefragt zur Kommunalwahl in Hannover jetzt online

Bild von der Sendung Nachgefragt mit OB-Kandidaten von Hannover
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Foto: h1 Hannover – Christian Draheim

Hannover (kobinet)

In Niedersachsen finden am 13. September 2026 Kommunalwahlen statt. Gewählt wird unter anderem der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Beeinflusst durch die radikalen Sparmaßnahmen der Bundesregierung – insbesondere in der Sozialpolitik – rückt das Thema Inklusion bei dieser Wahl besonders in den Fokus. Um herauszufinden, wie die Spitzenkandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover sowie die Spitzenkandidat*innen zur Wahl des bzw. der Regionspräsident*in sich in Sachen Inklusion positionieren, hatte der Arbeitskreis Inklusion vom Verein Janun Hannover zu einem Inklusionstalk in die Sendung „Nachgefragt“ bei h1-Fernsehen eingeladen. Nun wurden die auf h1 ausgestrahlten Sendungen auf YouTube eingestellt, wie deren Moderator Christian Draheim den kobinet-nachrichten mitteilte.

Neue Bahnstation in Rüdesheim: barrierefrei und näher an der Innenstadt

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Rüdesheim (kobinet)

Rüdesheim erhält eine neue, barrierefreie Bahnstation in zentralerer Lage. Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori hat sich am Mittwoch vor Ort über den Stand der Bauarbeiten informiert. In Höhe des Hafenparks entstehen derzeit zwei jeweils 210 Meter lange Bahnsteige. Die neue Station, deren Planung ursprünglich vom Land initiiert worden war, soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb gehen. „Ein attraktiver öffentlicher Verkehr beginnt mit einem guten Zugang zur Bahn. Die neue Station bringt den Zug näher an die Menschen, schafft Barrierefreiheit und verbessert die Verknüpfung mit Bus, Fahrrad und Auto. Das ist für die Menschen in Rüdesheim im Alltag eine deutliche Verbesserung und mit Blick auf die Bundesgartenschau 2029 eine wichtige Investition in die Zukunft der gesamten Region“, sagte Mansoori.

Vielfältige Angebote zur SportWoche für Alle 2026

Gruppe von Sportlerinnen und Sportlern in gelbem oder roten Dress laufen vorbei oder passieren mit Rollstuhl
Gruppe von Sportlerinnen und Sportlern in gelbem oder roten Dress laufen vorbei oder passieren mit Rollstuhl
Foto: Kevin Voigt / DBS

FRECHEN (kobinet)

Die Initiative des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) geht vom 19. bis zum 26. September in die vierte Runde und möchte auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam machen sowie für neue Angebote werben. Mehr als 360 Angebote werden dieses Jahr Teil der SportWoche für Alle sein. Sportarten ausprobieren, eigene Stärken entdecken und diese gemeinsam im Sportverein weiterentwickeln – genau dafür steht die SportWoche für Alle. Die SportWoche für Alle zeigt die vielfältigen Möglichkeiten im gemeinsamen Sport für Menschen mit und ohne Behinderung auf. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der DBS auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam und wirbt gleichzeitig für neue. Wer die passende Aktion in der Nähe sucht, findet im Internet eine ausführliche Übersicht über alle Termine und Events.

Schlichtungsstelle: Medizinische Rehabilitation in geeigneter Klinik

Sharepic zu Fällen der Schlichtungsstelle BGG
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Foto: Schlichtungsstelle BGG

Berlin (kobinet)

„Eine medizinische Rehabilitation kann nur dann ihr Ziel erreichen, wenn sie in einer geeigneten Klinik stattfindet. Die Wahl der entsprechenden Klinik muss daher zur Erkrankung und zu den Bedürfnissen der Betroffenen passen.“ Darauf weist der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel in einem Facebook-Post hin und berichtet über einen aktuellen Fall aus der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG): „Ein sehbehinderter Mann mit psychischer Erkrankung wandte sich an die Schlichtungsstelle BGG, nachdem ihm für seine bewilligte Rehabilitation eine Klinik für Alterserkrankungen (mit geriatrischem Schwerpunkt) zugewiesen worden war. Diese hielt er für seine Erkrankung für ungeeignet. Sein Widerspruch wurde zunächst mit der Begründung abgelehnt, dass die von ihm gewünschte spezialisierte Klinik eine zu lange Wartezeit habe. Im Schlichtungsverfahren wurde der Fall erneut geprüft. So konnte erreicht werden, dass der Antragsteller zeitnah eine Rehabilitation in einer auf seine Erkrankung spezialisierten und barrierefreien Klinik antreten konnte.“

Sozialminister Hildenbrand zieht 100-Tage-Bilanz für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

STUTTGART (kobinet)

Anlässlich der 100-Tage-Bilanz der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg am 19. August 2026 hat Sozialminister Oliver Hildenbrand erste zentrale Vorhaben seines Ressorts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgestellt. „Wir sorgen dafür, dass die Menschen in unserem Land miteinander leben, füreinander da sein und sich umeinander kümmern können“, erklärte Hildenbrand in Stuttgart.

Wirst Du behindert ?

Bild mit blauem Rahmen und blauem Unterteil in dem sich auch ein blaues Kamel befindet. Darin ein gelbes Feld mit dme Titel und dem Termin der Veranstaltung
Plakat zu dieser Veranstaltung
Foto: Aktionsbündnis „Das Blaue Kamel“

BERLIN (kobinet)

Das Berliner Aktionsbündnis „Das Blaue Kamel“ plant zum Thema „Wirst Du behindert, habe ich gefragt“ im Kesselhaus der Kulturbrauerei in der Schönhauser Allee wieder eine Wahlinformationsveranstaltung mit den Berliner Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten. Menschen mit Behinderungen können hier die Spitzenkandidatinnen der Berliner Parteien treffen. Sie können ihnen Fragen stellen und erfahren, welche Pläne die Parteien für die nächsten Jahre haben. Auf der Tagesordnung werden dabei unter anderem Themen wie Barrierefreiheit, Inklusion, Wohnen und Arbeit für Alle, Mobilität sowie Assistenz und Unterstützung stehen. Weitere Einzelheiten zu dieser Veranstaltung können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

Soziale Gerechtigkeit beginnt vor Ort

Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Logo VdK Niedersachsen-Bremen
Foto: VdK Niedersachsen-Bremen

HANNOVER (kobinet)

Am 13. September 2026 sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Nach Einschätzung des Sozialverbandes VdK ist das ein richtungsweisender Tag für das Miteinander vor Ort in den Gemeinden, Städten und Landkreisen. Mit einem Forderungspapier zeigt der Verband, in welchen Bereichen die Kommunen aktiv werden müssen. Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. stellt dazu fest: „Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden damit ganz konkret über ihre Lebensqualitäten vor Ort: Finde ich noch einen Arzt oder eine bezahlbare Wohnung vor Ort? Wie barrierefrei sind Rathäuser? Und gibt es Busse, die auch auf dem Land regelmäßig fahren?“ Die Forderungen des Sozialverbandes zur Kommunalwahl 2026 sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Land fördert Einrichtungen der Tagespflege

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet)

In Baden-Württemberg sind mehr als 600.000 Menschen pflegebedürftig. Rund 85 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt, etwa zwei Drittel davon ausschließlich durch Angehörige. Das stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund richtet das Innovationsprogramm Pflege des Ministeriums für Soziales, Arbeit und Gesundheit in diesem Jahr einen besonderen Fokus darauf, das häusliche Umfeld zu stärken und zu entlasten. Rund 2,5 Millionen Euro stellt deshalb die Landesregierung dafür zur Verfügung und investiert in acht konkrete Projekte im Land. Dies teilte Sozial- und Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand in Stuttgart mit. Mit unserer Förderung werden in diesem Jahr insgesamt rund 150 neue Plätze in Einrichtungen der Tagespflege in Baden-Württemberg geschaffen“, so Minister Hildenbrand.

Dokumentation der Inklusionstage 2026 veröffentlicht

Logo der Inklusionstage 2026
Logo der Inklusionstage 2026
Foto: BMAS

Berlin (kobinet)

Die diesjährigen Inklusionstage, die am 6. und 7. Juli 2026 in Berlin stattfanden, waren auch in diesem Jahr wieder ein Ort für engagierte Diskussionen und Vernetzung. Das diesjährige Thema der Fachveranstaltung war „Ausbildung und Arbeit für junge Menschen mit Behinderungen – barrierefrei • selbstbestimmt • zeitgemäß“. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie junge Menschen mit Behinderungen bestmöglich beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf unterstützt werden können und welche Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben geschaffen werden müssen. Auf der Internetseite www.gemeinsam-einfach-machen.de/ikt26 wurde nun die Dokumentation der Inklusionstage 2026 veröffentlicht, wie das Organisationsteam der Inklusionstage des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mitteilte.

Versorgungslücke schließen: Projekt GaViD-Sinne stärkt Diagnostik bei Taubblindheit und Hörsehbehinderung

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Foto: Susanne Göbel

Hannover / Berlin / Würzburg / Stuttgart (kobinet)

Wer weder gut sehen noch hören kann, fällt in der universitären Regelversorgung oft durch das Raster, da beide Sinne meist getrennt betrachtet werden. Hier setzt das Projekt „GaViD-Sinne“ (Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Sinnesbehinderungen) an: Es schließt diese Lücke bundesweit durch aufeinander abgestimmte, kostenlose Angebote multiprofessioneller Befundung und Beratung. Ziel ist, die interdisziplinäre Diagnostik und Versorgung für Menschen mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit für alle Altersgruppen bundesweit nachhaltig zu verbessern.

Gesetzentwurf: Ärztliche Zwangsmaßnahmen sollen außerhalb von Krankenhäusern ermöglicht werden

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragrafenzeichen
Foto: omp

Berlin (kobinet)

Ärztliche Zwangsmaßnahmen bei Personen, die gesetzliche Betreuung nutzen, sollen künftig in eng begrenzten Ausnahmefällen auch außerhalb eines Krankenhauses durchgeführt werden können. Das sieht der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Regelung über ärztliche Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht und zur Stärkung des ultima-ratio-Gebots sowie der Selbstbestimmung der Betroffenen vor, wie es in einer Meldung auf der Internetseite des Deutschen Bundestages heißt. Dort heißt es u.a.: „Nach geltendem Recht kann laut Entwurf ein Betreuer in eine ärztliche Zwangsmaßnahme nur einwilligen, wenn diese im Rahmen eines Aufenthalts in einem Krankenhaus durchgeführt wird. Mit der geplanten Neuregelung setzt die Bundesregierung nach eigener Darstellung ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. November 2024 um. Das Gericht hatte entschieden, dass diese ausnahmslose Vorgabe in bestimmten Einzelfällen zu einem unangemessenen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit führen kann, und dem Gesetzgeber eine Neuregelung bis Ende 2026 aufgegeben.“

Entschieden gegen jedwede Form der Diskriminierung vorgehen

baetzing lichtenthaeler sabine 2026
baetzing lichtenthaeler sabine 2026
Foto: Pressefoto MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet)

Rheinland-Pfalz stärkt den Kampf gegen Diskriminierung sowie den Schutz und die Beratung für Betroffene. Familien- und Jugendministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler unterzeichnet dazu eine Gemeinsame Erklärung mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung Ferda Ataman. Die Erklärung bekräftigt das Engagement für gerechte Teilhabe und gegen Diskriminierung sowie die Verankerung des Schutzgedankens auf Landesebene. Dazu sollen die Antidiskriminierungs-Beratungsstellen in Rheinland-Pfalz gestärkt werden und Rheinland-Pfalz am bundesweiten Austausch sowie dem Bericht über den Ausbau der Beratungsstellen partizipieren. Die Vereinbarung wird von Bätzing-Lichtenthäler und Ataman am 9. September in Berlin unterzeichnet. Darüber hat Bätzing-Lichtenthäler am 18. August 2026, dem 20. Jahrestag des Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), im rheinland-pfälzischen Ministerrat informiert.

Unbelegte Verdächtigungen gegen Beschäftigte in Pflegeheimen sind verantwortungslos

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet)

Nachdem Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund am 16. August 2026 nach Informationen des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK):auf Instagram unbelegte Zweifel an der ordnungsgemäßen Briefwahl in Pflegeheimen gesät hat, hat sich der Verband mittels einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit gewandt, wie Diana Hömmen den kobinet-nachrichten mitteilte. Wer öffentlich behaupte, bei der Briefwahl in Pflegeeinrichtungen werde „nicht immer alles dem Zufall überlassen“, obwohl er selbst einräumt, dafür keine Belege zu haben, sät gezielt Misstrauen gegen die Menschen, die dort arbeiten. Das sei verantwortungslos, heißt es vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe.

Für Para Dressursport geht Traum in Erfüllung

Reiterin mit weißer Bluse und weißen Hosen sowie dunklem Jacket und dunkler Reiterkappe auf dunkelbraunem Pferd
Regine Mispelkamp
Foto: Mathias Schulz / DBS

FRECHEN (kobinet)

Für die deutschen Para Dressursportlerinnen und Dressursportreiter geht ein Traum endlich in Erfüllung. Das Quartett von Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer startet im Reitsport erstmals auf der ganz großen Bühne in Aachen bei den Weltmeisterschaften. Vom 19. bis 23. August finden die Para Dressursport-Wettbewerbe inmitten der WM der olympischen Titelkämpfe statt. Dabei geht es neben Medaillen und Sichtbarkeit für den Para Sport auch um die Paralympics-Qualifikation.

Behinderte Menschen in England sollen kostenlose Busfahrten erhalten

Big Ben, London
Big Ben
Foto: Lucas Davies

LONDON (kobinet)

Nachdem die neue Regierung in Großbritannien unter Premierminister Andy Burnham bereits im August kostenlose Busfahrten für unter 16-Jährige eingeführt sowie eine Obergrenze von zwei britischen Pfund für Einzeltickets angekündigt hatte, hat die Regierung bekannt gegeben, dass behinderte Menschen in England ab April kommenden Jahres zu jeder Tageszeit kostenlos mit dem Bus reisen können. Der gegenwärtig gültige Behindertenbuspass ist nur zwischen 09.30 Uhr und 23.00 Uhr an Werktagen nutzbar. Damit ist eine Fahrt zur Arbeit oder späteren abendlichen Veranstaltungen bisher schwierig. Die dann neuen können zu jeder Tageszeit am Wochenende und an Feiertagen verwendet werden.

Wenn nicht jetzt wann dann? Diskriminierungsschutz schnell verbessern

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet)

Vor 20 Jahren, am 18. August 2026, war der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul in Berlin mit dabei als das Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Hof des Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefeiert wurde. Nach dem jahrelangen Engagement vieler zivilgesellschaftlicher Gruppen und vor allem auch der Behindertenbewegung war den Aktiven und Ottmar Miles-Paul damals klar, dass das neue Gesetz zwar ein wichtiger Zwischenerfolg, aber längst nicht das Ende der Fahnenstange in Sachen Diskriminierungsschutz in Deutschland, ist. Heute, 20 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes, fragt sich Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten vor allem angesichts der anstehenden Landtagswahlen mit enorm hohen Umfragewerten für die AfD und dem schwachen Gesetzentwurf der Bundesregierung für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, wie lange die Bundestagsabgeordneten noch zögern wollen, um einen wirksameren Schutz vor Diskriminierungen in Deutschland zu schaffen.

VdK warnt vor verschärften Pflegegrad-Regeln und rät zu schnellen Anträgen

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK warnt vor den geplanten Verschärfungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz der Bundesregierung. Laut dem Gesetzentwurf, den die Bundesregierung Anfang Juni 2026 vorgelegt hat, werden ab 2027 die Voraussetzungen für die Pflegegrade 1 bis 3 verschärft. Dadurch werde es Pflegebedürftigen deutlich erschwert, einen Pflegegrad zu erhalten, so der Verband.

20 Jahre AGG: Bündnis fordert mit Petition umfassende Reform des Antidiskriminierungsrechts

AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen
AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird heute, am 18. August 2026, 20 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums startete das Bündnis AGG Reform-Jetzt! die Petition „Schluss mit Symbolpolitik – Für einen echten Schutz vor Diskriminierung“. Darin fordert das Bündnis den Deutschen Bundestag und die zuständigen Ausschüsse auf, die geplante Reform des AGG grundlegend nachzubessern. Diskriminierung betrifft Millionen Menschen in Deutschland. 2025 berichteten mehr als 13 Prozent der Menschen in Deutschland davon, Diskriminierung erfahren zu haben – bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, in Schulen, beim Arztbesuch, im Amt oder beim Einkauf.
Das AGG sollte Menschen vor Diskriminierung schützen. Doch fast 20 Jahre nach seinem Inkrafttreten zeigt sich: Das AGG schützt viele Menschen nur auf dem Papier. Es hilft nicht, heißt es in der Presseinformation des Bündnis AGG Reform Jetzt!.

Wenn Selbstvertretung unbequem wird: Was ich gelernt habe und was andere daraus mitnehmen können

drei rote Ausrufezeichen
drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Kassel (kobinet)

„Wenn Selbstvertretung unbequem wird: Was ich gelernt habe und was andere daraus mitnehmen können“, so lautet der Titel eines Beitrags einer behinderten Frau, die sich in der Selbstvertretung behinderter Menschen engagiert. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen diesen Beitrag anonym, weil wir nicht wollen, dass der Betroffenen zukünftig Nachteile entstehen. Wir veröffentlichen diesen Beitrag vor allem, weil wir immer wieder Erfahrungsberichte von behinderten Menschen bekommen, die sich in sogenannten Partizipationsprozessen engagieren, die ihre Erfahrungen engagiert und viel zu oft kostenfrei eingebracht haben, die all ihren Mut zusammengenommen haben und ihre Sicht der Dinge, ihr Erlebtes, geschildert haben. Und die zum Teil unendlich frustriert waren, dass diese Beteiligungsprozesse wenig gebracht haben und ihre Stimmen viel zu häufig ignoriert wurden. Der folgende Beitrag spricht daher sicherlich einigen aus dem Herzen, will aber Mut machen, sich trotzdem in der Selbstvertretung zu engagieren und unseren Stimmen Wirkung zu verleihen.

Organspenden: Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung

Reichstagufer im Sommer
Reichstagufer im Sommer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Eine Reihe von Bundestagsabgeordneten fordern in einem interfraktionellen Gesetzentwurf die Einführung der sogenannten Widerspruchsregelung bei der Organspende. Zu den Mitzeichnern des Gruppenantrags gehören Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Linken und Grünen, wie aus der Vorlage und einem Bericht auf der Internetseite des Deutschen Bundestag hervorgeht. Dort heißt es u.a.: „2025 verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) den Angaben zufolge 985 Organspender. Demgegenüber standen 8.199 Patienten auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Die Zahl der Organspender reiche damit bei Weitem nicht aus, um den Bedarf an Spenderorganen zu decken, heißt es in dem Entwurf.“

Landeszentrale Daheim und füreinander: Neue Anlaufstelle für altersgerechte Dörfer und Quartiere in Rheinland-Pfalz

baetzing lichtenthaeler sabine 2026
baetzing lichtenthaeler sabine 2026
Foto: Pressefoto MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet)

Mit der steigenden Zahl älterer Menschen in Rheinland-Pfalz wächst der Bedarf an altersgerechten Dörfern und Quartieren. Die neue Landeszentrale „Daheim und füreinander“ wird künftig der zentrale Ansprechpartner für Kommunen, Verbände, Träger der freien Wohlfahrtspflege und Initiativen sein, die altersgerechte Strukturen vor Ort entwickeln und stärken wollen. Dafür werden die Landesfachstellen für neue Wohnformen und Demenz sowie die Servicestellen für Pflegestrukturplanung, Unterstützungsangebote im Alltag und das Landesnetzwerk Anlaufstellen für ältere Menschen unter einem Dach gebündelt. Die Zentrale berät, informiert und unterstützt zu Organisation, Aufbau und Förderung von passenden Wohn-Pflegeangeboten, sorgenden Gemeinschaften und Unterstützung für ältere Menschen im Dorf oder Quartier.

Der Berliner Protesttag vom 5. Mai 2026 in Bild und Ton

Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Plakat der Aktion Mensch zum Europäischen Protesttag 2026
Foto: Aktion Mensch

Berlin (kobinet)

Um den 5. Mai 2026 herum gingen bundesweit zehntausende behinderte und nichtbehinderte Menschen auf die Straße, um für Teilhabe und Gleichstellung zu demonstrieren. Bei den aktuellen Diskussionen und noch zur Entscheidung anstehenden Gesetzesreformen werden im Herbst 2026 sicherlich weitere Proteste folgen. Als Einstimmung und Mutmacher wurde nun einen Video mit deinem Rückblick auf den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2026 veröffentlicht. Wie in jedem Jahr fand in Berlin eine Demonstration und eine Abschlusskundgebung am Roten Rathaus statt. Am Berliner Protesttag 2026 nahmen 4.500 Teilnehmende teil. „Schauen Sie sich diese bunte Demonstration noch einmal auf YouTube an“, heißt es im aktuellen Newsletter des Berliner Behindertenverband.

Link zum Video auf YouTube

ORF macht Werbung mit Untertiteln und Audiodeskription möglich

Bild mit dem Logo des ORF
Bild mit dem Logo des ORF
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet)

Wie der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS in seinem Newsletter berichtet, geht der Österreichische Rundfunk (ORF) einen weiteren Schritt in Richtung umfassender Inklusion: Seit dem 27. Juli 2026 können Werbetreibende ihre Spots ab sofort auch mit Untertiteln und audiodeskription anbieten. Über die ORF-Enterprise lassen sich die barrierefreien Werbemittel im ORF-Fernsehen, im ORF.at-Network und auf der Streamingplattform ORF ON ausspielen. Matthias Seiringer, CEO der ORF-Enterprise, betonte nach erfolgreichen Testphasen, dass Unternehmen ihre Zielgruppen dadurch effektiver und empathischer erreichen können. Ein erstes Praxisbeispiel zeigt die ORF-Enterprise bereits auf ihrer Website: Ein Spot für das Waschmittel Ariel Max Power (Procter & Gamble) ist dort mit beiden Barrierefreiheits-Optionen abrufbar.

Link zu weiteren Infos: https://enterprise.orf.at/main/barrierefrei-werben

Link zum BIZEPS-Beitrag

Petition fordert Schließung von Schutzlücken im Prozess- und Familienrecht für Menschen mit Schwerbehinderung

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Foto: Pixabay/geralt

NEUSS (kobinet)

Fikriye Sahan-Fröhlich, eine Frau mit Schwerbehinderung (GdB 100, Merkzeichen aG, B, H, RF) und dauerhafter Rollstuhlnutzung, hat eine dringende Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Darin fordert sie Anpassungen im Prozess- und Familienrecht (ZPO, FamFG, BGB), um Schutzlücken für Menschen in akuten gesundheitlichen Notlagen zu schließen.

Paritätischer Gesamtverband begrüßt Sofortprogramm Klimaanpassung

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Der Paritätische Gesamtverband begrüßt das am 15. August 2026 vorgelegte Sofortprogramm Klimaanpassung und Hitzeschutz der SPD-geführten Bundesministerien. Anlässlich des Papiers betonte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, dass ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung sozialer Einrichtungen längst überfällig sei. Kurzfristige Maßnahmen wie richtiges Lüften oder die Bereitstellung von Wasser reichten, nach den Worten des Hauptgeschäftsführers dieses Verbandes, angesichts extremer Hitze nicht aus.

Wie geht „ein wahrhaftiges Sprechen“ über das menschliche Leiden in der Hitzekatastrophe

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

Quälend lange Wochen seit Beginn dieses Hitzekatastrophensommers mit Höchsttemperaturen um die 40 Grad hat es gebraucht, bis Stimmen aus der behindertenpolitischen Interessenvertretung etwas darüber haben verlauten lassen. Obgleich ihre „Klientel“, behinderte Menschen, zu den Hauptbetroffenen und Leidtragenden zählen. Und was nun endlich über die Ausmaße dieser Katastrophe und das menschliche Leiden von dort verlautet, sind oft genug auch bloße Verlautbarungen. Mit Daten und Fakten über mangelnden Hitzeschutz insbesondere für vulnerable Gruppen sowie Hinweise auf entsprechende „Stellschrauben“, mittels derer „Sofortmaßnahmen“ in Sachen Hitzeschutz auf den Weg gebracht werden müssten. Ein nüchtern objektiver Berichterstattungsduktus der die Drastik der katastrophischen Ereignisse und deren menschliche Leidensdramatik nicht annähernd wiedergibt und damit auch ihrem Wahrheitsanspruch letztlich nicht gerecht wird. Die Dimension der Tragödie kommt so gut wie nicht zum Ausdruck.

Über 50.000 Menschen unterstützen bereits Petition für wirksames Gleichbehandlungsgesetz

Banner zur Petition für ein wirksames AGG
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Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet)

„Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz“, sol lautet der Titel einer Petition, die sich an die Mitglieder des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, sowie die Bundestagsabgeordneten richtet und vom Bündnis AGG Reform Jetzt! auf der Petitionsplattform von Campact WE ACT gestartet wurde. Aktueller HIntergrund der vor kurzem gestarteten und bereits von über 50.000 Menschen unterstützten Petition ist, dass dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) der Bundesregierung vorliegt. Dieser bleibet aber weit hinter dem zurück, was Betroffene, Fachverbände und juristische Expert*innen seit Jahren fordern: Ein Gleichbehandlungsgesetz, das seinen Namen verdient.

Deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft will Viertelfinale erreichen

Zwei junge Männer, einer in schwarzem und einer im weißen Sportdress, auf Sportrollstühlen. Einer vo9n beiden hat einen Ball
Rollstuhlrugby-Spieler auf dem Spielfeld
Foto: Josco Wilke © Kevin Voigt / DBS

FRECHEN (kobinet)

Die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft erwartet bei der vom 17. bis 24. August anstehenden Weltmeisterschaft in São Paulo (Brasilien) von Beginn an ein anspruchsvolles Turnier. Bereits in der Vorrunde trifft die Auswahl von Cheftrainer Christoph Werner unter anderem auf den amtierenden Paralympics-Sieger Japan. Doch trotz der schweren Gruppe ist das Ziel klar: Deutschland will das Viertelfinale erreichen. Nachdem die Mannschaft die Paralympics 2021 in Tokio knapp verpasst hatte, sicherte sie sich mit der Qualifikation für Paris 2024 den größten Erfolg der vergangenen Jahre. Dort belegte Deutschland zwar Platz acht und verlor alle Spiele, zeigte gegen die Weltspitze aber gute Leistungen und hielt die Begegnungen eng. „Am Ende war es noch eine Nummer zu groß“, sagt Christoph Werner rückblickend. Bei der letzten Europameisterschaft im Vorjahr landete sein Team dann auf Platz vier. Auf dieser Seite gibt es im Internet weitere Informationen, den Spielplan und Ergebnisse.

Veranstaltung in Berlin: Du hast die Wahl

Abgeordnetenhaus Berlin
Abgeordnetenhaus Berlin
Foto: Peter Thieme

Berlin (kobinet)

Die im September in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stattfindenden und auch für die Behindertenpolitik wichtigen Landtagswahlen rücken näher. Am 29. August 2026 veranstaltet der Berliner Behindertenverband eine Info-Veranstaltung zur Wahl des Abgeordnetenhauses von Berlin. Die Wahl findet am 20. September statt. Zu der Veranstaltung, die im BVV-Saal (1. Etage mit Lift) im Rathaus Berlin-Mitte, Karl-Marx-Allee 31, in 10179 Berlin von 15:00 bis 17:45 Uhr stattfindet, wurden Vertreter und Vertreterinnen der demokratischen Parteien eingeladen, die derzeit im Abgeordnetenhaus vertreten sind, wie es im neuesten Newsletter des Berliner Behindertenverband heißt.