Spurensuche im Kleisthaus

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: domain public

Berlin (kobinet) Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 25. Januar ab 19.00 Uhr im Kleisthaus, Mauerstraße 53, in Berlin mit einem ganz besonderen Abend an die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, die den Morden der sogenannten "Euthanasie" zum Opfer gefallen sind. Die Inszenierung "Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?" ist keine historische Betrachtung, keine moralische Lehrstunde, kein ästhetisches Experiment. Spurensuche ist kein Versuch, die Wirklichkeit zu verstehen, sondern die Wahrheit zu begreifen.

35 Schüler*innen haben in einem einzigartigen Projekt des Ernst Mach Gymnasiums und der Mittelschule Haar zu den „Euthanasie“-Morden in der Zeit des Nationalsozialismus recherchiert. Unter der Leitung von Farina Simbeck und Thomas Ritter haben sie Fakten zusammengetragen, Erfahrungen gesammelt, sich auf Begegnungen eingelassen und den unterschiedlichsten Perspektiven nachgespürt. Die daraus entstandene beeindruckende Inszenierung wurde im Rahmen des Wettbewerbs „andersartig gedenken on stage“ ausgezeichnet.

Im Anschluss an die Aufführung wird die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, im Gespräch mit den Künstler*innen des Projektes und der Berliner Malerin Hannah Bischof der Frage nachgehen, warum uns das Thema „Euthanasie“ heute angeht und welche Impulse für die Zukunft wir aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gewinnen können. Hannah Bischof hat den Verlust ihrer Großmutter durch einen „Euthanasie“-Mord in einem großen Bilderzyklus bearbeitet und auf ganz persönliche Weise dokumentiert.

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