Vor der Wahl des Bundespräsidenten

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Petra Wontorra
Petra Wontorra
Bild: Tom Figiel

Hannover (kobinet) Petra Wontorra nimmt am kommenden Sonntag als Mitglied der Bundesversammlung an der Wahl des neuen Bundespräsidenten teil. Niedersachsens Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen sieht als gutes Zeichen, dass Wahlfrauen und -männer aus allen Teilen der Gesellschaft kommen, teilte sie heute der Presse mit.  Aussichtsreichster Kandidat für das Amt des deutschen Staatsoberhauptes ist der SPD-Politiker und ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Wontorra wurde von der SPD Niedersachsen für die Bundesversammlung nominiert. Seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren setzt sich die Landesbeauftragte für mehr Teilhabe und verbesserte Lebensbedingungen für Menschen Behinderungen in Niedersachsen ein. „Es ist das richtige Zeichen, Wahlfrauen und -männer aus allen Teilen der bürgerlichen Gesellschaft zu nominieren", betont Wontorra und sieht sich in der Bundesversammlung „als Gesicht und Stimme der Menschen mit Behinderungen". Die Rollstuhlnutzerin erhofft sich, „dass Frank-Walter Steinmeier nach seiner Wahl als Bundespräsident sich auch dem Gedanken von menschlicher Vielfalt im Sinne von Bereicherung für die Gesellschaft verstärkt widmet."

Die insgesamt 1.260 Mitglieder zählende Bundesversammlung setzt sich zu gleichen Teilen aus den Mitgliedern des Bundestages und den Abgesandten der Länderparlamente zusammen.

Lesermeinungen zu “Vor der Wahl des Bundespräsidenten” (5)

Von Signe

...
Mein vorletzter Satz schließt mit dem Wort 'reagiert' ab.

Von Signe

@mirakuli
Ergänzung: ... Oder Frau Wontorra ist Veganerin ;.)
Jedenfalls ist auffallend, dass die in Verbände eingebundenen Behinderten, die in Verbänden der Selbsthilfe in Vorständen sind, die qualitativ besten orthopädischen Hilfsmittel fahren und (bei Prothesen) tragen.
Wenn man nun eine Frage an die qualitativ augenscheinlich und offensichtlich _tatsächlich_ gesellschaftlich Bessergestellten und Besserfahrenden und Bessersitzenden nach den von ihnen genutzten orthopädischen Hilfsmitteln fragt, dann wird von den Genannten aggressiv bis (einer verschlossenen Auster gleich) verschlossen.
So sieht es leider aus!

Von Ernst

„Worte sind Suppe, Taten hingegen Fleisch.“

Nun habe auch ich verstanden, warum die wenigsten noch Graupen mögen, aber gern davon reden.

Von mirakuli

Da, wie ich sehe, alle weiteren Kommentare zu Artikeln von Frau Wontorra für Lesermeinungen gesperrt sind, möchte ich an dieser Stelle zu einem vorherigen Artikel eingehen - solange ich noch darf:
Frau Wontorra mahnte an, dass das BTHG längst nicht alle Probleme löse und dass weitere Schritte festgelegt werden müssten, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu gewährleisten. – Welch frühe Erkenntnis – Hut ab!

„Als Behindertenbeauftragte von Bund und Ländern werden wir eine Weiterentwicklung des Teilhaberechts für Menschen mit Behinderungen in den kommenden Jahren weiter begleiten und einfordern.", ihr weiterer Kommentar.

Frau Wontorra, Sie mögen vielleicht die Entwicklung des BTHG begeleitet haben – das Ergebnis sieht man inzwischen deutlich! Dafür erwarten Sie sicherlich keine Anerkennung von den Menschen, die Sie zu vertreten haben, oder?

Doch frage ich mich was Sie damit meinen, dass Sie die Weiterentwicklung des BTHG WEITER einfordern werden. Habe ich Ihre bisherigen Einforderungen tatsächlich verpasst?

Wie Goethe so schön sagte: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen!“ (aus Faust)
Oder wie ich neulich las: „Worte sind Suppe, Taten hingegen Fleisch.“ – Aber vielleicht sind Sie Vegetarierin?

Von mirakuli

Es ist gestattet die Frage zu stellen, wann und wo sich Frau Wontorra bisher für mehr Teilhabe und verbesserte Lebensbedingungen für Menschen Behinderungen eingesetzt hat. Wo hörte man ihre Stimme während der Diskussion und das Ringen um das BTHG? Wann oder wo hat sie dazu Stellung bezogen, oder gar Kritik geübt, bzw. Forderungen gestellt?

Frau Wontorra hofft, dass sich „Frank-Walter Steinmeier nach seiner Wahl als Bundespräsident auch dem Gedanken von menschlicher Vielfalt im Sinne von Bereicherung für die Gesellschaft verstärkt widmet“? Unser noch amtierender Bundespräsident hat uns Menschen mit Behinderung mit dem BTHG ein unfassbares „Neujahrsgeschenk“ beschert, zu dem ich keine einzige Stellungnahme von Frau Wontorra finden konnte.

Nun erhofft sie sich einen „Gedanken von menschlicher Vielfalt“. In diesem Zusammenhang hätte ich klare Worte in Bezug auf das BTHG von ihr erwartet, auf die sich verschärfende Situation ihrer Mitgenossen/innen, damit auch wir in Zukunft menschenwürdig zu dieser, von ihr erhofften „menschlichen Vielfalt“ gehören können!

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