Sonderwelten verursachen Armut

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Katrin Werner
Katrin Werner
Bild: Katrin Werner

Berlin (kobinet) Sonderwelten für Menschen mit Behinderungen verursachen Armut, kommentiert Katrin Werner den Armutsberichts des Paritätischen Gesamtverbands. „Die Armutsquote in Deutschland ist im Jahr 2015 auf 15,7 Prozent gestiegen. Das bedeutet 12,9 Mio. Menschen in Deutschland leben unter der Einkommensarmutsgrenze. Davon sind besonders Menschen mit Behinderungen betroffen, da sie in Deutschland häufig immer noch in allen Lebenslagen und –phasen in Sonderwelten an den Rand Gesellschaft gedrängt werden. Dadurch sinken ihre Chancen auf eine allumfassende und gleichberechtigte Teilhabe massiv“, so die behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion mit Blick auf die Ergebnisse des heute veröffentlichten Berichts.

"Menschen mit Behinderungen werden im Bildungssystem strukturell diskriminiert und benachteiligt. Dies bringt häufig schlechtere Berufsaussichten, ein geringes Einkommen und ein höheres Armutsrisiko mit sich", stellt Werner fest. "Die Sonderwelten der Förderschulen und Werkstätten für behinderte Menschen müssen endlich umstrukturiert werden. Alle Menschen haben das Recht gleichberechtigt mit anderen an der Gesellschaft teilzuhaben. Die Strukturen des Bildungssystems und der Arbeitswelt müssen so umgestaltet werden, dass endlich alle Menschen in der Mitte der Gesellschaft teilhaben können.“

Lesermeinungen zu “Sonderwelten verursachen Armut” (1)

Von signMedia

Denen ist wohl die Groschen zu spät gefallen!

Die Arbeitsämter (damals bezeichnet) war (und ist) wohl auch nicht unschuldig.
Durch sie wurde auch Weichen ziemlich stark beeinflusst worden!
Da wollte/ konnte keiner auf "Berufung und Potentzialen" von Menschen mit Behinderung eingehen!

Für Gehörlosen haben es katastrophalen Auswirkungen!
Denn wenn man anno dazumal ein Berufsweg (entgegen der persönlichen Berufung) eingeschlagen hat, dann ist es nicht mehr möglich (schlimmstenfalls nur durch Überzeugungsarbeit an Integrationsamt o.ä.) den anderen Beruf zu wechseln, die kein Zusammenhang mit erlenten Beruf besteht. (kein Unterstützung -- z.B. Gebärdsprachdolmetscheinsatz)

Da kriegt man das Gefühl, Menschen mit Hörbehinderung werden unwissentlich institutionell versklavt!!

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