Weibernetz zur Istanbul-Konvention

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: Weibernetz

Kassel (kobinet) Die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. begrüßte heute den Beschluss der Bundesregierung, die Istanbul-Konvention zu ratifizieren. Die Konvention ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die bereits 2011 unterzeichnet wurde. Vor Deutschland haben bereits 22 europäische Staaten ratifiziert.

„Endlich ist der Weg für die Ratifizierung der Istanbul-Konvention in Deutschland frei", freut sich Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz. „Mit der Ratifizierung ist die Arbeit jedoch noch nicht abgeschlossen. Es muss noch viel getan werden, um insbesondere Frauen mit Behinderung vor Gewalt zu schützen und ihnen nach erlebter Gewalt flächendeckend barrierefreie Angebote bei Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern bereitstellen zu können."

Auch wenn die Bundesregierung in ihrem Entwurf der Denkschrift für eine Ratifizierung der Konvention schreibt, dass es lediglich „punktuelle Versorgungslücken und Zugangsschwierigkeiten zum Hilfesystem" unter anderen für gewaltbetroffene Frauen mit Behinderungen gäbe, belegt doch die letzte Erhebung zur Situation des Hilfesystems von Seiten der Bundesregierung aus dem Jahr 2012, dass es in Deutschland lediglich vereinzelt rollstuhlgerechte Frauenhäuser gibt und nur etwa 10 Prozent der Frauenhäuser insgesamt gut geeignet für behinderte Frauen sind. „Von daher liegt der Handlungsbedarf auf der Hand", meint Faber.

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