Heime kassieren für nicht vorhandenes Personal

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: SWR

Mainz (kobinet) Nicht selten wird als Entschuldigung für Probleme in Einrichtungen das Argument vorgeschoben, dass es zu wenig Personal gäbe, bzw. dieses überlastet sei. Report Mainz hat diese Woche in einer gemeinsamen Recherche mit der Süddeutschen Zeitung aufgedeckt, dass auf legale Weise Personal abgerechnet wird, das gar nicht eingesetzt wird.

"Die Pflegekassen müssen den Heimen Geld für Pflegekräfte zahlen, die dort gar nicht beschäftigt sind. REPORT MAINZ und Süddeutsche Zeitung haben gemeinsam recherchiert und sind auf einen bislang unveröffentlichten Briefwechsel zwischen dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Karl-Josef Laumann und dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV-Spitzenverband) gestoßen", heißt es in der Ankündigung für den Fernsehbeitrag, den REPORT Mainz diese Woche ausgestrahlt hat. Pflegeheime dürften dem Bericht zufolge beim Personal legal "schummeln", ohne mit finanziellen Konsequenzen rechnen zu müssen. Das kritisiert der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken-und Pflegekassen. Personalunterdeckung werde faktisch toleriert, sagt der Sprecher des GKV Spitzenverbandes im Interview mit REPORT MAINZ und der Süddeutschen Zeitung. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichtes aus dem Jahr 2012. Demnach ist eine Personalunterdeckung in Pflegeeinrichtungen in Höhe von acht Prozent möglich, ohne dass die Kassen ohne Weiteres die Vergütung kürzen können.

Link zum Fernsehbeitrag von REPORT Mainz

Lesermeinungen zu “Heime kassieren für nicht vorhandenes Personal” (4)

Von kirsti

[...].

Da erklärte zunächst die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin, Sabine Bätzing- Lichtenthäler am 11.März „die Ergebnisse“ einer Expertenkommission „zur Stärkung der Pflege im Krankenhaus".
Heute am 14.März „berät" „Thomas Schalski zur Pflegereform“, wobei flugs die Verbindung „Pflege“ und „Inklusion“ hergestellt wird; denn auf die Frage „Wenn Sie zwei Wünsche in Sachen Inklusion im Bodenseeraum frei hätten, welche wären das?“ antwortert Herr Schalski sybillinisch: „Die Einrichtung einer unabhängigen Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und die Einführung der Leichten Sprache“. – Wenn „Inklusion“ sich in diesen beiden Items erschöpft, dann wäre das Ziel der wahren Inklusion schnell erreicht!

Von Ernst

Also am besten in dem Video hat mir der Vertreter des GKV - Spitzenverbandes gefallen mit seiner Meinung, es sei zwecklos zu Prüfen wegen des immensen Aufwand und bei dem eventuellen Ergebnis vergeudete Mühe, Regressforderungen geltend zumachen wegen der Freiwilligkeit in der Erstattung durch die Einrichtung und man

Man sieht erneut auch 2008 waren schon Fachkräfte am Werk und wer hat diesen Laden geschaffen " Ulla Schmidt " damalige Gesundheitsministerin, kennen wir die nicht irgendwoher? Was wird nur das Erbe der SPD uns noch alles bringen, mir ahnt nichts gutes, wenn ich daran denke dass Schulz Kanzler werden soll, hoffentlich aber nicht wird, denn es ist sehr fraglich, dass er alles was seine Genossen schufen und sich heute gut vor der Wahl verkaufen lässt, abgeschafft wird.

Von Interessierte

Heime kassieren für nicht vorhandenes Personal!

Ironie on: "Was für eine Überraschung". Fachkräftemangel. Ironie off.

Als ob das nie irgendwer geahnt hätte.

Wie wäre es, wenn der Pflege und Betreuung nun endlich die nötige Wertschätzung entgegengebracht werden würde? Ausbildung und Arbeitsplätze verbessern, attraktiv gestalten und auch einen Personalschlüssel, der nicht einfach außer Kraft gesetzt werden kann. Utopischer Wunschtraum, der absichtlich nicht verwirklicht wird??

Von Ernst

Heime kassieren für nicht vorhandenes Personal!

„Pflegeheime dürften dem Bericht zufolge beim Personal legal "schummeln", ohne mit finanziellen Konsequenzen rechnen zu müssen.“

Von mir wird der Satz vermisst, die Heime schummeln nur zum Wohle der Heimbewohner nicht aus Eigennützigkeit, denn die Gelder kommen den Bewohnern zu Gute, nur keiner merkt was davon.

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