Peter Günther: Streiter für gute Sozialpolitik verstorben

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Bild: Dunkelheit
Bild: Dunkelheit
Bild: kobinet/omp

Marburg/Lahn (kobinet) Mit Peter Günther ist ein langjähriger Streiter für eine gute Sozialpolitik in Marburg gestorben, der auch vielfältige Akzente in der Behindertenpolitik gesetzt hat. Die Trauerfeier für Peter Günther, der am 28. September.1950 geboren wurde und am 11. März 2017 verstorben ist, findet am Samstag, 25. März, um 11:00 Uhr in der Friedhofskapelle am Rotenberg in Marburg statt.

Ottmar Amm aus Marburg hat die für die kobinet-nachrichten eine Zusammenstellung der Texte aus Todesanzeigen für Peter Günther vorgenommen, die am Samstag in der Oberhessischen Presse (OP) erschienen.

Der Behindertenbeirat der Stadt Marburg schrieb: "Er war seit Gründung des Behindertenbeirates (1997) unser Mitstreiter für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Marburg. Wir verlieren einen langjährigen Weggefährten und Freund. Wir werden ihn sehr vermissen."

Der fib (Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen) schrieb: "Dem Mitbegründer des Vereins 1982 und 1. Vorsitzenden in den Jahren bis 1988 in Dankbarkeit, Verbundenheit und Freunschaft."

Bündnis 90/Die Grünen in Marburg schrieben: "Seit über 30 Jahren war er Mitdenker und Mitgestalter der grünen Sozialpolitik in Marburg. Er hat uns in seiner direkten, nichts beschönigenden Art immer wieder auf die wesentlichen Erfordernisse einer chancengleichen Politik für alle Marburgerinnen und Marburger hingewiesen und nicht nachgelassen, uns an Versäumnisse zu erinnern. Von Anfang an gehörte er der Grünen Sozial AG an, war Mitglied wichtiger städtischer Gremien wie den Aufsichtsräten von St. Jakob (Altenpflege) und der GeWoBau (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft), dem Behindertenbeirat und kurzzeitig 1992 bis 1993 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Wir verlieren einen für uns sehr wichtigen Menschen, der sozialpolitisch hochkompetent war, nicht nur querdenken konnte, sondern sich auch entsprechen äußerte. Es zeichnete ihn aus, dass er sich für die Belange von benachteiligten und behinderten Menschen einsetzte, ohne Unterwürfigkeit und Eigennutz."