Veröffentlicht am 17.07.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sonne über der Stadt Foto: Fatih Turan
Berlin (kobinet) Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen massiv belastet: 82 Prozent der 2.871 Einrichtungen und Dienste, die sich bundesweit an einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes beteiligt haben, geben an, stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Überhitzte Gebäude, gesundheitliche Risiken und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.
Berlin (kobinet) Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) hat vor kurzem das neue Projekt „Hör hin! Hörprävention für hörbeeinträchtigte Menschen – Sensibilisierung und Prävention über Gesundheitsthemen im Hinblick auf Hörschädigungen“ gestartet, bei welchem eine Reihe von Webinaren durchgeführt werden sollen. Mit Hilfe des Projektes sollen vermeidbare Hörschädigungen und Präventivmaßnahmen zum Schutzverhalten im Alltag aufgezeigt werden und dem Abbau von Stigmatisierung sowie zum Wissenstransfer und Austausch zwischen Referent*innen und Teilnehmenden dienen. Das zweite Webinar am 13. August 2026 wird das Thema „Sicherer Medien‑ und Kopfhörergebrauch“ behandeln, in welchem aufgezeigt werden soll, ob jemand ein Risiko‑Hörer ist und welche Empfehlungen es zur maximalen Lautstärke und zur Nutzungsdauer bei Kopfhörern, inklusive einfacher Merksätze („Außenwelt noch hörbar“, Lautstärke‑Limit am Smartphone) gibt.
Veröffentlicht am 17.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild vom Treffen der Bewohnenden-Vertretungen in Mainz im Juli 2026 Foto: LAG Selbsthilfe RLP
Mainz (kobinet) „Mit großem Zuspruch fand die zweite Jahreskonferenz der Bewohnenden-Vertretungen im Mainzer Erbacher Hof statt. 63 Bewohnenden-Vertretende waren mit ihren Assistenzen aus 29 Städten und Gemeinden aus ganz Rheinland-Pfalz angereist für die zweitägige Veranstaltung am 2. und 3. Juli 2026. Zusammen mit dem Projekt-Team und den Fach-Referent*innen waren es 124 Teilnehmende im Erbacher Hof in Mainz.“ So heißt es in einem Bericht der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen Rheinland-Pfalz über die Jahreskonferenz der Bewohnenden-Vertretungen von Rheinland-Pfalz.
Veröffentlicht am 16.07.2026 14:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude Foto: Pixabay/Prawny
DÜSSELDORF (kobinet) Mit dem Start der Sommerferien freuen sich viele Familien auf Erholung und gemeinsame Zeit. Für zahlreiche Menschen in Nordrhein-Westfalen ist ein Urlaub jedoch keine Option. Durch die Preissteigerungen für Unterkünfte, Freizeitangebote, Verpflegung und Mobilität werden selbst Kurzurlaube innerhalb Deutschlands oder im benachbarten Ausland für viele Familien zu teuer.
Laut Mitteilung von IT.NRW wohnten im vergangenen Jahr rund 4,1 Millionen Menschen in Haushalten, die es sich nicht leisten konnten, eine Woche im Jahr außerhalb der eigenen vier Wände Urlaub zu machen.
Veröffentlicht am 16.07.2026 14:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sonne über der Stadt Foto: Fatih Turan
BERLIN (kobinet) Extreme Hitze ist längst keine Ausnahme mehr, sondern eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Klimakrise. Hitzewellen dauern länger, treten häufiger auf und gefährden insbesondere Menschen, die besonderen Schutz benötigen. So hat die Hitzewelle Ende Juni in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 5.100 hitzebedingte Todesfälle verursacht, wie aus dem am 9. Juli veröffentlichten Wochenbericht zur Hitzemortalität hervorgeht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts könnte die tatsächliche Zahl der Todesfälle mit einer geschätzten Übersterblichkeit von rund 6.800 Fällen in der Hitzewoche im Juni noch höher liegen.
Veröffentlicht am 16.07.2026 08:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des Im Aufzug Podcast mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) In der Podcast-Reihe „Im Aufzug“ sprach Raul Krauthausen vor kurzem mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann. „Zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchschütteln: Soraia ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Jürgen arbeitet seit fast 40 Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht – mit dem Ziel, bis vor das Bundesverfassungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte einzuklagen. Wir sprechen über den echten Alltag hinter den Werkstatttüren und warum das ableistische Bild der ‚Bastelstube‘ nie zu traf– denn dort wird heute hochprofessionelle Arbeit geleistet, die im Schnitt aber mit gerade einmal 233 Euro im Monat abgespeist wird. Kennengelernt haben wir uns alle über Jan Böhmermann und das ZDF Magazin Royale: Die haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen. Darüber sind wir mit den Sozialhelden ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht – und jetzt steht eine Klage, mit dem Potential wirklich was zu bewirken. Aufzugtür auf für Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.
Veröffentlicht am 16.07.2026 08:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Henry Spradau Foto: privat
Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales teilt in seinem Rundschreiben vom 13. Juli 2026 zum Sozialen Entschädigungsrecht (SER) mit, dass die verschiedenen Leistungen ab dem 1. Juli 2026 nach der Verordnung zur Anpassung der Entschädigungszahlungen nach dem SGB IX und über die Bekanntmachung der Vergleichseinkommen angepasst worden sind. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam, in dem er auch auf die Rahmenbedingungen des Sozialen Entschädigungsrechts eingeht.
Veröffentlicht am 16.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Kunst-Ausstellung Foto: Verein zur sozialen und beruflichen Integration
MERSEBURG (kobinet) In Kooperation mit der Erfurter Herbstlese führt der Merseburger Verein zur sozialen und beruflichen Integration in der Zeit vom 18. Juli bis zum 29. August 2026 im Kultur:Haus Dacheröden eine inklusive Kunstausstellung durch. Gezeigt werden Arbeiten einer offenen kreativen Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich seit über drei Jahren regelmäßig im Café B trifft. Die barrierefrei zugängliche und kostenfreie Ausstellung gibt Einblicke in gemeinschaftlich entstandene Collagen, Malereien, Druckarbeiten und weitere künstlerische Projekte. Im Mittelpunkt stehen Selbstbilder, kreative Ausdrucksformen, gegenseitige Unterstützung und der Wunsch nach mehr Sichtbarkeit und Inklusion.
Veröffentlicht am 16.07.2026 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Bild zum Fernsterblick NRW Interview Foto: KSL.NRW
Gelsenkirchen (kobinet) Das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben KSL.NRW hat zwei neue Expert*innen an Bord: Malin Butschkau und Lena Bertelmann arbeiten seit 2026 für die KSL.NRW. Malin Butschkau unterstützt das Team des KSL.Detmold und Lena Bertelmann das KSL.Arnsberg. Beide haben jüngst ihre Promotion abgeschlossen, beide eint ihr vorangegangener Arbeitgeber – das Zentrum für Planung und Entwicklung Sozialer Dienste. Sie haben dort zuletzt an dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“ mitgearbeitet. Zusammen mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte, das die rechtliche Perspektive eingebracht und sich den Ergebnistransfer auf die Fahnen geschrieben hat, haben sie zwischen 2022 und 2025 deutschlandweit Planungsaktivitäten auf kommunaler Ebene untersucht und Gelingensbedingungen für erfolgreiche Planungen und Herausforderungen identifiziert. Im Interview im Rahmen des Fensterblick-Expert*innen-Blogs der KSL.NRW sprechen die sie u.a. über Gelingensfaktoren zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Kommunen.
Veröffentlicht am 16.07.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: abm inclumedia Foto: abm inclumedia
München (kobinet) Der Inklusionspreis „JobErfolg“ wird alle zwei Jahre vom Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ausgelobt und verliehen. Der Preis macht sichtbar, wie Inklusion in der Arbeitswelt konkret gelingen kann: dort, wo Menschen mit Behinderung echte Chancen erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen, und wo Arbeitgeber*innen Verantwortung übernehmen, Barrieren abbauen und Teilhabe aktiv fördern. Mit dem „JobErfolg 2026“ werden erneut herausragende Beispiele dieser gelebten Inklusion aus Bayern gewürdigt. Der Verein abm inclumedia hat den „JobErfolg 2026“ erneut aktiv begleitet. „Von der Produktion der Preisträgerfilme über die mediale Dokumentation der ausgezeichneten Unternehmen bis hin zur Berichterstattung rund um die Preisverleihung in Nürnberg leisten wir unseren Beitrag dazu, diese Erfolgsgeschichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Preisträgerfilme werden mit großzügiger Unterstützung des Sozialverbands VdK Bayern realisiert. Selbstverständlich stehen sie barrierefrei zur Verfügung – mit Untertiteln (UT), Deutscher Gebärdensprache (DGS), Audiodeskription (AD) sowie Erklärungen in Leichter Sprache (LS). So wird Medienkonsum ohne Ausgrenzung ermöglicht“, heißt es dazu von abm inclumedia.
Veröffentlicht am 16.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
BMAS Foto: BMAS
Berlin (kobinet)
Das Bundeskabinett hat am 15. Juli 2026 das „Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Arbeitsförderung“ beschlossen. Mit diesem Gesetz soll die Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung bürgerfreundlicher, transparenter, effizienter und unbürokratischer ausgestaltet. Die Elemente der Digitalisierung und Entbürokratisierung ermöglichen nach Ansicht des Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine weitere Modernisierung der Arbeitsverwaltung. Arbeitsmarktpolitische Instrumente sollen geschärft und neu geschaffen werden, wie es in einer Presseinformation des Ministerums heißt. „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wenn Unternehmen Arbeitsplätze abbauen müssen, kommt es darauf an, dass die Fachkräfte schnell und unkompliziert in Branchen wechseln, in denen sie gebraucht werden. Ein nahtloser Übergang verhindert Arbeitslosigkeit für die Beschäftigten und ihre Familien und fördert Wirtschaftswachstum. Mit der Job-to-Job-Erprobung stärken wir die Arbeitsmarktdrehscheiben und bauen Brücken in zukunftsfeste Arbeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Betriebe in der Krise sind, können bei neuen Arbeitgebern probemäßig arbeiten, sich kennenlernen und so Hürden für den unkomplizierten Wechsel abbauen. Das ist aktive Arbeitsmarktpolitik im Sinne der Beschäftigten“, erklärte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas zum Kabinettsbeschluss.
BERKLIN (kobinet) Pflege ist, wie der Präsident der Diakonie Deutschland, Rüdiger Schuch, feststellt, schon heute ein enormes Armutsrisiko. Und ein Ende der Explosion der Eigenanteile ist nach seiner Einschätzung nicht in Sicht. Rüdiger Schuch erklärt weiter: „Dabei müsste eigentlich hier die geplante Pflegereform ansetzen und für faire und kalkulierbare Eigenanteile in der stationären Pflege sorgen. Stattdessen verschlimmbessert die Koalition die Finanzprobleme, indem sie den Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und den Beschäftigten in der Pflege neue Lasten aufbürdet. Ich fordere die Bundesregierung auf, stattdessen eine echte Pflegereform auf den Weg zu bringen, die auch das Problem der ins Unermessliche steigenden Eigenanteile löst.“
Veröffentlicht am 15.07.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zum digitalen Euro Foto: BIZEPS / ChatGPT
Wien (kobinet) „Das EU-Parlament hat für Verhandlungen zum digitalen Euro gestimmt. Er soll Bargeld ergänzen. Wichtig für Menschen mit Behinderungen: Barrierefreiheit und Inklusion werden dabei mitgedacht.“ So heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS. Und weiter heißt es in dem Bericht von Markus Ladstätter: „Das Europäische Parlament hat am 9. Juli 2026 in Straßburg für die Aufnahme der sogenannten Trilog-Verhandlungen mit den anderen EU-Institutionen über den digitalen Euro gestimmt, wie der ORF berichtet. Ziel des Projekts ist es, Europa im Bereich der digitalen Zahlungen unabhängiger von US-Zahlungsdienstleistern wie Paypal, Mastercard und Visa zu machen. Der digitale Euro soll das klassische Bargeld dabei nicht ersetzen, sondern als europäische Alternative ergänzen.“
Veröffentlicht am 15.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Das Handbuch Gesundheit Foto: LAG SELBSTHILFE NRW
MÜNSTER (kobinet) Das „Handbuch der Selbstbestimmung – Gesundheit“ gibt Antworten und Ratschläge auf alle Fragen, die mit der Gesundheit und Besuchen beim Arzt zusammenhängen. In die kostenlose Publikation sind die wertvollen Erfahrungen und das fundierte Wissen von über 250.000 Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen eingeflossen, die die LAG Selbsthilfe NRW als Dachverband von rund 130 Mitgliedsorganisationen vertritt. Neben praktischen Tipps für die ambulante Versorgung, den Klinikaufenthalt und die Rehabilitation gibt es beispielsweise auch Checklisten und Tabellen für eigene Notizen, um alle Informationen zum Behandlungsverlauf an einem Ort sammeln zu können und stets griffbereit zu haben. Durch einen Nachdruck steht die 2. überarbeite Auflage jetzt auch wieder als Printversion im Materialshop der LAG Selbsthilfe NRW auf der Webseite zur Verfügung. Nachschub gibt es ebenso für die Version in Leichter Sprache.
Und ehrgeizig. Und von heute aus rückblickend auf den inzwischen chronifizierten Kankheitszustand ziemlich illusionär. Zu glauben, ein am schnöden Eigentumsegoismus seiner Besitzbürger, an deren Profitgier und rücksichtsloser Naturbemächtigung, an demokratischer Auszehrung öffentlicher Institutionen und Umschlagen der Demokratie in Plutokratie, an imperialer Hybris und nicht zuletzt am religiösen Sendungswahn seiner Siedlerkolonisatoren der fundmentalistischen Pilgerväter und ihrer heutigen Nachfolger erkranktes Amerika therapieren zu können mittels Bürgerrechtsbewegung und Gegenkultur, Basisdemokratie plus fernöstlicher Weisheit oder Meditationspraxis. Einen ressourcenverbrauchenden und selbstzerstörerischen Konsumrausch mit „simplify your life“ und „small ist beautiful“ zu kurieren; den egogesellschaftlichen Krieg aller gegen alle durch „love and peace“, durch „awareness“ pazifizieren. Dieser therapeutische Optimismus und die mit ihm einhergehenden politischen Hoffnungen sind nicht in Erfüllung gegangen, konnten in ihrer Überschwänglichkeit vielleicht auch nur enttäuscht werden.
Veröffentlicht am 15.07.2026 06:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast zum Thema Mitreden Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „MITREDEN – Soziale Selbstverwaltung ist auch Teilhabe“, so lautet der Titel der 26 Minuten langen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die vor kurzem veröffentlicht wurde. „Inklusion bedeutet nicht nur Barrierefreiheit im Alltag – sie bedeutet auch Mitbestimmung dort, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden. Doch wer weiß eigentlich, dass Versicherte selbst Einfluss auf die Arbeit ihrer Krankenkassen nehmen können? Genau dieser spannenden Frage geht der Macher des IGEL-Podcast, Sascha Lang, in dieser Episode nach. Gemeinsam mit seiner Gästin Anke Fritz öffnet er die Tür zu einem Bereich, der für viele ein unbekanntes Kapitel ist: der sozialen Selbstverwaltung.
Veröffentlicht am 15.07.2026 06:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Selbst Aktiv Foto: AG Selbst Aktiv
Magdeburg (kobinet) Zu einer Sternfahrt nach Magdeburg unter dem Motto „Wir sind Da, wir wollen hierbleiben, wir wollen nicht nur im Landtag in Sachsen-Anhalt, sondern bundesweit, politisch präsent sein“ ruft Selbst Aktiv, die Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen in der SPD, für den 25. Juli 2026 auf. Um 12:00 Uhr soll an diesem Tag auf dem Willy-Brandt-Platz in 39104 Magdeburg-gegenüber vom Hauptbahnhof eine Kundgebung in Magdeburg stattfinden. „Selbst Aktiv befindet sich klar auf der Linie von Selbstbestimmung, Selbstvertretung – und eben selbst Aktivsein und nicht passiv zu Hause bleiben. Der Bundesvorstand von Selbst Aktiv fordert alle Aktiven zu einer Sternfahrt nach Magdeburg auf. Hier wollen wir vor dem Landtag unseren politischen Willen äußern. Es geht darum, die politischen Ziele der Menschenrechtskonvention bundesweit zu platzieren und nochmals in alle Bundesländer zu tragen. Deutlich soll dies durch kurze Redebeiträge aus den Ländern mit kommenden Landtagswahlen werden. Kommt nach Magdeburg“, heißt es im Aufruf von Selbst Aktiv.
Veröffentlicht am 15.07.2026 05:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Kaiserslautern (kobinet) Mehr als 200 Künstler*innen aus elf Ländern bringen Tanz, Straßentheater, Konzerte, Akrobatik und trubelige Walk-Acts nach Rheinland-Pfalz. Merkwürdige Wesen bevölkern dann die Straßen der Innenstadt von Kaiserslautern: „Freut euch auf Riesenkrabben, übergroße Fliegen oder die rätselhaften Slinkys. Drei besondere Tage und Nächte für euch in diesem Sommer, so verwunschen und magisch, dass man sie nicht vergisst“, heißt es in der Ankündigung des diesjährigen Alles Muss Raus Theater Musik Fest, das vom 17. – 19. Juli 2026 in der Innenstadt von Kaiserslautern stattfindet. Darauf hat die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur hingewiesen.
Veröffentlicht am 14.07.2026 14:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
HANNOVER (kobinet) Die finanzielle Belastung für Menschen, die in einem Pflegeheim leben, wird immer größer. Mittlerweile müssen sie in Niedersachsen monatlich 3.008 Euro dazu bezahlen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert das Land auf, endlich die Investitionskosten zu übernehmen und Betroffene so zu entlasten. Wer in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr über 3.000 Euro monatlich selbst bezahlen. Das geht aus einer Erhebung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Damit erhöht sich der sogenannte Eigenanteil im Vergleich zu 2025 noch einmal um über 200 Euro. „Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen ins Unermessliche. Das kann sich kaum noch jemand leisten“, sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Das erleben die SoVD-Berater*innen auch in ihrem Alltag. „Zu uns kommen meistens die Angehörigen, die nicht mehr weiterwissen und finanziell am Limit sind. Wir beantragen dann Hilfe zur Pflege, obwohl die Pflegebedürftigen oft ihr Leben lang gearbeitet. Das ist wirklich unwürdig“, betont Kortylak.
Veröffentlicht am 14.07.2026 13:59 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Simone Fischer Foto: Axel Dressel
BERLIN (kobinet) 3.364 Euro im Monat müssen Pflegebedürftige inzwischen im ersten Heimjahr aus eigener Tasche zahlen, 256 Euro mehr als vor einem Jahr. Darauf macht die Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, aufmerksam. „Das ist nicht nur alarmierend. Das ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung“ stellt die Bundestagsabgeordnete dieser Partei fest. „Eine wirksame Begrenzung der Eigenanteile gehört seit Jahren zu den zentralen Reformforderungen in der Pflege. Doch der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz spart genau dieses Problem aus. Schlimmer noch: Er senkt die Eigenanteile nicht, er treibt sie weiter in die Höhe. Der höchste Heimzuschlag greift künftig erst nach viereinhalb statt nach drei Jahren. Und Gesundheitsministerin Warken versteckt sich hinter einer Dynamisierung der Leistungen, die zu spät kommt und nicht ausreicht, um den weiteren Anstieg der Eigenanteile zu stoppen. Die Folge dieser Politik: Immer mehr Pflegebedürftige können ihre Heimkosten nicht mehr selbst stemmen und müssen Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Das widerspricht dem Ziel der sozialen Pflegeversicherung – und belastet schon heute die Kommunen erheblich.“ so Simone Fischer.
BERLIN (kobinet) In dieser Umfrage geht es darum, wie digitale Teilhabe für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf besser gelingen kann, welche Erfahrungen zu diesem Thema aus der Praxis bereits gibt und welche Maßnahmen erforderlich, um bestehende Barrieren abzubauen. Ziel dieser Umfrage ist es, Erfahrungen, Anregungen und gute Praxisbeispiele zu sammeln, um daraus Impulse für die Weiterentwicklung der digitalen Teilhabe abzuleiten. Die Ergebnisse fließen in die Teilhabeempfehlungen des Bundesbehindertenbeauftragten ein. Zur Teilnahme eingeladen sind Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen, Fachkräfte, Interessenvertretungen, Verbände sowie alle, die ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen möchten. Die Umfrage ist bis Ende Juli geöffnet und unter diesen Links zu erreichen: Allgemeine Fassung / Fassung in Leichter Sprache.
Veröffentlicht am 14.07.2026 11:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutschland Lage Nordrhein-Westfalen Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
DÜSSELDORF (kobinet) Der Bericht zur sozialen Lage im Land wird einmal pro Legislaturperiode erstellt. Zuletzt war er in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 erschienen. Er nimmt die Themen Einkommen, Vermögen, Armut und Reichtum in den Blick. Der Bericht stellt für die Landesregierung eine wichtige Grundlage für ihre Sozial- und Arbeitsmarktpolitik dar. Basierend auf öffentlich zugänglichen Daten der amtlichen Statistik wie etwa dem Mikrozensus 2024, der Lohn- und Einkommensteuerstatistik sowie verschiedenen Sozialstatistiken kann er auf entstehende Problemlagen aufmerksam machen. Die Berichtszeiträume richten sich jeweils nach den zum Zeitpunkt der Berichtserstellung aktuell verfügbaren Daten. Für die meisten Statistiken lagen Daten für das Jahr 2024 vor. Der Sozialbericht steht im Internet unter diesem Linkzur Verfügung.
Veröffentlicht am 14.07.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick
Berlin (kobinet) Eigentlich wollte die Bundesregierung die Altersdiskriminierung abbauen, wovon im Gesetzentwurf zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht viel zu sehen ist. Eine neue Studie zeigt dabei erneut die Dimension von Altersdiskriminierung in Deutschland auf. Wer mit 65 Jahren eine Kfz-Versicherung online abschließt, zahlt dafür nämlich signifikant mehr als mit 45 – und bekommt dabei weniger Tarife angeboten. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ), die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert wurde. „Dass ältere Menschen schlechtere Tarife und weniger Angebote bekommen, wenn sie eine Kfz-Versicherung online abschließen, ist für die Betroffenen schwer nachvollziehbar – sie empfinden diese Praxis als ungerechte Altersdiskriminierung“, bewertet die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, die Ergebnisse.
Veröffentlicht am 14.07.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zum bifos-Video zur Peer Counseling Weiterbildung Foto: bifos
Berlin (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) lädt für Freitag, den 17. Juli 2026, von 16:00 bis 17:00 Uhr zu einer kostenfreien Online-Infoveranstaltung zur nächsten Peer-Counseling-Weiterbildung ein, die im Jahr 2027 stattindet unf für die Anmeldung mittlerweile möglich ist. Interessierte erhalten Informationen zu Inhalten, Ablauf und der aktuellen Bewerbungsphase. Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen direkt an die Koordinatorin der Weiterbildung, Jenny Bießmann, zu stellen, heißt es in der Ankündigung der Oniine-Infoveranstaltung.
Veröffentlicht am 14.07.2026 05:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des Buches „Frech + Frei: 50 Jahre Kämpfe der Behindertenbewegung“ von Udo Sierck Foto: Verlag Assoziation A
Hamburg Leipzig (kobinet) Das Deutsche Institut für barrierefreies Lesen hat das Buch von Udo Sierck mit dem Titel „Frech und Frei“ als Hörbuch übernommen. Zudem steht steht das Buch auf der hotlist für die Wahl zum Buch des Jahres aus deutschsprachigen unabhängigen Verlagen. Dies teilte Udo Sierck den kobinet-nachrichten mit. Zudem werde an einer Version des Buches in einfacher Sprache gearbeitet.
Veröffentlicht am 14.07.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Nancy Frind Foto: privat
Berlin (kobinet) Am 6. und 7. Juli 2026 fanden die Inklusionstage in Berlin statt. Für Nancy Frind, die sich u.a. für die Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen und die Rechte behinderter Frauen stark macht, waren es zwei bereichernde, inspirierende und impulsreiche Tage. Um an der Veranstaltung teilnehmen und ihrem ehrenamtlichen Engagement nachgehen zu können, hat sie bewusst Urlaub genommen. Vor Ort war ich gleich in mehreren Rollen vertreten: als Vertreterin des Landesverbandes Frauen mit Behinderung in Thüringen (LaFit) sowie als Mitwirkende im Projekt Budgetkompetenz, wie es im Rückblick auf die Inklusionstage von Nancy Frind heißt, den die kobinet-nachrichten im Folgenden veröffentlichen.
Veröffentlicht am 14.07.2026 04:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo zur Mailingliste pluspunkt Foto: Retina plus
Bonn (kobinet) Mit Pluspunkt hat der Verein Retina plus ein neues Selbsthilfeangebot ins Leben gerufen. Die kostenlose Mailingliste richtet sich an Menschen mit Netzhauterkrankungen, fortschreitendem Sehverlust und Sehbehinderungen sowie an Angehörige und Interessierte. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern und Betroffenen einen geschützten Raum für Fragen, gegenseitige Unterstützung und praktische Alltagstipps zu bieten.
Veröffentlicht am 13.07.2026 09:53 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Abseilaktion gegen Kürzungen und für Barrierefreiheit mit Rollstuhl in Berlin mit Transparent Foto: Fight Ableismus
Berlin (kobinet) „Krüppel die kämpfen, sind Krüppel die leben“. So steht es auf einem Transparent, das Aktivist*innen, die sich von einer Brücke im Berliner Regierungsviertel mit ihren Rollstühlen abgeseilt haben, bei ihrer Protestaktion am 8. Juli 2026 aufgehängt haben. „Rollstuhl-Kletteraktion in Berlin am 8.7.2026 gegen die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen!“ heißt es dementsprechend auf der Internetseite von Fight Ableismus mit Informationen und Bildern von der Aktion, die in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause durchgeführt wurde. Am 9. Juli 2026 wurde dann von der Gruppe für direkte Aktion gegen Barrieren eine Meldung mit der Überschrift „Das Willy-Brandt-Haus in Berlin ist besetzt – Aktionsgruppe von beHinderten und nicht-beHinderten Aktivist:innen widersetzt sich der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und weiteren Kürzungsplänen“ auf deren Internetseite und in den sozialen Medien verbreitet. Diese Aktionen machen den Ärger vieler behinderter Menschen über den schlechten Gesetzentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz und über die unsäglichen Kürzungsdiskussionen auf dem Rücken der Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen deutlich.
Veröffentlicht am 13.07.2026 09:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wahlzettel mit Kreuz Foto: ISL
BERLI)N (kobinet) Im Herbst dieses Jahres stehen wieder einige Wahlen auf den Terminplänen der Politik. Dann wird auch die Barrierefreiheit der Wahllokale und des Wahlvorgangs insgesamt wieder stärker in den Fokus rücken. In einer Kleinen Anfrage haben Abgeordnete der Fraktion „Die Linke“ die Bundesregierung nach den barrierefreien Zugängen zu Wahlen für blinde und sehbehinderte Menschen gefragt. Die Antwort der Bundesregierung enthält neben der Auskunft, Blindenvereinen, welche die Herstellung und Verteilung von Stimmzettelschablonen übernommen haben, die hierfür aufgewandten notwendigen Ausgaben zu erstatten, weitere Angaben zur Verantwortlichkeit für die Barrierefreiheit von Wahllokalen und kann unter diesem Linknachgelesen werden.
Veröffentlicht am 13.07.2026 07:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat Randgruppenkrawall 2026 Foto: Randgruppenkrawall
München (kobinet) Dass der diesjährige Sommer nicht frei von Protesten behinderter Menschen für ihre Selbstbestimmung und Gleichstellung sein wird, ist angesichts der derzeitigen Debatten um Kürzungspläne und längst überfällige gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit vorprogrammiert. Den Disability Pride Monat, der im Juli begangen wird, nutzen auch die Organisator*innen des mittlerweile traditionellen Randgruppenkrawall, während dem am Samstag, den 18. Juli 2026 ab 15 Uhr in München auf dem Marienplatz laut gegen die geplanten Kürzungen der Regierung im sozialen Bereich und für die Unterstützung und das Rechte auf Selbstbestimmung protestiert wird. Redner*innen sind u.a. die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen, Daniela Maier, Mirko Bialas, Nancy Frind, Beate Jenkner, Brigitte Bührlen, Max Schwarz, Claudia Regemann, Jens Möllenhoff, Sabina Ahmed, Florian Schlund, Stefan Jagel, Chris Lily Kiermeier, Stefan Jagel, Bernd Endress, Brigitte Ziegler und natürlich die Veranstalterin Patricia Koller, wie es in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 13.07.2026 07:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Logo Nitsa 287×121 Foto: NITSA e. V.
Ulm (kobinet) Droht die Rückkehr zur alten Einkommens- und Vermögensanrechnung und warum jetzt Wachsamkeit gefragt ist? Darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Harry Hieb, Vorstandsmitglied im Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) sowie Sprecher für Fragen der Einkommens- und Vermögensanrechnung bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Denn auch das Thema der Anrechnung des Einkommens und Vermögens bei Leistungen der Eingliederungshilfe und Assistenz wird bei der derzeitigen Diskussion um Einsparungen nicht ausgenommen, wie im Interview mit Harry Hieb, der selbst Persönliche Assistenz nutzt, deutlich wird.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:57 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des IGEL-Podcast zur Zukunftsplanung Juli 2026 Foto: IGEL-Media
Schorndorf (kobinet) „Der Traum vom Schnupper-Tag als Bahn-Kundenbegleiterin“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 15. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Leire Waidmann. „Seit ihren Kindertagen hatte Leire Waidmann einen Traum: Einen Tag als Zugbegleiterin erleben. In dieser Folge von Lust auf Zukunftsplanung erzählt die Schweizerin von diesem eindrücklichen Schnuppertag, wie sie an ihrem Traum festhielt, wer alles zu ihrem Unterstützungskreis gehört und wohin sie eine Reise in Deutschland mit dem Zug unternommen hat“, heißt es u.a. in der Ankündigung des Podcast.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Pride Parade am 13.7.2024 in Berlin Foto: Bündnis Pride Parade
Berlin (kobinet) Am 19. September 2026 findet wieder die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade in Berlin statt. Ab 15:00 Uhr werden an diesem Tag behinderte Menschen, Menschen mit und ohne psychiatrische Diagnosen und ihre Unterstützer*innen unterwegs sein. „Wir werden uns selbstbewusst so zeigen, wie wir sind, und gegen Diskriminierung demonstrieren. Mit dem diesjährigen Motto ’selbstbestimmt und laut!‘ wollen wir auf die Straße gehen und gesehen und gehört werden: Seit 1994 steht im Grundgesetz, dass niemand wegen seiner Behinderungen benachteiligt werden darf. Unser Alltag ist aber oft noch ein ganz anderer. Gerade angesichts der neueren politischen Entwicklungen, die vor allem ohnehin marginalisierte Personen gefährden, freuen wir uns über viele Unterstützer*innen, die mit uns laut sind!“ So heißt es in einer Ankündigung des Organisationsteams der Berliner Pride Parade.
Veröffentlicht am 13.07.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Poster zu den anstehenden Podiumsdiskussionen Foto: ZSL Nord
KIel (kobinet) Am Mittwoch, den 15. Juli 2026, findet von 17:00 bis 18:30 Uhr die nächste Online-Podiumsdiskussion aus der Reihe „Meine Rechte durchsetzen! Rechtsvertretung für Menschen mit Behinderungen“ statt. Im Mittelpunkt stehen Barrieren in der Sozialverwaltung, insbesondere der Zugang zu Leistungen der Eingliederungshilfe. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem im SGB IX vorgesehenen Verfahren und der Praxis? Liegt das an personeller Unterbesetzung, oder steckt dahinter auch eine paternalistische Grundhaltung? Und was lässt sich verbessern? Zu Gast sind Jenny Bießmann und Uwe Frevert. Beide beraten seit vielen Jahren zu Teilhaberechten und kennen die Praxis der Sozialverwaltung aus eigener Erfahrung. Darauf hat Heiner Popken vom Zentrum für selbsbestimmtes Leben Norddeutschland (ZsL Nord), hingewiesen.
Veröffentlicht am 12.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sport ist für alle ein Erlebnis Foto: DBSJ
FRECHEN (kobinet) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und das Nationale Paralympische Komitee begrüßen die im Bundeshaushalt 2027 vorgesehenen zusätzlichen Investitionen in den Spitzensport. Insbesondere die Stärkung der direkten Athletenförderung, die Mittel für den Aufbau des Zentrums für Safe Sport sowie die Anschubfinanzierung der Spitzensport-Agentur seien laut DBS-Vorstandsvorsitzendem Idriss Gonschinska wichtige Signale für die Weiterentwicklung des deutschen Leistungssports. Der Para Sport hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Internationale Erfolge, steigende Professionalisierung und eine wachsende gesellschaftliche Sichtbarkeit unterstreichen seine Bedeutung innerhalb des deutschen Spitzensports.
Veröffentlicht am 12.07.2026 05:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Die Evaluation des BeB-Modellprojekts „Mein Recht auf Teilhabe – Empowerment im Teilhabe-/Gesamtplanverfahren“ bestätigt die Wirksamkeit einer guten Vorbereitung auf das Teilhabe-/Gesamtplanverfahren. Zugleich verweisen sie auf den erheblichen Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Teilhaberechten im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes. Von 2023 bis 2026 unterstützte das von der Aktion Mensch geförderte Projekt Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich auf ihr Teilhabe- beziehungsweise Gesamtplanverfahren vorzubereiten. Gemeinsam mit Expert*innen in eigener Sache, Fachkräften aus der Praxis und Theoretiker*innen, wurden Schulungen sowie barrierefreie Handbücher entwickelt. Die Materialien vermitteln Wissen über Rechte und Verfahrensabläufe und unterstützen dabei, eigene Wünsche, Ziele und Bedarfe zu formulieren. So heißt es in einer Presseinformaiton des evangelischen Fachverband für Teilhab (BeB).
Veröffentlicht am 11.07.2026 07:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Side view of an ambulance parked outdoors in Dresden, Germany. Foto: Oscar Ritter
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht im parlamentarischen Verfahren zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wichtige Verbesserungen, hält die finanziellen Probleme damit aber nicht für langfristig gelöst. Zwar wurden einige Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege aufgegriffen. Insgesamt bleibt das Gesetz aus Sicht des DRK jedoch hinter dem Notwendigen zurück und schafft keine verlässliche Grundlage für eine dauerhaft gute Versorgung. „Wir begrüßen, dass die Kritik der Wohlfahrtspflege im parlamentarischen Verfahren Gehör gefunden hat. Das zeigt, dass viele der vorgesehenen Kürzungen zu weit gingen. Die beschlossenen Änderungen reichen aber nicht aus, um Krankenhäuser, Pflegedienste, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen für Mütter, Väter und Kinder sowie andere Gesundheitsangebote dauerhaft wirtschaftlich abzusichern“, sagt Christian Reuter, DRK-Generalsekretär.
Veröffentlicht am 11.07.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Der Bundestag hat gestern das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beraten und verabschiedet. Der Bundesrat diskutierte ebenfalls intensiv über das Gesetz und verzichtete auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand erklärte dazu in Berlin: „Mit einem Kopf-durch-die-Wand-Verfahren hat die Bundesregierung in den vergangenen Tagen mehr als deutlich gemacht: Diese Reform soll trotz aller berechtigter Kritik jetzt durchgezogen werden. Die Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte deshalb leider absehbar nicht zu weiteren Verbesserungen, sondern nur zu weiteren Verzögerungen geführt. Klar ist: Die GKV-Finanzen müssen dringend stabilisiert werden. Wir wollen und dürfen nicht riskieren, dass die Krankenkassenbeiträge weiter steigen. Der Bund ist uns in den Verhandlungen über die GKV-Reform zwar auf den letzten Metern in einigen Punkten entgegengekommen. In der Summe bleibt das Gesetz aus meiner Sicht aber weit hinter dem zurück, was die Länder mit Blick auf die Krankenhäuser, Beitragszahlenden, Leistungserbringenden und Beschäftigten im Gesundheitswesen zu Recht eingefordert haben.“
Veröffentlicht am 11.07.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
Hamburg (kobinet) „Nach fast 20 Jahren haben wir entschieden aus den Kooperationen mit drei speziellen Sonderschulen auszusteigen. Im Schuljahr 2026/27 werden wir keine Anschluss- und Ferienbetreuung mehr anbieten. Unser Engagement an den Schulen endet mit den Sommerferien. Wir bedauern sehr diesen Weg gehen zu müssen. Für Leben mit Behinderung Hamburg ist ein guter Ganztag eine wichtige Voraussetzung, um Kinder und Jugendliche mit Behinderung bei ihrem Start in ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft zu begleiten. Seit 2024 sind wir mit der Schulbehörde im Gespräch, weil wir insbesondere für die Ferienbetreuung einen angemessenen Betreuungsschlüssel brauchen und um, für die Mitarbeitenden faire Arbeitsverträge nach Tarif zu erwirken. Die Schulbehörde zeigt sich nicht verhandlungsbereit und will unseren Vorschlägen nicht folgen.“ Dies teilte der Verein Leben mit Behinderung Hamburg mit.