Luka gehört zu uns

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Bild: ForseA e.V.

Wien (kobinet) "Luka gehört zu uns!" So lautet die Forderung seiner Mitschüler, die heute in Wien gegen die Abschiebung eines behinderten Kindes demonstrieren. Der Elternverein der Integrativen Schule Hernals ruft für
heute, 6. April um 14.00 Uhr vor dem österreichischen Innenministerium (Herrengasse 7 in Wien) zu einer Protestaktion wegen der bevorstehenden Abschiebung eines behinderten 10-jährigen Buben und seiner alleinerziehenden Mutter nach Georgien auf.

Eltern und Kinder der Schule werden im Rahmen der Kundgebung eine Unterschriftenliste mit der Forderung nach Gewährung des Bleiberechts an den Innenminister übergeben. "Der Bub geht seit Herbst 2015 in unsere Schule, gegenwärtig besucht er die dritte Volksschulklasse. Er lebt mit einer zerebralen Parese und hat in Österreich erstmals einen passenden Rollstuhl und dringend benötigte Therapien bekommen und gleichaltrige Freunde gefunden; in Georgien war er extremer Diskriminierung ausgesetzt. Mutter und Kind wurden auf Grund der Behinderung von ihrer Familie verstoßen und haben große Angst vor einer Rückkehr. Der Bub ist bei uns bestens integriert und spricht bereits sehr gut Deutsch. Dank der Förderung, die er an unserer Schule erhält, macht er rasche Fortschritte und holt auch schulisch schnell auf. Auch seine Mutter hat sich von Anfang an u.a. in der Schule engagiert und hätte bereits eine mündliche Arbeitszusage. Mitschüler, Schule und Eltern sind in großer Sorge wegen der alarmierend schlechten psychischen Verfassung, in der Mutter und Kind sich in der gegenwärtigen Situation befinden", heißt es im Aufruf zur Demonstration des Elternverein der Integrativen Schule Hernals.