BBSB erhält Signet Bayern Barrierefrei

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

 Eiweihung des Signet - Bayern barrierefrei - beim BBSB
Eiweihung des Signet - Bayern barrierefrei - beim BBSB
Bild: BBSB e.V.

München (kobinet) Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger zeichnet Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) mit Signet "Bayern barrierefrei" aus.

„Barrierefreiheit bedeutet vor allem auch die Barrieren im Kopf abzubauen und die Gesellschaft für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. Dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund gilt mein besonderer Dank für die professionelle und kompetente Unterstützung bei der Bewältigung dieser gemeinsamen, gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.“   so Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger anlässlich seines Besuches beim BBSB und des Sehbehindertentags am 6. Juni 2017. Dort weihte er zusammen mit den Landesgeschäftsführern des Vereins und dem zuständigen für Finanzen und Administration sowie dem Landesverkehrsbeauftragten des BBSB das Signet „Bayern Barrierefrei - Wir sind dabei“ ein.

Mit diesem Signet zeichnet das Bayerische Sozialministerium Institutionen aus, die in Bayern Barrieren abbauen. In dem sehr kooperativen Gespräch zum gegenseitigen Wissensaustausch wies der Architekt Johannes Voit darauf hin, dass die Anforderungen an bauliche Barrierefreiheit je nach Art der Behinderung oft sehr divergierten. So sei ein öffentlicher Platz ohne Ecken und Kanten für Rollstuhlfahrer ideal, für seheingeschränkte Menschen hingegen geradezu gefährlich, da hier eine Orientierung mit dem Stock nicht mehr möglich sei.   

Voit leitet das vereinseigene Servicebüro Barrierefreie Umwelt (SBU) und betreut komplexe Bauvorhaben sowie solche, die Vorbildcharakter oder hinsichtlich der blinden- und sehbehindertengerechter Gestaltung eine landesweite Bedeutung haben. Ihm steht bei Beratungen, Empfehlungen und dem Verfassen von Stellungnahmen für Planer, Bauherren, Behörden und Behindertenbeauftragte der Arbeitskreis Barrierefreie Umwelt- und Verkehrsraumgestaltung zur Seite.   

„Ziel all unserer Anstrengungen ist es, ein Umdenken bei Planern und Bauherren zu erreichen: Barrierefreiheit im Sinne der geltenden Normen und Regelungen muss eine Selbstverständlichkeit sein“, sagte Landesgeschäftsführern Erzgraber. Um dem einen Schritt näher zu kommen, hat der BBSB mit großem Erfolg das Projekt FAB – Fachassistenz Barrierefreiheit im öffentlichen Raum in Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis vermittelte vier Studierenden der Landschaftsarchitektur Wissen über barrierefreies Bauen für blinde und sehbehinderte Menschen. Die so geschulten Studierenden wiederum begleiteten die Mitglieder des Arbeitskreises, die alle selbst blind oder sehbehindert sind, bei Ortsterminen und unterstützten diese in der Beratung. Auf diesem Weg kann der BBSB zukünftige Akteure im Bauwesen und Multiplikatoren für das Thema sensibilisieren.            

„Das Signet "Bayern Barrierefrei", das wir im Lichte des Sehbehindertentags 2017 anbringen, dokumentiert unsere Aktivitäten und fordert zum Hinsehen und Mitmachen auf“, sagte Erzgraber abschließend. „Wir danken besonders Herrn Staatssekretär Hintersberger, dass er dies durch seinen heutigen Besuch unterstützt.“

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.