Mitwirkungsrechte gestärkt

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Dresden (kobinet) Wie das Selbsthilfenetzwerk Sachsen berichtet so fand in der Dreikönigskirche in Dresden Ende Mai die Fachtagung zum Thema „Werkstatt-Räte tauschen sich aus“ statt. Das wichtigste Ergebnis dieser Tagung besteht darin, dass dabei die Mitwirkungsrechte der Werkstattbeschäftigten weiter gestärkt werden konnten. 

Zu dieser Tagung hatte die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen sowohl die sächsischen Werkstatt-Räte, als auch die Träger von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie Akteure aus Politik, Vereinen und Verbänden eingeladen.

Im Mittelpunkt der Tagung stand der gedankliche Austausch der Werkstatt-Räte untereinander. So wurden neben Erfahrungen und Problemen auch Fragen und Möglichkeiten, die sich aus der Interessenvertretung der behinderten Beschäftigten in den Werkstätten ergeben, erörtert.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Stephan Pöhler. In seinem Grußwort verdeutlichte er die Wichtigkeit der Mitbestimmung in Werkstätten, gerade im Hinblick auf die Intentionen der UN-Behindertenrechtskonvention. „Ohne die Mitarbeit von Menschen mit Behinderungen ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht denkbar.“, sagte Stephan Pöhler.

Mit der am 30.12.2016 in Kraft getretenen novellierten Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) wurden die Mitwirkungsrechte der Werkstattbeschäftigten gestärkt. Im Freistaat Sachsen gibt es 60 Werkstätten, in denen rund 17.000 Menschen mit Behinderungen beschäftigt sind. Die Wahrnehmung der Interessen dieser Beschäftigten durch Werkstatt-Räte ist genauso wichtig, wie die der Betriebs- und Personalräte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Angesicht der oftmals über Defiziterfahrungen gemachten Definition ihrer Person, ist die Ausübung einer Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen von sehr großer Bedeutung, da sie hierbei ihre tatsächlichen Fähigkeiten klar aufzeigen können.

„Die Teilhabe am Arbeitsleben in Werkstätten ist für mich nicht weniger wertvoll, als die Beschäftigung in jedem anderen Bereich des Arbeitsmarktes. Auch die dauerhafte Etablierung eines sächsischen Werkstatt-Sprecher-Rates ist dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“, betonte Stephan Pöhler während der Fachtagung.


                                  

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