Besuch beim VbA in München

Veröffentlicht am von Andreas Vega

Besucher aus Taiwan und MitarbeiterInnen vom VbA an einem Tisch
Besucher aus Taiwan und MitarbeiterInnen vom VbA an einem Tisch
Bild: Xiao Zhen

München (kobinet) Am vergangenen Freitag war eine Gruppe von Menschen mit Behinderung aus Taiwan beim VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. zu Besuch, um sich über die Geschichte der deutschen Behindertenbewegung und den hiesigen Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu führen zu informieren.

Auch in Taiwan sind Menschen mit Behinderung dabei die Bedingungen für ein Selbstbestimmtes Leben zu verbessern und für ihre Rechte zu streiten. Dies berichtete eine kleine Gruppe von Menschen mit Behinderung aus Taiwan, die der Organisationen "New Vitality, Independent Living Association, Taipei" angehören. Bei ihrem Besuch in München informierten sie sich beim VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. über die geschichtliche Entwicklung der deutschen Behindertenbewegung und den Stand der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Ebenso war die Gestaltung und das Management persönlicher Assistenz, sowie die Beratungspraxis der Selbstbestimmt Leben Zentren in Deutschland für die Besucherinnen von großem Interesse. Der VbA führte die Gäste inhaltlich durch die verschiedenen Abteilungen des Vereins, den Reisedienst, den Lohnabrechnungsservice für Behinderte ArbeitgeberInnen und die Beratungsstelle.

Dank des VbA Mitarbeiters Xiao Zhen aus der Beratungsstelle, der auch der chinesischen Sprache mächtig ist, konnten auch fachliche Fragen, zum Beispiel über die Anwendung des Peer-Counseling in der Beratung ausführlich besprochen werden. Zhen, der selber wegen einer Behinderung einen Elektrorollstuhl nutzt, beschäftigt in seinem Privathaushalt persönliche Assistentinnen und Assistenten. Dieses Wissen ermöglichte einen intensiven Austausch mit den Besucherinnen aus Taiwan in ihrer Muttersprache.

Bezüglich der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in Taiwan berichtete die Gruppe, dass wegen der völkerrechtlich nicht anerkannten Souveränität Taiwans ihr Land nicht berechtigt ist, die UN Konvention zu unterzeichnen. Die Insel gilt als Provinz von China. Allerdings hat China den Völkerrechtsvertrag unterschrieben und ratifiziert. Die Regierung von Taiwan sei allerdings bemüht, die UN Konvention umzusetzen.

Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung vereinbarten die Vertreterinnen des VbA weiter mit den Aktivistinnen aus Taiwan in Verbindung zu bleiben.

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