Hohe Beschäftigungsquote beim LWV Hessen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Die blinde Juristin Birgit Riester am Arbeitsplatz beim LWV
Die blinde Juristin Birgit Riester am Arbeitsplatz beim LWV
Bild: LWV Pressestelle

Kassel (kobinet) 227 schwerbehinderte Männer und Frauen arbeiteten zum Stichtag 31.12.2016 beim Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen. Die Beschäftigungsquote liegt damit erneut bei über 16 Prozent. "Es ist eines unserer wichtigsten Ziele, dass behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen", betont Landesdirektor Uwe Brückmann. "Als Arbeitgeber möchten wir dabei mit gutem Beispiel vorangehen."

In den Verwaltungen in Kassel, Darmstadt und Wiesbaden sowie in den Schulverwaltungen, Frühförderstellen und den Stiftungsforsten des LWV Hessen liegt die Quote aktuell bei 16,29 Prozent. Damit beschäftigt der LWV 156 schwerbehinderte Arbeitnehmer mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von 71. Bereits 2001 hat sich der LWV verpflichtet, die gesetzlich festgelegte Quote von fünf Prozent zu übertreffen. Seit 2012 liegt sie stets bei über 16 Prozent, teilt der Verband in einer Presseerklärung mit. Großen Wert lege der LWV dabei auf die Qualifizierung junger schwerbehinderter Menschen. Aktuell werden sieben schwerbehinderte junge Menschen in den Verwaltungen des LWV ausgebildet. Zwei schwerbehinderte Nachwuchskräfte werden im Sommer die Ausbildung abschließen und eine Stelle beim LWV antreten.

Auch drei Betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze (BiB) unterhält der LWV. Ziel dieser BiB ist es, dass Beschäftigte aus einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) mittelfristig in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis übernommen werden. Zunächst arbeiten sie einige Jahre lang weitgehend selbstständig bei einem Arbeitgeber des allgemeinen Arbeitsmarktes und werden dabei intensiv von einer Werkstatt für behinderte Menschen betreut. Sie sind dort zunächst auch offiziell beschäftigt, bevor sie eine Stelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt antreten. 

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte, dem soziale Aufgaben übertragen wurden. Er unterstützt u.a. behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf.

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