Auszeichnung für vorbildliches Zusammenleben

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: Aktion Mensch e.V.

Berlin (kobinet) Die Antidiskriminierungsstelle und Cornelsen Verlag zeichnen Projekte aus ganz Deutschland aus, die sich darauf konzentrieren Vielfalt und Chancengerechtigkeit zu stärken, Diskriminierung zu verhindern sowie diese Werte im Schulleben zu fördern. Das ist das Ziel des Wettbewerbs „fair@school – Schulen gegen Diskriminierung“.

In Berlin haben die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag jetzt drei vorbildliche Schulprojekte ausgezeichnet, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt im Schulalltag einsetzen. Die mehr als 50 eingereichten Projekte zeigen deutlich: Junge Menschen sind aktiv, sie tun etwas, sie ziehen sich nicht zurück“, stellte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, bei der Preisverleihung fest. Da können wir uns alle ein Beispiel daran nehmen, egal ob jung oder alt.“ Ziel des Wettbewerbs war es unter anderem, Projekte auszuzeichnen, die leicht übertragbar sind und so an anderen Schulen übernommen werden können, erläuterte sie. So wollen wir das Recht auf einen fairen Schulalltag und auf diskriminierungsfreie Bildung weiter stärken.“.

„Schule ist ein wichtiger Ort für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Wie hier im Klassenzimmer die Grundlagen für Offenheit und Respekt gelegt werden, verdient besondere Anerkennung.“ begründete Dr. Anja Hagen, Geschäftsführerin im Cornelsen Verlag, die Auszeichnung.

Der erste Preis in Höhe von 3.000 Euro geht an die Berliner Kurt-Schwitters-Gesamtschule mit ihrem „Respekt-Club“. Der seit dem Jahr 2000 bestehende Club setzt sich für eine Wertschätzung und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. Mit verschiedenen kreativen Projekten und Aktionen laden die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Clubs dazu ein, sich mit der Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu befassen. Das Thema der sexuellen Vielfalt wird mittlerweile auch regelmäßig im Unterricht zum Thema; der Club ist fester Bestandteil des Schulalltags.

Der 2.000 Euro dotierte zweite Preis geht an die saarländische Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle in Nonnweiler-Primstal. Die AG „Multimediale und inklusive Erinnerungsarbeit: Jüdisches Leben in der Gemeinde Nohfelden“ hat nicht nur eine Ausstellung zu jüdischem Leben in der Gemeinde entwickelt, sondern das Projekt gemeinsam mit blinden Schülerinnen und Schülern aus einer benachbarten Schule erarbeitet, um Barrieren abzubauen.

Den dritten Preis und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhielt das Projekt „Laut:::stark“ der hessischen Schule am Goldberg in Heusenstamm. In einer jährlichen Woche zum Thema sowie in Schulpausen trainieren die Kinder und Jugendlichen der Förderschule, Gefahren zu erkennen und zu vermeiden, selbstbewusst aufzutreten und sich im Notfall zur Wehr zu setzen. Dabei wird genau auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Diskriminierungserfahrungen der Schülerinnen und Schüler eingegangen und auch das Miteinander gefördert.

 Die eingereichten Schulprojekte des Wettbewerbs fair@school wurden vom Zentrum für Bildungsintegration der Stiftung Universität Hildesheim begutachtet. Eine zehnköpfige Jury aus renommierten Sozial- und Bildungswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern entschied über die Preisträger. Die Preise wurden in einer Feierstunde im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) verliehen.

 

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