Armutskongress zur Bundestagswahl

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Aufruf zur Bundestagswahl vorgestellt
Aufruf zur Bundestagswahl vorgestellt
Bild: Armutskongress

Berlin (kobinet) Eine gerechte Steuerpolitik, gute Arbeit statt prekäre Beschäftigung und Sozialleistungen, die zum Leben reichen - das fordern die Veranstalter des zweiten Armutskongresses in ihrem heute vorgestellten gemeinsamen Aufruf. Der Paritätische Gesamtverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Nationale Armutskonferenz wollen damit anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl zeigen, auf welche Politik es ankommt, um Armut wirkungsvoll einzudämmen. Unterstützt wird der Aufruf von 13 weiteren Sozial-, Wohlfahrts- und Fachverbänden sowie gewerkschaftlichen Organisationen. Armut und Armutsgefährdung seien in Deutschland längst keine Randerscheinung mehr, sondern ein massenhaftes Phänomen mitten in der Gesellschaft, das auf mehreren Ebenen bekämpft werden müsse.

"Um die Schere in der ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung zu schließen und um eine weitere Spreizung der Gesellschaft zu verhindern, muss in der Steuerpolitik konsequent umgesteuert werden", sagt Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. "Die dazu aktuell in der Diskussion stehenden Vorschläge der großen Parteien sind vom Umfang und der Zielrichtung her viel zu ambitionslos. Wir brauchen eine wirklich mutig eingreifende Steuer- und Finanzpolitik, um den anstehenden gesellschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen gerecht zu werden."

Auf dem Armutskongress diskutieren über 500 von Armut betroffene Menschen, Experten aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Journalismus noch bis morgen unter dem Motto "Umsteuern: Armut stoppen, Zukunft schaffen". Unterstützt wird der Kongress von 18 weiteren Sozial-, Wohlfahrtsund Fachverbänden, Selbsthilfe- und Betroffeneninitiativen sowie Gewerkschaften.

Mehr auf www.armutskongress.de

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