Feuerwerk von Aktivitäten

Veröffentlicht am von Christian Mayer

Gruppenbild vom InklusionsbotschafterInnen-Treffen in Berlin
Gruppenbild vom InklusionsbotschafterInnen-Treffen in Berlin
Bild: ISL

Berlin (kobinet) Wie vielfältig die Aktivitäten der InklusionsbotschafterInnen sind, die im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten und von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) koordinierten Projektes zusammenarbeiten, zeigte sich beim Regionaltreffen in der Villa Donnersmarck in Berlin.

Bereits in der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die verschiedenen InklusionsbotschafterInnen an vielen Stellen für Inklusion werben. Der Rapper Fidi Baum tritt nicht nur bei vielen Veranstaltungen auf und hat richtig Spaß an seinem Wirken, sondern engagiert sich auch in einer Reihe von Vereinen. Thomas Künneke von den Kellerkindern ist es in den letzten Wochen gelungen, eine Reihe von Anträgen bewilligt zu bekommen, so dass sich die Kellerkinder voraussichtlich ein neues größeres Zelt für ihre Aktionen für die Kellerkinder anschaffen können. Dana Bretthauer ist es nach ihrer Ex-In-Ausbildung gelungen, einen Job zu finden, in dem sie ihre Erfahrungen einbringen kann und Katrin Seelisch arbeitet als Peer Counselorin in der Villa Donnersmarck. Das sind nur einige Beispiele, die sich fortsetzen ließen und die typisch für viele InklusionsbotschafterInnen sind. Ohne die Latte zu hoch zu legen, trägt das Projekt dazu bei, dass behinderte Menschen ihre Projekte und Ziele vorantreiben können und sich beim Thema Inklusion auf vielfältige Weise einmischen", freut sich der Koordinator des Projektes, Ottmar Miles-Paul.

So stand auch das Thema der ergänzenden unabhängigen Beratung auf der Tagesordnung des Treffens der InklusionsbotschafterInnen. Man war sich darin einig, dass es wichtig ist, dass möglichst viele behinderte Menschen selbst diese Beratung leisten und dass diese im Sinne des Peer Counseling auch unabhängig sein muss. "Wir dürfen also gespannt sein, was sich in den nächsten Monaten noch alles bei den bundesweit mittlerweile über 70 InklusionsbotschafterInnen so tut. Auf jeden Fall macht das Projekt Spaß und zeigt, was Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen zum Thema Inklusion beitragen können", so Ottmar Miles-Paul. Birger Höhn aus Dresden mischt sich beispielsweise nicht nur bei der Partei Die Linke ein, sondern arbeitet derzeit an der Vermittlung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit. Maria Henschel hat ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen und schreibt immer wieder Artikel zu juristischen Fragen der Behindertenpolitik. Nadine Wettstein liest zukünftig als blinde Frau bei einem Vorleseprojekt in Halle, dass erst letzte Woche mit einem Ehrenamtspreis ausgezeichnet wurde. Alex Ernst hat als ehemalige Analphabetin erst kürzlich eine Schulung mit MitarbeiterInnen eines Job Centers durchgeführt und prüft Texte in einfacher Sprache mit großer Freude. Und Ines Silbermann engagiert sich für Persönliche Assistenz u.a. im sächsischen Netzwerk BuMS und im Raum Leipzig/Freiberg und hat vor kurzem an der NITSA-Tagung zum Bundesteilhabegesetz teilgenommen.