Online-Banking ohne Barrieren

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Budget, Geldscheine
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Bild: Irina Tischer

München (kobinet) Im Internet einen Dauerauftrag einrichten, Geld überweisen, den Kontostand überprüfen – Online Banking ist mittlerweile zur Normalität geworden. Blinde und sehbehinderte Menschen konnten diesen Service bisher kaum nutzen. Jetzt gibt es die erste barrierefreie Internetfiliale der Sparkassen: „Ein barrierefreies Banking-Angebot erspart den Menschen mit Sehbehinderung die mühsame Suche nach einer Filiale. Sie sind auch nicht mehr abhängig von einem Helfer, der den Inhalt der Seite vorliest – sie können ihre Bankgeschäfte eigenständig erledigen. Das ist ein wichtiger Schritt zum Abbau von Barrieren im Freistaat!“, erklärte Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger auf dem Sparkassentag.

Ministerpräsident Horst Seehofer übergab das Signet ‚Bayern barrierefrei – wir sind dabei!‘ an den Präsidenten des Sparkassenverbandes Ulrich Netzer. Staatssekretär Hintersberger würdigte anlässlich der Übergabe nicht nur das barrierefreie Online-Angebot, sondern auch die Tatsache, dass sich der Sparkassenverband schon seit Jahren intensiv um den Abbau von Barrieren in den Sparkassen bemüht und dazu extra einen Leitfaden und Checklisten erarbeitet hat. Netzer erklärte, warum für ihn das Thema Barrierefreiheit eine so große Bedeutung hat: „Sparkassen haben den öffentlichen Auftrag, die Menschen in allen Regionen Bayerns mit Finanzdienstleistungen zu versorgen und wir bekennen uns zu dieser Verantwortung. Für uns ist es deshalb selbstverständlich, den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungs-Geräten und zu unserem Beratungsangebot Schritt für Schritt auszubauen.“ 

Die Staatsregierung investiert viel in die Barrierefreiheit – von 2015 bis 2018 steht ein Investitionsvolumen von knapp 430 Millionen Euro zur Verfügung, um zum Beispiel Linienbusse mit Rampe zu fördern oder Barrieren an staatlichen Gebäuden abzubauen. Der Sozialstaatssekretär betonte aber: „Der Staat kann investieren und selbst tätig werden, aber es geht nicht ohne Partner – aus den Kommunen, aus der Wirtschaft oder den Verbänden. Wir freuen uns sehr, mit den knapp 2.500 Sparkassenfilialen und den über 40.000 Mitarbeitern neue starke Partner an unserer Seite zu haben.“

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