Glückwunsch zum Erfolg für die Ehe für alle

Veröffentlicht am von Christian Mayer

Daumen hoch
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Bild: kobinet/omp

Kassel (kobinet) Für Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3 ist der heutige Tag ein wichtiger Tag auf dem Weg zur Garantierung der Menschenrechte in Deutschland. Er gratulierte den verschiedenen AkteurInnen, die jahrelang für die Ehe für alle gekämpft haben, zum heutigen Beschluss des Bundestages für eine Ehe für alle.

"Es war ein harter Kampf für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und für die Ehe für alle. Und der Kampf gegen Diskriminierungen in diesem Bereich ist sicherlich noch lange nicht vorbei. Der heutige Tag ist aber ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg für Menschenrechte. Der 30. Juni ist damit nicht nur für die Behindertenbewegung ein wichtiges Datum, weil am 30. Juni 1994 der Bundestag die Aufnahme des Benachteiligungsverbotes für behinderte Menschen im Grundgesetz beschlossen wurde, sondern auch für schwule und lesbische Menschen, denen nun eine Ehe für alle möglich ist", erklärte Ottmar Miles-Paul.

Seine Glückwünsche verbindet der langjährige Aktivist der Behindertenbewegung mit der Hoffnung, dass der heutige Funke für eine menschenrechtsorientierte Gesellschaft auch verstärkt auf die Behindertenpolitik überspingt, denn hier dominierten nach wie vor die Interessen von Dienstleistungsanbietern und Kostenträgern über die Interessen behinderter Menschen für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Diskriminierungen und Ausgrenzung bestimmten nach wie vor den Alltag vieler behinderter Menschen, dagegen gelte es aktiv zu kämpfen.

Lesermeinungen zu “Glückwunsch zum Erfolg für die Ehe für alle” (6)

Von kirsti

„Glückwunsch für die Umsetzung der UN BRK!

Es war ein harter Kampf für die Gleichstellung Behinderter mit Nichtbehinderten und für die Umsetzung der UN BRK. Und der Kampf gegen Diskriminierungen in diesem Bereich ist sicherlich noch lange nicht vorbei."- Wann werden wir das sagen und schreiben können?

Von Uwe Heineker

... und nun auch bei Menschen mit Behinderung mit einer guten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - alles wäre dann perfekt!

Von Behindert_im_System

"Es war ein harter Kampf für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und für die Ehe für alle. Und der Kampf gegen Diskriminierungen in diesem Bereich ist sicherlich noch lange nicht vorbei."

Solche Töne und Ergebnisse hätte ich mir hier zu anderen Themen gewünscht, aber es bestätigt wieder die vereinzelte Ansicht, jedem das seine mir das meiste. Selber essen macht stark und auch satt.

Von Lesebrille

@hmmm: Die von Ihnen unterstellte Euphorie finde ich im Text nicht.

@all: Ja, es ist ein Meilenstein, der hoffentlich nicht zum Meilensteinchen wird. Ich gratuliere ebenfalls - allerdings mit gebremstem Schaum.

Es ist das eine, was gesetzlich niedergeschrieben wird und etwas ganz anderes, wie es a) umgesetzt und b) gesellschaftlich akzeptiert wird. Das wissen wir behinderten Menschen nur zu gut.

Aber auch Homophobie, wie pseudomoralische Entrüstung konservativer Kreise werden durch einen Paragrafen nicht automatisch verschwinden. Da müssen noch dicke Bretter gebohrt werden.

Auf dass am Ende eine wirklich grosse Feier steigen kann!!

Von hmmm

Und auch behinderte Schwule und Lesben, die demnächst verheiratet sein werden, werden weiterhin (gegenüber nichtbehinderten schwulen und lesbischen Ehen) benachteiligt sein.

Von hmmm

Es geht nur um die Ehe zwischen Mann und Mann und Frau und Frau und nicht um Behinderte, die heiraten.
Behinderte, wo Frau und Mann heiraten und eine Ehe bilden, sind weiterhin benachteiligt. Deshalb finde ich die Euphorie, die von kobinet verbreitet wird, nicht angemessen.
Nichtbehinderte Schwule und Lesben scheren sich einen Dreck um Behinderte (auch um behinderte Schwule und Lesben), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Spahn. Von dem hat man noch nie ein Wort pro (schwule und lesbische) Behinderte vernommen, als finanzpolitischer Adlatus von Schäuble.

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