Bekenntnis zur Inklusion begrüßt

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Flyer des Vereins
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Bild: mittendrin e.V.

Köln (kobinet) Der Elternverein mittendrin e.V. begrüßt, dass Schulministerin Yvonne Gebauer bei der Weiterentwicklung der inklusiven Bildung in Nordrhein-Westfalen stärker auf die Qualität achten will. „Wir sind froh, dass die Ministerin in ihren ersten Interviews klargestellt hat, dass der Inklusionsprozess mitnichten gestoppt oder zurückgedreht, sondern auch unter der neuen Landesregierung vorangetrieben wird“, sagte heute die mittendrin-Vorsitzende Eva-Maria Thoms. „Das angedeutete Konzept der Schwerpunktschulen wirft allerdings Fragen auf. Völlig unklar bleibt bis jetzt, wie gleichzeitig sichergestellt werden soll, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung tatsächlich wohnortnah eine gute inklusive Schule finden können.“

Gespannt sind die Eltern, ob es der neuen Schulministerin mit ihren Maßnahmen gelingen wird, die zuletzt äußerst schlechte Stimmung zur schulischen Inklusion zu drehen, so dass Nordrhein-Westfalen zu einer konstruktiven Debatte zurückfindet.

Der mittendrin e.V. setzt der zuletzt negativ gefärbten Debatte eine große Inklusionsveranstaltung entgegen. Vom 8.-10. September 2017 wird es auf dem Kongress „Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir!“ vor allem auch um die Frage gehen, wie es gelingt die Umsetzung von Gesetzen über Verwaltungsprozesse, Personalverteilung und begleitende Maßnahmen so zu steuern, dass in den Schulen tatsächlich gute inklusive Praxis entsteht.

In weiteren Veranstaltungen des fast 80 Workshops, Vorträge und Diskussionen umfassenden Programms können sich Lehrer, Eltern und andere Fachleute informieren, wie Unterricht inklusiv gestaltet, die Schulentwicklung gefördert und das soziale Miteinander gestärkt werden können. Zusätzliche Themenschwerpunkte sind der Übergang Schule/Beruf für Jugendliche mit Handicap und Inklusion in der Freizeit.

Die ersten beiden Tage des von der Aktion Mensch geförderten Kongresses sind als kostenpflichtige Fachveranstaltung angelegt. Am Sonntag ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich über Inklusion in der Schule zu informieren und mit zu diskutieren.

Den Abschluss des Kongresses bildet die Diskussion „Inklusion. Wie geht’s weiter in NRW?“, zu der auch die Vertreter der großen Landtagsfraktionen aufs Podium eingeladen sind.

Mehr auf http://www.mittendrin-koeln.de/projekte/kongress/

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