Preisträger mit Zukunftspotenzial

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Preisverleihung zweiter Neue Nähe-Hackathon
Preisverleihung zweiter Neue Nähe-Hackathon
Bild: Aktion Mensch

Erlangen / Bonn / München (kobinet) Kürzlich drehte sich in Erlangen alles um Barrierefreiheit und Teilhabe – beim zweiten "Neue Nähe"-Hackathon von Aktion Mensch und Microsoft Deutschland. Jetzt stehen die Preisträger der diesjährigen inklusiven Denkfabrik fest. Insgesamt drei Entwickler-Teams dürfen sich dabei über ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 21.000 Euro zur Weiterentwicklung ihrer Anwendungen und eine Auszeichnung freuen, die ihnen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Medical Valley Center Erlangen verliehen wurde.

Gemeinsam hatten sie für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe gearbeitet. Ihre Ideen und Lösungsansätze wurden von einer fachkundigen Jury aus insgesamt zwölf zukunftsweisenden Projekten ausgewählt, an denen rund 80 Entwickler im Rahmen des zweiten "Neue Nähe"-Hackathons ein ganzes Wochenende lang tüftelten. Zusammen mit dem Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) haben es sich die Aktion Mensch und Microsoft Deutschland dabei nach dem erfolgreichen Auftakt in Berlin im Dezember 2016 auch in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von technologischen Lösungen für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe voranzutreiben und damit den Alltag von Menschen mit und ohne Behinderung einfacher zu machen. Unterstützt wurden die Entwickler vor Ort dabei auch von Experten mit unterschiedlichen Behinderungen, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung einen maßgeblichen Beitrag dazu leisteten, bedarfsgerechte und nutzerorientierte Lösungen auf den Weg zu bringen.

Diese Kriterien wurden von der Jury bei der Auswahl und Bewertung der Projekte genauso berücksichtigt wie der Innovationsgrad, das Entwicklungspotenzial und die Umsetzbarkeit der einzelnen Anwendungen.

Den ersten Platz erhielten sieben Entwickler aus dem studentischen Umfeld der Hochschulen Erlangen. Sie überzeugten die Jury mit einem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz: Die für Menschen mit Sehbehinderung barrierefrei aufbereitete Plattform zentralisiert den Austausch und Dialog. Dort können Menschen mit Behinderung konkrete Probleme aus dem Alltag einstellen, die dann von Programmierern mit modernen Cloud-Technologien gelöst werden.

Der zweite Platz wurde einem Team zuerkannt, dessen Arbeit es Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsformen ermöglicht, Signale in Notfallsituationen abzusetzen und „Smart Home“-Elemente, also technische Lösungen zur automatischen Bedienung von Haushaltsgegenständen wie Lampen oder Rollläden, zu steuern.

Der dritte Platz ging an ein Team welches mit Hilfe von Piktogrammen digitale Medien für Menschen nutzbar macht, die auf Grund ihrer Einschränkung keinen Zugang zur Online-Welt haben. Die selbstlernende Bilderkennung verknüpft Piktogramme und Bilder mit bestimmten Anwendungen wie zum Beispiel einer Wetter-App oder dem E-Mail-System auf dem Smartphone. Die jeweilige Applikation startet nach Identifikation des Bildes dann ganz automatisch.

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