Gehörlose gegen Ausschluss bei Achterbahn im Phantasialand

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
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Bild: DGB

Brühl (kobinet) "Wir wollen Achterbahn im Freizeitpark 'Phantasialand' mitfahren! Wir fordern sofortige Aufhebung des Achterbahn-Verbots für Menschen mit Hörbehinderungen!" So titelt der Deutsche Gehörlosen-Bund seine Stellungnahme zum Achterbahn-Verbot für gehörlose Menschen im Freizeitpark Phantasialand in Brühl bei Köln.

"Mit Verwunderung und Besorgnis haben wir viele Nachrichten (E-Mails, Facebook, Twitter, Artikel von Taubenschlag, Deutsche Gehörlosenzeitung und hearZone) und zwei offene Briefe (Landesverband der Gehörlosen Nordrhein-Westfallen 1899 e.V. und Verband für Gebärdensprachkultur Köln und Umland e.V.) zur Kenntnis genommen, dass Menschen mit Hörbehinderungen im Freizeitpark 'Phantasialand' in Brühl bei Köln aus Sicherheitsgründen von einigen Fahrgeschäften ausgeschlossen werden", schreibt der Deutsche Gehörlosen-Bund.

In einer Stellungnahme habe die Geschäftsführung auf die Sicherheitsvorschriften verwiesen, welche durch den Hersteller und den TÜV vorgeschrieben seien. Jedoch habe der TÜV Rheinland das Sicherheits- und Evakuierungskonzept überprüft und nicht festgelegt, welche Nutzergruppe ausgeschlossen wird, betont der Deutsche Gehörlosen-Bund. "Im Prinzip sollte man vorher mit den Betroffenenverbänden reden oder sie einbeziehen, be-vor die Vorschriften festgelegt werden. Viele Menschen mit Hörbehinderungen konnten bislang ohne Probleme mitfahren. Plötzlich geht das am 26. Juni 2017 bei zwei jungen Gehörlosen nicht mehr. Im Vorfeld hat die Geschäftsführung mit den Betroffenenverbänden nicht konsultiert oder die Änderung der Teilnahmebedingungen öffentlich kommuniziert", berichtet der Verband.

Link zur Stellungnahme

 

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