Werkstatt bestraft Suche nach anderer Beschäftigung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Daumen runter
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Bild: kobinet/omp

Wolmirstadt (kobinet) "Drei Mitarbeiter der Werkstatt für Behinderte in Wolmirstedt sind beurlaubt worden. Sie hatten sich anderswo nach Arbeit umgeschaut", so titelt die Volksstimme einen Artikel, der aufzeigt, wie es in Werkstätten für behinderte Menschen zugehen kann, wenn Kritik aufkommt, bzw. behinderte Menschen sich nach Alternativen ausserhalb ihrer Werkstatt umschauen.

Die Zeitung Volksstimme berichtet in ihrer Online-Ausgabe darüber, dass Heike Böttcher, Christian Klebe und Sven Seidel seit über zehn Jahren in der Holzwerkstatt des Bodelschwingh-Hauses in Wolmirstadt in Sachsen-Anhalt arbeiten. Zuvor wären sie in anderen Werkstätten des Hauses beschäftigt gewesen und die Arbeit habe immer Spaß gemacht. Das beteuern alle drei. Doch nun habe sich das Blatt gewendet. "Sie wurden von der Arbeit freigestellt, nur wenige Tage, nachdem sie sich in einer anderen Werkstatt für behinderte Menschen nach einer Arbeit umgesehen haben. 'Ich wollte gar nicht kündigen', sagt Sven Seidel, 'ich habe mich nur mal umgeschaut.' Er fühlt sich, wie die anderen beiden, zu Unrecht vor die Tür gesetzt", wie die Volksstimme berichtet.

Link zum vollständigen Artikel in Volksstimme.de, der auch Missstände in der Werkstatt anspricht

Lesermeinungen zu “Werkstatt bestraft Suche nach anderer Beschäftigung” (4)

Von kirsti

„Von Rosa
Sonntag, 16. Juli 2017 10:20
Für die Klärung, ob die Missstände in der Werkstatt und das Verhalten des Einrichtungsträgers (Bodelschwingh!!) und seiner Mitarbeiter rechtens ist, ist das Arbeitsgericht zuständig.

Ich hoffe, dass die drei betroffenen Werkstattbesucher die notwendige Unterstützung erhalten, diesen Weg zu gehen.“

Hallo, wir stehen hier auf dem falschen Gleis! Wir brauchen zum Arbeitsgericht in Wolmirstadt in Sachsen-Anhalt nicht die S-Bahn in Berlin; das wäre zu umständlich und auch zu teuer!
LG

Von Dr. Theben

Entschuldigung. Dieser Leserbrief sollte in einen anderen thread...

DR. Theben

Von Dr. Theben

@Lesebrille

ich entschuldige mich für die verspätete Antwort.

Ich sehe hier zwei Probleme:

1. Die Betroffenen werden beteiligt,aber erst hinterher, also wenn die Messen gesungen sind...Das muss sich ändern. Übrigens: Beteiligen heißt nicht gleich Mitbestimmen. Kein Betroffener maßt sich an, der S-Bahn in ihre unternehmerische Entscheidungsgewalt hineinzuregieren. Aber der Sachverstand der Betroffenen sollte doch rechtzeitig abgefragt werden, wenn er wirklich vom betreffenden Unternehmen gewünscht ist...

2. Klar gibt es Definitionen für Barrierefreiheit. Vorliegend aber stellt sich die Frage gilt das hier für den jeweiligen Wagon, oder eben den ganzen ZUg.

Und schließlich:Zweckwidrig verwende Fördergelder können vom Fördernden zurückgefordert werden. Na dann viel Spaß Land Berlin.

Grüße von

DR. Theben

Von Rosa

Für die Klärung, ob die Missstände in der Werkstatt und das Verhalten des Einrichtungsträgers (Bodelschwingh!!) und seiner Mitarbeiter rechtens ist, ist das Arbeitsgericht zuständig.

Ich hoffe, dass die drei betroffenen Werkstattbesucher die notwendige Unterstützung erhalten, diesen Weg zu gehen.

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