Visions of digital art - Digitale Kunst von Horst Rosenberger

Veröffentlicht am von Andrea Schatz

H. Rosenberger: Story Geysir -Island, Mischtechnik
H. Rosenberger: Story Geysir -Island, Mischtechnik
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Am 13. Juli 2017 wurde im Kleisthaus, dem Dienstsitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen eine Kunstausstellung der besonderen Art eröffnet. Gezeigt wird digitale Malerei von Horst Rosenberger.
Der Diplomingenieur, leidenschaftliche Fotograf, Globetrotter - und Rollstuhlfahrer ist immer auf der Suche nach neuen Wegen. Mit seiner Frau Petra, die ebenfalls auf den Rollstuhl angewiesen ist, macht er sich immer wieder auf, fremde Länder zu entdecken und eigene Grenzen zu verschieben.
Das gilt auch für seine Kunst. Sie zeigt sich in vielfältigen Stilen, Verfahren und Ausdrucksweisen. Aber eines haben alle seine Bilder gemeinsam: Sie sind ausschließlich digital erzeugt. „Digitale Malerei bietet mir die Möglichkeit, Gesehenes mit Gefühltem zu vereinbaren und Eindrücke unserer Reisen über das touristisch Bildhafte hinaus in meiner eigenen künstlerischen Ausdrucksweise zu verdichten.“, betont Rosenberger.
Manchen Bildern liegen ganz klassisch Kompositionsskizzen zugrunde, andere entstehen aus einem von ihm fotografierten Motiv, das er bemalt und übermalt oder elektronisch bearbeitet und verfremdet. „Grenzen sind im Kopf“, meint Horst Rosenberger. „Es ist an uns, sie zu akzeptieren - oder eben nicht.“ 

Flankiert wurde die Ausstellungseröffnung durch ein Podiumsgespräch, bei dem Horst Rosenberger anhand eines Videoclips zeigte, wie das Titelbild der Ausstellung „Geysir“ entstanden ist.

Podium mit Horst Rosenberger (rechts), Bild: Rolf Barthel

Podium mit Horst Rosenberger (rechts), Bild: Rolf Barthel

Im weiteren Gespräch mit Johannes Willenberg, dem Kulturreferenten der Behindertenbeauftragten gingen Bea Gellhorn, Leiterin der Online Galerie „Insider Art - Kunst ohne Grenzen“, der Komponist und Musiker Miguel Toro und Matthias Krebs, Leiter der Forschungsstelle „Appmusik - Institut für digitale Musiktechnologien“ an der Berliner Universität der Künste der Frage nach, welche Chancen die digitale Kunst bietet. Einhellige Meinung aller: Die Kunst 4.0 ist ein Schritt hin zur Demokratie und zur Inklusion, der es Künstlerinnen und Künstlern mit Beeinträchtigungen erlaubt, Barrieren zu überwinden und ihre kreativen Potentiale besser zu entfalten. Jedoch sind Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gefordert, dafür die organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

Ein faszinierendes Erlebnis bot die musikalische Darbietung von Miguel Toro auf dem Theremin, einem elektronischen Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird und dabei Töne erzeugt. Beim Theremin beeinflusst die elektrische Kapazität des menschlichen Körpers ein elektromagnetisches Feld. Dabei bewirkt die Position der Hände gegenüber zwei Elektroden („Antennen“) die Stärke der Veränderung. Die sich ändernde Schwingung des Feldes wird verstärkt und als Ton über einen Lautsprecher ausgegeben. 

Die Ausstellung ist vom 14. Juli bis zum 24. August montags bis donnerstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für den Zugang wird ein gültiges Ausweisdokument benötigt. Auf Wunsch ist eine kostenlose Audioführung erhältlich.

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