Moderation bei Problemen mit Barrierefreiheit

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Thomas Schalski
Thomas Schalski
Bild: Thomas Schalski

Markdorf (kobinet) Ein spannender Termin mit einem ungewöhnlichen Ausgang fand vor kurzem in der Biberachhofstr. 8 in Markdorf statt. Der Verein Bürger für Bürger und der Inklusionsbotschafter Thomas Schalski hatten zu einem Pressegespräch mit Anwohnern geladen. Hintergrund ist, dass Anwohner sich bei der Hausverwaltung bemüht haben, den Eingangsbereich barrierefrei zu gestalten. Die Tür kann nur mit viel Kraft geöffnet werden. Es folgt direkt eine zweite Tür, so dass dieser Zwischenraum zur Falle für Rollstuhlnutzer und ältere Personen mit Rollator werden kann.

Eine Anwohnerin hatte sich an den Inklusionsbotschafter Thomas Schalski gewandt, da ihr dies vom örtlichen Behindertenbeauftragten geraten wurde. Also machten er einen Termin die Beteiligten kamen zum Ergebnis, an die Öffentlichkeit zu gehen, um die Hausverwaltung zum einlenken zu bewegen. 6 Anwohner waren gekommen und die örtliche Presse mit zwei Chefredakteuren, die offenbar gut durch die Hausverwaltung aufgeklärt waren. "Es erschien auch ein Herr, der offensichtlich von der Hausverwaltung geschickt worden war, um zu stören. Offensichtlich hatte er die Einladung der Presse, mit der er vor meinen Augen rumwedelte und immer wieder betonte, dass er sich wohl fühle und die anderen Anwohner nicht verstehen kann. Er störte permanent, wenn die Anwohner etwas sagen wollten. Offensichtlich ein von der Hausverwaltung geschickter Störer", berichtet Thomas Schlaski. "Woher er die Einladung an die Presse hatte, blieb sein Geheimnis. Nun verkündete die Presse, dass sie nichts schreiben kann, da es sich um einen Nachbarschaftsstreit handeln würde und sie solche Sachen nicht bringen würden. Sie blieben aber bis zum Ende des Gesprächs. Irgendwie sah alles abgesprochen aus. Da haben wir wohl richtig ins Wespennest gestochen. Gott sei dank ließen sich die Anwohner nicht davon beeindrucken. Das schöne ist noch, dass die Immobilienfirma Werbung für die Anlage mit der Barriefreiheit gemacht hat. Barriefreiheit ist kein Werbeslogan, sondern muss ernst genommen werden."

Nun wurde veradredetet, Ende September einen Runden Tisch zwischen Anwohnern, Hausverwaltung, Eigentümer und Mietrechts- und Barriefreiheitexperten durchzuführen, um dieses Problem zu lösen. "Wir werden hierbei die Rolle des Moderators übernehmen. Mal schauen was bis dahin passiert. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass das nicht die einzige Überraschung war", berichtet Thomas Schalski.