Zeitzeuge Tobias Reinarz berichtet

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Bild von Tobias Reinarz
Bild von Tobias Reinarz
Bild: bifos

Köln (kobinet) Tobias Reinarz ist im Jahr 1953 geboren und bekam im Alter von drei Jahren Kinderlähmung. Sein Gesundheitszustand war das erste halbe Jahr danach sehr kritisch. Mit Beginn des Studiums der Psychologie engagierte er sich über 25 Jahre für die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung u.a als Geschäftsführer des ZSL Köln. Heute arbeitet er als Psychoanalytiker in eigener Praxi und lebt mit seiner Familie auf dem Lande. Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) hat mit Tobias Reinarz ein Zeitzeugen-Interview geführt, das gut zum vor kurzem gefeierten 30jährigen Jubiläum des Kölner Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZsL) passt.

"Mir ist in der Aufarbeitung meiner Biografie als Mensch mit Behinderung immer klarer geworden, dass meine Behinderung gar nicht mein Problem ist, sondern dass die Probleme vielmehr dadurch entstanden sind, wie damit umgegangen wurde in der Familie, in der Gesellschaft, und dass sich um mein seelisches Wohl keiner gekümmert hat. Was ich ja immer erlebt habe ist, dass mein Körper behandelt wurde von Therapeuten, Ärzten, meinen Eltern, Pflegern. Also immer nur mein Körper wurde behandelt, oft genug auch malträtiert von den gutmeinenden Orthopäden, Ärzten und Physiotherapeuten. Aber keiner hat mich je gefragt, wie es mir dabei geht, wie ich mich damit fühle. – Selbst meine Eltern nicht", heißt es in der Ankündigung des Interviews mit Tobias Reinarz auf der von der Aktion Mensch geförderten bifos Zeitzeugen-Seite.

Link zum Zeitzeugen-Interview mit Tobias Reinarz