私 - ITCHI – mein Weg

Veröffentlicht am von Andrea Schatz

Vera Lindenberg als junge Frau am Meer
Vera Lindenberg als junge Frau am Meer
Bild: privat

Berlin (kobinet) Unter diesem Titel erzählt ein Film über Vera Lindenberg (geb. Dobroschke), einer Bühnenbildnerin und Filmarchitektin mit ihrer tiefen Liebe zum Theater, ihrem Einsatz bis zur Erschöpfung und über ihr Leben mit einer fortschreitenden Behinderung.  
Schon als kleines Mädchen fand sie ihren eigenen Weg, mit den Anfällen fertig zu werden, die ihren Körper heimsuchten. Sie stolperte, sie fiel und lachte. Als sie 28 wurde, hatten diese sonderbaren Anfälle plötzlich einen Namen: Multiple Sklerose.
Vera Lindenberg lässt uns teilhaben an ihrem Leben als Künstlerin, als Kämpferin im Rollstuhl und an ihrer Zusammenarbeit mit ihrem Mentor und Freund Robert Wilson, einem amerikanischen Regisseur, Theaterautor, Designer und Bühnenbildner. Eine bemerkenswerte Frau, mit einem Mann an ihrer Seite, dessen Liebe sie durch alles trägt.
„Lange Zeit schon, wollte ich einen Film machen über mein Leben mit all seinen Fragen.“, meint Vera Lindenberg.  „Eine unheilbare Krankheit, nicht zu Ende erforscht, bringt einen immer dazu Fragen zu stellen. Ich bin Künstlerin und Film schien mir das ideale Medium, um alle meine gesammelten Bilder und Gedanken zusammenzuführen.“
Entstanden ist ein faszinierender Film, in dem die Regisseurin Verena Neumann meisterhaft Lindenbergs Erinnerungen wie ein Puzzle zusammenfügt. Ihre Zeichnungen, Bühnenbilder und Skizzen ergänzen diese Biografie, die alles hat: Leidenschaft, Humor, Tragik, Weisheit.
„Meine Figur kann hier als Platzhalter für ganz viele andere Schicksale verstanden werden“, meint Vera Lindenberg.

Nach einer internen Voraufführung für Freunde, Bekannte und Filmcrew am 22. April 2017 im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin findet der Film nun langsam den Weg in die Öffentlichkeit. Am 8. Mai 2017 wurde er von Ärzte ohne Grenzen beim „Docs without Boarders Online Film Festival“ ausgezeichnet. 
Auch gibt es Verabredungen, den Film in Selbsthilfegruppen für Multiple Sklerose Betroffene oder anderen Organisationen zu schauen und zu diskutieren, wie z. B. am 4. Oktober 2017 im Netzwerk behinderter Frauen Berlin e.V..
Ab 20. November wird  der Film, eingebettet in ein Dossier über Multiple Sklerose, auf der Homepage der Fernsehsendung „rbb-Praxis“ zu sehen sein.

Lesermeinungen zu “私 - ITCHI – mein Weg” (1)

Von kirsti

Herzlichen Dank und auch Glückwunsch an Vera Lindenberg für ihren Film über Multiple Sklerose! [Auch wenn ich ihn noch nicht gesehen habe]

Hierzu einige Anmerkungen, die mir am Herzen liegen:

Schön, wenn es Menschen mit Multipler Sklerose gelingt, ihr Leben zu meistern! Das sind statistisch gesehen wohl auch die meisten MS- Kranken.- Schön, dass in diesem Film von Vera Lindenberg mit der veralteten medizinischen Auffassung aufgeräumt wird, Multiple Sklerose sei eine Erkrankung, die erst im Erwachsenenalter auftrete. Denn man weiß inzwischen, dass bereits Kinder an Multipler Sklerose erkranken können. Dies wird wohl im Film deutlich. – Trotz allem, ein kleines wichtiges ABER, das man nicht vergessen sollte:

Multiple Sklerose ist die „Erkrankung mit den tausend Gesichtern“. Welches Gesicht diese heimtückische Erkrankung für den einzelnen je individuell Betroffenen bereithält und ihm vorhält, bleibt das Geheimnis dieser Erkrankung.

Ein kleiner Hinweis am Rande, auch der Film von Jann Kessler: „Multiple Schicksale“ beschäftigt sich ruhig und unaufgeregt mit der Krankheit Multiple Sklerose.

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