Bayern will Menschen mit Behinderungen ins Arbeitsleben begleiten

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Bayrisches Staatswappen
Bayrisches Staatswappen
Bild: Logo Bayern

Erkheim (kobinet) In Bayern arbeiten derzeit 34.000 Menschen mit Behinderungen in Werkstätten. Erklärtes Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, möglichst vielen Menschen eine inklusive Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Alle wichtigen Informationen für mögliche Arbeitgeber, Arbeitnehmer mit Behinderung und Interessierte gibt es auf einer speziellen Internetseite "Arbeitswelt inklusiv" des Bayrischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

Deshalb wurde ein spezielles Förderprogramm entwickelt, das Menschen mit Behinderung von einer Werkstätte in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet. Es wurde heute mit einer Veranstaltung in Erkheim gestartet. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, einen Arbeitsplatz zu finden. Deshalb haben wir gemeinsam mit den Bezirken und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ein spezielles Förderprogramm entwickelt, das Menschen mit Behinderungen von einer Werkstätte in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet.“ Mit diesen Worten stellt Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger BÜWA vor, ein erfolgreiches Coaching- und Förderprogramm, das Menschen mit Behinderungen den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtert. BÜWA steht für ‚Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt‘.

In Erkheim ergab sich für Sozialstaatssekretär Hintersberger und Bezirkstagsvizepräsidenten Alfons Weber auch die Möglichkeit, einen jungen Mann vor Ort an seinem Arbeitsplatz kennenzulernen, der es durch das Förderprogramm geschafft hat – er arbeitet mittlerweile in einem Unternehmen, das Reinigungs- und Hygieneprodukte für Großverbraucher herstellt. Weber zeigte sich beeindruckt: „Der Bezirk Schwaben ist schon seit Jahren intensiv dabei, Inklusion in der Arbeitswelt umzusetzen.“ Derzeit sei man mit 46 Teilnehmern am Projekt BÜWA beteiligt.

Alle, die mehr über dieses Förderprogramm erfahren möchten, können dies auf dieser Internetseite nachlesen.

Lesermeinungen zu “Bayern will Menschen mit Behinderungen ins Arbeitsleben begleiten” (1)

Von Uwe Heineker

Werkstätten für behinderte Menschen neigen dazu, leistungsstarke Beschäftigte an sich zu binden und sie nicht auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Das widerspricht ihrem gesetzlichen Auftrag! Danach ist es Aufgabe der Werkstätten, die Beschäftigten für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu befähigen und sie auf dem Weg dorthin zu unterstützen. Dieses "spezielle" Förderprogramm wäre überflüssig, wenn die Werkstätten besagten Auftrag wirklich ernst nehmen würden!

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.