Beratung für Aktionskreis "Modernes Markranstädt-Barrierefrei".

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Jana Treffler, regionale Projektmitarbeiterin
Jana Treffler, regionale Projektmitarbeiterin
Bild: LSKS/Proj.ÖPNV

Markranstädt (kobinet) Nach einem Bericht des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen fand kürzlich ein Treffen der regionalen Mitarbeiterin des vom Freistaat Sachsen geförderten Projektes "ÖPNV/SPNV für alle" des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen (LSKS), Jana Treffler, mit dem Aktionskreis "Modernes Markranstädt-Barrierefrei" statt. Gegenstand der Gespräche waren die Einschätzung der in Markranstädt im Öffentlichen Personennahverkehr erreichte Barrierefreiheit sowie das Erarbeiten von Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit auf diesem Gebiet.

Dieser Aktionskreis beschäftigt sich schon seit längerem mit der Barrierefreiheit im Ort Markranstädt. Ein Schwerpunkt ist der Bahnhof des Ortes, der zugleich im Blickpunkt des ÖPNV-Projektes steht. Das war die Ausgangspunkt dafür, nun auch einen Direktkontakt des Projektes mit dem Aktionskreis und seinem Sprecher Lutz Gatter herzustellen. Die Besichtigung des Bahnhofs Markranstädt ergab, dass der Haus-Bahnsteig  barrierefrei umgebaut wurde und die Treppen alternativ über eine Schräge überwunden werden können. Für den Mittelbahnsteig gibt es allerdings bisher keine vergleichbare Lösung, so dass rollstuhlnutzende Fahrgäste dort einfahrende Züge nicht erreichen oder verlassen können.

Es wurde deshalb vereinbart, durch das ÖPNV-Projekt eine offizielle Anfrage an DB Station & Service sowie an den Verkehrsverbund MDV zu richten, wann die Barrierefreiheit für den Mittelbahnsteig hergestellt wird. Zusätzlich soll gemeinsam versucht werden, eine Übersicht zu allen am Bahnhof Markranstädt geplanten Umbauten zu bekommen, um rechtzeitig auf die vorgesehenen Maßnahmen einwirken zu können. Festgestellt wurde auch, dass die Bahn-Fahrpläne in den Schaukästen zu hoch angeordnet wurden. Dadurch können sie von rollstuhlnutzenden und sehbehinderten Fahrgästen nicht gelesen werden. Gefordert wird, mindestens einen Fahrplanaushang so anzubringen, dass er für den genannten Personenkreis nutzbar ist. Auch dazu wird das Projekt mit der Deutschen Bahn Kontakt aufnehmen.

Ein weiteres Thema der Zusammenarbeit zwischen dem Projekt und dem Aktionskreis soll der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen sowie die Diskussion der vom Projekt überarbeiteten Technischen Forderungen für einen "ÖPNV/SPNV für alle" sein. Zu letzterem wird der Aktionskreis eine Stellungnahme erarbeiten und übergeben.
Vereinbart wurde zugleich, sich zukünftig regelmäßig zu spezifischen Themen auszutauschen und gegebenenfalls auch gemeinsam an regionalen Veranstaltungen zum Themenbereich "Barrierefreiheit" teilzunehmen.

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