Nationalparkzentrum feiert Zehnjähriges

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

In der Nationalpark-Ausstellung
In der Nationalpark-Ausstellung
Bild: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber

Monschau-Höfen (kobinet) Seit der Eröffnung am 10. August 2007 haben insgesamt 332.000 Gäste die barrierefreie, viersprachige Nationalpark-Ausstellung mit dem Titel „Narzissenrausch und Waldwandel“ besucht und ließen sich von den Servicekräften der Monschau Touristik beraten. Ergebnisse aus Gästebefragungen bescheinigen dem Nationalpark-Tor Höfen wie auch den anderen Nationalpark-Toren eine sehr hohe Zufriedenheit mit der Kompetenz und Freundlichkeit der Servicekräfte der Tourist-Info und der Qualität der Ausstellungen.

„Der Nationalpark Eifel, das Nationalpark-Tor Monschau-Höfen und die entwickelten touristischen Angeboten wie der Wildnis-Trail haben wichtige Impulse für die Orts- und Regionalentwicklung gesetzt“, freut sich Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau über die gute und enge Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Eifel. “Höfen war schon immer ein sehr schöner Ort mit vielen Naturdenkmälern und einer verantwortungsvollen bewahrenden Bauweise. Deshalb wurde der Ort zwei mal als Bundesgolddorf gewürdigt." Und betont weiter: "Durch die Einrichtung des Nationalpark-Tores wurde die Bekanntheit gesteigert und neue Angebote haben sich entwickelt. Wir sind dankbar, dass gemeinsam die Chance ergriffen wurde.“

Bis heute optimierte und entwickelte die Nationalparkverwaltung die Ausstellung im Nationalpark-Tor stetig weiter, wie die Inhalte des digitalen Geländemodells, neue Filme sowie einen Touchscreen mit fachlichen und amüsanten Videoclips. Pünktlich zur Feierlichkeit wurde zuletzt nicht nur die gesamte Effektbeleuchtung auf energiesparende LED umgestellt, sondern auch der besonderen Funktion des Nationalpark-Tores Höfen als Startpunkt für das beliebte Wanderangebot Wildnis-Trail Rechnung getragen. In Holz geschnitzt weist das Symbol der Wildkatze darauf hin, dass dort der Startpunkt für die erste Etappe der viertägigen Nationalparkdurchquerung ist. So übergab der „Vater des Wildnis-Trails“ und stellvertretende Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel, Michael Lammertz, während der Feierstunde die große Holzscheibe an die Hausherrin und Bürgermeisterin Margareta Ritter. Der Wildnis-Trail als buchbares Angebot wie auch das Konzept des Nationalpark-Tores sind Beispiele für die die erfolgreiche Kooperation zwischen der Nationalparkverwaltung und ihren Partnern in der Region.  

Die Nationalpark-Dauerausstellung „Narzissenrausch und Waldwandel“ verteilt sich, inklusive Filmraum im Dachgeschoss, auf drei Etagen, die per Lift oder Treppe zu erreichen sind. An den eigentlichen Ausstellungsmodulen erfahren Besucher Wissenswertes über den Waldwandel, die Narzissenwiesen sowie die Wildtiere im Nationalpark Eifel. Im Filmraum gibt es nicht nur den Nationalparkfilm in vier Sprachen und in Gebärdensprache sondern auch weitere Kurzfilme wie zur Wildkatze, den Themen Life+ Projekt „Wald, Wasser, Wildnis“, Narzissen oder Borkenkäfer sind zu sehen. Das Tor in Höfen war damals Vorreiter in der barrierefreien Gestaltung: Bereits am Eingang des Tores werden Gäste mit mehrsprachigen Schildern empfangen, die neben ertastbaren Buchstaben zusätzlich auch in Brailleschrift (Punktschrift) geschrieben sind. Das Tor ermöglicht nicht nur die Bewegung und Orientierung für alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, sondern  bietet auch sämtliche Informationen zur Ausstellung barrierefrei und in vier Sprachen an.

„In der ‚Einflugschneise‘ für Gäste aus dem Großraum Aachen, aus Belgien und den Niederlanden hat das Nationalpark-Tor Höfen eine entscheidende Funktion für die Information und Lenkung der Nationalpark-Besucher. Ich führe den Erfolg des Hauses auf die erfolgreiche ‚Symbiose‘ zurück, in die gleich drei Partner ihre Stärken einbringen: Die Monschau-Touristik mit einem hervorragenden touristischen Service, der Nationalpark-Gastgeber Bistro „Alter Molkerei“ mit kulinarischen Genüssen und wir mit unserer kleinen viersprachigen und barrierefreien Nationalpark-Ausstellung“, bringt es Michael Lammertz auf den Punkt.  Für das leibliche Wohl sorgt die zertifizierte Nationalpark-Gastgeberin der ersten Stunde, Sigrid Schmitz, in dem Bistro „Alte Molkerei“ und mit regionalen Gerichten. Die historischen Wände erzählen von einer bewegten Geschichte des Gebäudes, das einst der Molkereigenossenschaft Monschau-Röhren gehörte. Nach weiteren Besitzern und Gewerben erwarb 2006 schließlich die Stadt Monschau das Gebäude und startete umfangreiche Restaurierungsarbeiten.

Alle, die gern einmal im Nationalpark Eifel ohne Barrieren unterwegs sein möchten, können sich im Internet dazu ein paar Anregungen holen, beziehungsweisen diese Reise planen.

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