Foto: Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Rund 85 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause gepflegt. Dabei unterstützt die professionelle ambulante Pflege und stabilisiert so das gesamte Pflegesystem in Deutschland. Die geplanten gesetzlichen Regelungen gefährden genau diese bewährten professionellen, ambulanten Versorgungsstrukturen. Besonders das neue Sozialraumbudget ist hier ein Problem, weil Pflegebedürftige dieses nicht mehr für wichtige Unterstützung durch die Pflegedienste, etwa zur Alltagshilfe und Begleitung im Haushalt nutzen dürfen. „Die Bundesregierung hat eine nachhaltige Pflegereform versprochen, liefert aber ein Sparpaket, das bewährte Pflegestrukturen gefährdet und die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen im Stich lässt“, warnt Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, anlässlich der ersten Lesung des Pflegeneuordnungsgesetzes im Bundestag. Hier brauche es dringend Korrekturen. „Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen eine Entlastung – keine Belastung“, so Schuch.




