Mode ist mehr als das, was man sieht

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Bunte Farben
Bunte Farben
Bild: kobinet/omp

Berlin (kobinet) Mode kann man nicht nur sehen: Man kann sie auch fühlen, riechen und hören. Das Goethe-Institut Paris hat blinde und sehbehinderte Menschen mit Nachwuchs-Designern zusammengebracht, um gemeinsam Mode zu entwickeln. Im internationalen Projekt "Beyond Seeing" sind Arbeiten entstanden zwischen Kleidung und Kunstwerk, deren Sinn sich erst mit geschlossenen Augen vermittelt. Am 14. September werden sie bei der ESMOD Graduate Show in Berlin erstmals präsentiert. In der „Woche des Sehens“ richtet die sehbehinderte Londoner Modedesignerin Bianca Maria Raffaella am 11. Oktober einen Nähworkshop für Blinde aus.

Studierende der Internationalen Kunsthochschule für Mode ESMOD Berlin beschäftigen sich gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Menschen bereits seit einem Jahr mit Modedesign jenseits des Sehens. Das Projekt "Beyond Seeing" des Goethe-Instituts geht der Frage nach: Was bedeutet Mode für Menschen, wenn sie diese nicht nur sehen? Was nehmen sie wahr? Worin besteht der Begriff der Schönheit? In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband sind nun Arbeiten zwischen Kleidung und Kunstwerk entstanden, deren Sinn sich erst mit geschlossenen Augen erschließen lässt. Die Kreationen werden am 14. September 2017 erstmalig im Rahmen der ESMOD Graduate Show in Berlin präsentiert.

Das vom Goethe-Institut Paris initiierte Projekt "Beyond Seeing" entstand in Zusammenarbeit mit vier renommierten Mode- und Designhochschulen aus Belgien, Frankreich, Schweden und Deutschland sowie Organisationen blinder und sehbehinderter Menschen aus diesen Ländern. Die gesamte Kollektion wird im Januar 2018 in einer umfassenden Ausstellung in Paris gezeigt. "Beyond Seeing" ist auch in der "Woche des Sehens" vom 8. bis 15. Oktober 2017 zu erleben. Gemeinsam mit der sehbehinderten Modedesignerin Bianca Maria Raffaella aus London können sich blinde und sehbehinderte Menschen selbst im Nähen ausprobieren, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mitteilte.

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