Lebenshilfe und AfD unvereinbar

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Ulla Schmidt
Ulla Schmidt
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Lebenshilfe und AfD sind nicht vereinbar, wird heute in einer Pressemitteilung der Bundesvorsitzenden Ulla Schmidt betont. „Eine Politik wie die der AfD, die Menschen bewusst ausgrenzt, ist mit der Lebenshilfe nicht vereinbar", so Schmidt. Die Lebenshilfe setze sich seit fast 60 Jahren für Menschen mit Behinderung und ihre Familien ein und stehe für eine weltoffene, tolerante Gesellschaft. Die AfD jedoch lehne die Inklusion, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung, ab und widerspreche damit den ethischen Grundpfeilern der Lebenshilfe.ehinderung, ab und widerspreche damit den ethischen Grundpfeilern der Lebenshilfe.

Das gelte auch mit Blick auf die Verbrechen der Nazi-Zeit an behinderten und kranken Menschen, die für die AfD offensichtlich bedeutungslos sind. Ulla Schmidt greift wenige Tage vor der Bundestagswahl Aussagen des AfD-Politikers Alexander Gauland auf, der am 2. September in seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen zur Nazi-Zeit wörtlich sagte: „Man muss uns diese zwölf Jahre jetzt nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr. Und das sprechen wir auch aus. Und deshalb haben wir auch das Recht, uns nicht nur unser Land, sondern auch unsere Vergangenheit zurückzuholen."

Bundesvorstand und Bundeskammer der Lebenshilfe hatten bereits im Frühjahr nach Äußerungen des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag, Björn Höcke, beschlossen, dass die AfD und die Lebenshilfe unvereinbar seien. Ehrenmitglied Achim Wegmer, der selbst mit einer Behinderung lebt, unterstrich dies bei der letzten Mitgliederversammlung der Lebenshilfe: „Die aktuellen Entwicklungen in der Politik machen mir Angst. Die schrecklichen Verbrechen der Vergangenheit dürfen nie weder geschehen!"

Lesermeinungen zu “Lebenshilfe und AfD unvereinbar” (1)

Von Behindert_im_System

Sollte die AFD in den Bundestag einziehen was als sicher gilt, dann ist die AFD genau so an den Beschlüssen der Abgeordneten beteiligt wie alle anderen Fraktionen. Ob die AFD dann zustimmt oder ablehnt, was die Regelungen für uns behinderte Menschen anbelangt, vermag man einige Tage vor der Wahl nicht zu beurteilen.

Man darf daran erinnern, uns haben schon ganz andere Parteien enttäuscht, da war an die AFD noch gar nicht zu denken. Diese ganzen Diskussionen zeigen aber, welch große Unsicherheit in der Politik herscht. Aber liebe Politiker, die AFD hätte doch gar keinen Nährboden gehabt, wenn Ihr alle bewiesen hättet die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar.

Wenn, dann konnte die AFD nur wegen der Unfähigkeit der Politik solch einen Rang einnehmen, denn viele haben die Faxn so dick, dass man aus Protest jetzt ein Achtungszeichen setzt.

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