Baden-Württemberg fördert Integration in den Arbeitsmarkt

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Geldscheine
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Bild: kobinet/omp

Stuttgart (kobinet) Trotz guter Lage am Arbeitsmarkt stagniert in Baden-Württemberg die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit Jahren bei knapp 69.000. Mit Fördergeldern in Höhe von vier Millionen Euro und einem entsprechenden Förderprogramm will Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha hier gegensteuern. Ziel des Programms ist es, Langzeitarbeitslose, Wiedereinsteiger und atypisch Beschäftigte wieder in reguläre Beschäftigung zu bringen. Insgesamt sollen mit den Fördergeldern bis zum Jahr 2020 rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden. Die Träger, die zur Umsetzung des landesweiten Programms ausgewählt wurden, stammen aus Lörrach, Pforzheim, Ravensburg und Stuttgart.

Insgesamt sind 23 Stadt- und Landkreise sind für die Umsetzung des Förderprogramms mit ESF-Förderung vorgesehen. „Eine nachhaltige Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt stellt eine besondere Herausforderung dar. Wir wollen daher neue, erfolgversprechende Ansätze fördern“, sagte Lucha am Mittwoch, dem 20. September in Stuttgart. „Insbesondere die assistierte Beschäftigung – also eine Fortsetzung der Fördermaßnahmen nach Aufnahme einer Beschäftigung – ist ein vielversprechendes Konzept, um Menschen nach langer Arbeitslosigkeit wieder dauerhaft in Arbeit zu bringen.“ Die dafür bereitgestellten 4 Millionen Euro stammen aus Mitteln des Ministeriums für Soziales und Integration sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). „Unser Förderprogramm soll Langzeitarbeitslosen und hier insbesondere Alleinerziehenden, älteren Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Menschen mit Behinderungen dabei helfen, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, so der Sozialminister.

Aus 17 Förderanträgen hat eine Fachjury beim Ministerium für Soziales und Integration sechs Anbieter ausgewählt, die an jenen 23 Standorten in Baden-Württemberg Unterstützung und Begleitung anbieten.

Minister Lucha stellt dazu fest: „Mit diesem breit aufgestellten Förderprogramm wollen wir dem Drehtüreffekt, das heißt einem wiederholten Rückfall in die Arbeitslosigkeit, entgegenwirken. Wir leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung, denn die betroffenen Menschen sind aufgrund ihrer langen Arbeitslosigkeit in besonderem Maße von Armut bedroht.“

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