Inklusionstage in Deutschland

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

PR-Aktion des BMAS vor dem Veranstaltungsort der Inklusionstage
PR-Aktion des BMAS vor dem Veranstaltungsort der Inklusionstage
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am 4. und 5. Dezember soll es wieder Inklusionstage in der Berliner Kongresshalle am Alex geben. Das war aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales kurz vor der Bundestagswahl zu hören. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung des sozialdemokratisch geführten Ressorts der Bundesregierung von Kritik und Protesten gegen das nunmehr teilweise in Kraft getretene Teilhabegesetz begleitet. In diesem Jahr wurde das Motto "Inklusionstage - International" ausgegeben. Vom Engagement und guten Beispielen anderer Länder kann Deutschland tatsächlich lernen.

Zu Beginn des zweiten Jahrzehnts der UN-Behindertenrechtskonvention erwarten die Betroffenen endlich deren konsequente Umsetzung. Gestern wurden alle drei Parteien der großen Koalition von den Wählern "abgestraft". Die Sozialdemokraten wollen nicht in eine neue "Groko" mit Angela Merkel eintreten, erklärte Parteivorsitzender Martin Schulz in der "Elefantenrunde" der beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Als stärkste Oppositionpartei, so meinen Betroffene, könnte die SPD verlorenes Vertrauen behinderter Menschen zurück gewinnen, sich für ein wirklich modernes Teilhaberecht und Inklusion ohne Etikettenschwindel einsetzen.

Der für die Behindertenrechtskonvention zuständige UN-Fachausschuss in Genf hat bekanntlich Handlungsbedarf in Deutschland angemahnt. In der Terminankündigung für die Inklusionstage wurden als Beispiele inklusive Bildung, Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen oder ihre Persönlichkeitsrechten genannt. Bei den Inklusionstagen im Dezember in Berlin dürfte noch viel mehr zu diskutieren sein, was alles "im Lichte der Behindertenrechtskonvention" in dieser Republik angegangen werden muss und Menschenrechte Behinderter nicht länger verletzt werden.

Lesermeinungen zu “Inklusionstage in Deutschland” (2)

Von Behindert_im_System

Fortsetzung:

Nun noch ein Satz zur AFD.

Die AFD ist trotz allem Geschrei welches gemacht wurde mit 88 Sitzen im Bundestag eingezogen. Dieses Ergebnis kann man sehen wie man will, man darf es aber nicht übersehen wie die AFD einen solchen Erfolg haben konnte? Nicht die AFD war überzeugend für den Wähler, sondern die Gegner, aus Politik, Medien und Bevölkerung haben dieses Geschenk begünstigt, da man übersah, dass der mit dem Feuer spielende dann die Glut zum Feuer entfacht, wenn jene, welche sich als Brandlöscher bezeichnen, mit ihren theoretischen Löschversuchen aber versagen, da die Praxis immer etwas mehr verlangt als wildes Geschrei, denn handeln und nur ein solches, bringt den Erfolg.


Von Behindert_im_System

Zitat:
„Als stärkste Oppositionpartei, so meinen Betroffene, könnte die SPD verlorenes Vertrauen behinderter Menschen zurück gewinnen, sich für ein wirklich modernes Teilhaberecht und Inklusion ohne Etikettenschwindel einsetzen.“
Wer diese Betroffenen sind welche diese Meinung schon nach einigen Stunden der Niederlage vertreten, wäre schon interessant? Soll es so weitergehen mit Frau Tack und Co. wie bisher?
Anmerkung:
Stunden nach diesem berechtigten Ergebnis als Resultat der zurückliegenden vier Jahre dann zu argumentieren, mit der in Zukunft stärksten Opposition-Partei das verlorene Vertrauen behinderter Menschen zurück gewinnen zu können und dass für ein wirklich modernes Teilhaberecht und Inklusion ohne Etikettenschwindel, hat den Wecker noch nicht gehört welcher eine neue Zeit für die nächsten vier Jahre eingeläutet hat.
Martin Schulz hat am gestrigen Abend wie so oft schon den Mund etwas zu voll genommen und eine Aussage getroffen, welche ohne Parteivorstand und Mitglieder Entscheidung gar nicht vollziehbar sein kann. Wenn Jameika von dem man ausgehen kann, momentan nach der getroffenen Aussage und aller Spekulationen die bereits aufkommen scheitern könnte, da die unterschiedlichen Meinungen bereits gestern Abend schon teils zu Kontroversen führten, was bliebe dann übrig? Wie verhält sich dann die SPD wenn erneut die Frage zur Fortsetzung der Groko im Raum steht, lehnt man dann immer noch ab und will lieber Neuwahlen? Eine berechtigte Frage, welche auch Seehofer gestern Abend nicht eindeutig beantworten wollte, ob eventuell die Möglichkeit von Neuwahlen nicht ausgeschlossen werden könnte? Natürlich hören die Medien immer das Gras wachsen, aber manchmal ist auch ein entsprechender Rasengärtner dabei welcher nicht den verkehrtesten Blick über die Fläche hat.

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