Inklusives Fußballturnier war Erlebnis für alle

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Beim inklusiven Fußballturnier in Grünberg
Beim inklusiven Fußballturnier in Grünberg
Bild: CARSTEN-KOBOW

Hennef / Grünberg (kobinet) Der DFB-Vielfaltsbotschafter Thomas Hitzlsperger eröffnete das nationale inklusive Fußballturnier in Grünberg. Einem Deutschen Fußballmeister einmal ganz nah kommen, sich im sportlichen Wettkampf mit einem Vize-Europameister messen, ein Erinnerungsfoto mit einem 52-maligen Nationalspieler machen. Diese Träume gingen für rund 50 Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap Anfang Oktober in Erfüllung.

Nachdem DFB-Vielfaltsbotschafter Thomas Hitzlsperger das nationale inklusive Fußballturnier in der Sportschule Grünberg eröffnet hatte waren acht Inklusionsmannschaften mit dabei. Organisiert wurde das Turnier, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet, von der DFB-Stiftung Sepp Herberger, der DFL Stiftung und der Stiftung Allianz für Kinder.

„Fußball hat die Kraft, Menschen zusammenzuführen und Vorurteile abzubauen. Über den Sport können sich Kinder mit und ohne Handicap begegnen und kennenlernen. Ich finde es großartig, dass bei dieser Veranstaltung genau diese Ziele verfolgt werden und die gemeinsame Freude am Fußballspiel im Vordergrund steht“, betonte Hitzlsperger in seiner Begrüßung. Im Rahmen einer Fragerunde berichtete der 35-Jährige anschließend ausführlich über die besonderen Momente seiner aktiven Karriere. So erzählte er von seinem schönsten Tor, das er am letzten Spieltag der Saison 2006/2007 gegen den FC Energie Cottbus erzielte und den VfB Stuttgart damit zum Meistertitel schoss. Zudem berichtete der geborene Münchner von seiner erfolgreichen Zeit in England, die ihm aufgrund seiner exzellenten Schusstechnik auch den Spitznamen „Hitz, the Hammer“ einbrachte.

Sportlicher Wettstreit und Erinnerungsfotos bestimmte diesen Teil der Veranstaltung. Anschließend hatten die Kinder die Möglichkeit, sich bei den vier Übungen „Fußball Kegeln“, „Passkönig“, „Torwandschießen“ und „Dribbel-Parcours“ im sportlichen Wettbewerb mit Thomas Hitzlsperger zu messen. Dabei zeigten die Kinder, dass sie gut mit dem Ball umgehen können. Die zehnjährige Celine von der JSG Gifhorn verwandelte beim „Torwandschießen“ vier von sechs Versuchen. Auch nach der Praxiseinheit nahm sich der Stargast viel Zeit, um jeden Autogramm- und Fotowunsch zu erfüllen.

„Ich hatte sehr viel Spaß heute. Ich wünsche euch allen eine spannende und erlebnisreiche Zeit in Grünberg, auf die ihr noch lange und gerne zurückblicken werdet“, hob Hitzlsperger hervor. Die Sportlerinnen und Sportler erlebten ein abwechslungsreiches Programm. Sie nehmen an Turnieren im 4:4-Spielmodus teil, besuchen einen Klettergarten, führen eine Sportschul-Rallye durch oder können bei der „Neuen Sporterfahrung“ der Deutschen Telekom die Sportart Blindenfußball ausprobieren.

Lesermeinungen zu “Inklusives Fußballturnier war Erlebnis für alle” (1)

Von kirsti

Mal bewusst provokant?

Ist „kobinet“ alt geworden? Hat man sich zur Ruhe gesetzt? Läuft Marathon und spaziert durch die Eifel. Man feiert am Rolandeck, startet eine E-Dreirad- Bank und freut sich über freien Eintritt ins Museum und über die deutsche Einheit und inklusive Fußballspiele.

Gut, es gibt auch hie und da eine paar "echte"Themen zur Inklusion in Schule und Stammtische für Behinderte. Auch Rückblicke in die Vergangenheit, vielleicht kann man daraus für die Zukunft lernen. Auch diese Themen gibt es hie und da.
Aber ist das alles?

Zu Zeiten, in denen Eltern um Kita- Plätze und konkret und desillusioniert um Inklusion in Schulen kämpfen? In denen Behinderte gegen ihren Willen in Werkstätten für Behinderte abgeschoben werden, in denen Behinderte in Heime und Sondereinrichtungen eingewiesen werden? Sind wir dabei uns zu vereinzeln, die einen hier – die haben’s geschafft. Die anderen aber, ich behaupte, die Mehrheit? Wo stehen die und werden sie gesehen?

„Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“ (Bertolt Brecht)

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